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Politik 1830-1839 – Das Viktorianische Zeitalter begann


In Großbritannien begann 1837 ein neues Zeitalter: Im bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs dauernden „Viktorianischen Zeitalter“ erreichte das Inselkönigreich Großbritannien seinen Höhepunkt als Industrie- und Handelsnation sowie als mächtige Kolonialmacht, deren militärische Stärke insbesondere auf der Beherrschung der Meere durch die allen sonstigen Seemächten weit überlegene Royal Navy basierte. Namensgeberin dieser unter Ausblendung der krassen sozialen Missstände im Nachhinein häufig als „Goldenes Zeitalter“ Großbritanniens verklärten Epoche war Königin Viktoria. Nach dem erkrankten Georg III. und dem ihm nachfolgenden „Dandy King“ Georg IV. hatte 1830 dessen bodenständiger („Sailor Bill“) Bruder als Wilhelm (William) IV. die Krone übernommen. Damals war das Ansehen der Hannover-Dynastie im Lande, nicht zuletzt wegen der kostspieligen Extravaganzen von Georg IV., ausgesprochen gering. Der derbe Wilhelm IV., Vater von zehn nichtehelichen Kindern, galt ebenfalls als wenig königlich-seriös und wegen seines Alters als Übergangslösung.