Was war wann? Städte >> Die Geschichte der Stadt Dresden
Dresden 30er Jahre
Dresden in den 30er Jahren
 

Stadtinfo Dresden Geschichte

Dresden ist Hauptstadt von Sachsen und wird auch liebevoll „Elbflorenz“ genannt – Grund dafür ist die Nähe am Rande der sächsischen Schweiz. Zwischen dem 3. bis 1. Jh. v.Chr. gab es hier erste Besiedlungen durch Germanen. Das änderte sich im 6. Jh. – hier kamen slawische Stämme (Sorben) aus dem Osten dazu. Im 12./13. Jh. wurde der Ort durch deutsche Bauern, Handwerker und Kaufleute zusätzlich besiedelt. 1206 wird Dresden erstmals urkundlich erwähnt: in der „Acta sunt hec Dresdene“ (Schriftstück einer Gerichtsverhandlung). 1455 ist die Stadt Dresden zwar noch unbedeutend, das allerdings sollte sich schon bald ändern. Unter anderem durch die „Leipziger Teilung“ 1485: Dresden war für Jahrhunderte die herzogliche Residenzstadt der sächsischen Herrscher. Damit wurde es auch als politisches und kulturelles Zentrum interessant. Im gesamten 17. Jh. herrschten immer wieder rege Bautätigkeiten – in dieser Zeit entstehen viele historische Renaissance-Bauwerke von Weltrang (Schlösser, Zwinger, Frauenkirche). Außerdem setzte sich die Reformation durch. 1685 brannte fast das gesamte Dresden – ein großer Teil der Stadt wurde vom Feuer „überrollt“ und zerstört. Danach entstanden hier prachtvolle Bauten im Barockstil (deshalb auch die Bezeichnung „Neustadt“). Zusätzlich wütete während des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jh. die Pest - u.a. auch über Dresden. Sie raffte die Hälfte der Bevölkerung dahin. Eine Katastrophe!

Er bringt Veränderungen nach Dresden: Friedrich August I.

Zwischen 1694-1733 ist Friedrich August I. (bekannt als „August der Starke“) regierender Kurfürst von Sachsen – er prägt die weitere Geschichte der Stadt im großen Maße. 1706 wurde Dresden durch die Schweden besetzt. Zwei Jahre später (1708) kam es zu einer Entdeckung, die ebenfalls Geschichte schreiben sollte: Alchimist Böttger erfand die Formel zur Herstellung von Porzellan. Weitere zwei Jahre später (1710) entstand die erste europäische Porzellanmanufaktur in der Albrechtsburg von Meißen. Zwischen 1709 und 1728 wurde der Zwinger gebaut (als Orangerie und Festspielplatz). Gleichzeitig wurde 1726 der Grundstein für den Bau der Frauenkirche gelegt (bis 1734). 1756 – 1763 herrschte der siebenjährige Krieg - viele Glanzlichter der Residenz-Stadt sind danach erloschen und wurden zerstört. 1806 wird Dresden Hauptstadt eines von Napoleons Gnaden erhobenen Königreiches Sachsen. Über 30 Jahre später (1738) begann der Bau der ersten Semper Oper (diese ist 1869 abgebrannt). 1849 fand der Mai-Aufstand statt – im Verlaufe dessen der Zwinger und viele weitere Gebäude der Innenstadt Dresdens beschädigt wurden. Ab dieser Zeit entwickelte sich Dresdens Industrie und Wirtschaft – die Stadt wurde somit immer interessanter für viele Menschen und dementsprechend nahm auch die Einwohnerzahl zu. Nach dem Brand der Semper Oper wurde zwischen 1871 – 1878 die zweite Oper gebaut. 1918 erfolgte die Abdankung des sächsischen Königs. Dresden wurde Hauptstadt des Freistaates Sachsen.

Zerstörung Dresdens während des Zweiten Weltkriegs!

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Dresden im Jahre 1945 gleich vier Male zum (Kampf)Ziel der Alliierten. Die griffen die Stadt aus der Luft an. Dresden wurde quasi innerhalb von vier aufeinander folgenden Nächten fast völlig zerstört – der Rest stand in Flammen. Zusätzlich vernichteten die Bomben schätzungsweise 25.000 Menschenleben. Danach begann die Zeit des Sozialismus (DDR) - auch für die Stadt Dresden. Viele zerstörte Gebäude und Ruinen wurden (einfach) abgetragen und neu bebaut. Dementsprechend prägten lieblose Plattenbauten das Bild einiger Stadtteile. Trotzdem: historisch wertvolle Bauwerke konnten erneuert oder vollständig rekonstruiert werden (Dresdener Innenstadt). Anders beim Zwinger – hier kam nur noch ein Abriss in Frage! Danach sollte der Zwinger wieder ganz neu aufgebaut werden. 1952 gab es eine Verwaltungsreform: die Länder wurden in Bezirke aufgeteilt (Bezirk = Verwaltungseinheit der DDR). Jeder Bezirk übernahm dabei die Aufgaben der jeweiligen Landesregierung. Dresden war ab sofort die Bezirksstadt des Bezirkes Dresden. Im Jahre 1977 begann ein erneuter Aufbau der Semperoper. Nach dem „Fall der DDR“ und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Dresden wieder Hauptstadt des neu gegründeten Freistaates Sachsen. Neue Ideen und Konzepte für die Stadtentwicklung mussten wieder her. Einige davon wurden 1991 vorgetragen: z.B. Planungen zum Aufbau der Frauenkirche. Dieser fand ab 1994 statt und dauerte bis 2005. Die Kosten betrugen über 135 Millionen Euro. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die zerstörte Frauenkirche für viele ein Mahnmal gegen den Krieg – jetzt soll sie vor allem ein Symbol der Versöhnung darstellen.