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Die Bildung der 1870er Jahre

Die 1870er Jahre waren stark vom deutsch- französischen Krieg und dessen Nachwirkungen beeinflusst. Im Jahr 1871 wurde daraufhin das "Deutsche Reich" gegründet. Die Gründung des neuen Staates beinhaltete auch eine Reihe an neuen Gesetzen, die natürlich auch auf die Bildungspolitik der damaligen Zeit großen Einfluss hatten.
Zu dieser Zeit lebten über 64 % der Bevölkerung noch in Orten mit weniger als 2000 Einwohnern und lediglich 5 % der damaligen Deutschen wohnten in Großstädten.
Die 1870er Jahre waren in Deutschland von vielen Kleinkriegen geprägt, weshalb diese Zeit auch großen Schwankungen unterworfen war. Gleichzeitig hatte das damalige Wirtschaftswachstum ebenfalls einige positive Effekte, die auch die Bildungspolitik nachhaltig beeinflussten.
Im Jahr 1964 bracht ein Krieg zwischen den Ländern Dänemark und Deutschland aus. Dabei handelte es sich um eine militärische Auseinandersetzung um Schleswig- Holstein. Die kriegerische Auseinandersetzung endete mit der Niederlage Dänemarks, was dem damaligen Deutschland, neben den Ländereien im Norden, eine große Fülle an Kulturgütern einbrachte.
Dies hatte mitunter den Vorteil, dass von diesem Zeitpunkt an ein kleiner Teil der finanziellen Mittel des Staates auch in den Ausbau von Bildungseinrichtungen investiert werden konnte. Dies führte zur Eröffnung einiger öffentlicher Schulen. Diese wurden allerdings eher von der männlichen Oberschicht besucht. Obwohl den Bürgern, unabhängig von Klasse und Herkunft, gleiche Aufstiegschancen garantiert wurden, genossen zumeist nur reichere Leute eine höhere Bildung.
Ein weiteres Merkmal dieses Jahrzehnts war, dass die meisten öffentlichen Einrichtungen
lediglich dem männlichen Geschlecht vorbehalten waren. Mädchen wurden entweder in Privatschulen, zu Hause oder oftmals gar nicht unterrichtet. Dies hatte zur Folge, dass diese auf ihre Familie oder Ehemänner angewiesen waren, um zu überleben. In ärmeren Kreisen führten Frauen allerdings trotzdem einfache manuelle Tätigkeiten durch, für welche kein großes Vorwissen erforderlich war.
Im Jahr 1876 erschütterte ein weiterer Krieg das Land. Der so genannte "Deutsche Krieg" spielte sich diesmal jedoch zwischen Preußen und Österreich ab. Diese kriegerische Auseinandersetzung stellte eine Folge des "Deutsch- Dänischen Kriegs" dar. Die Ursache war ein Streit über die Verwaltung der Ländereien in Schleswig- Holstein. Abermals ging das damalige Deutschland als Sieger hervor.
Eine der weitest reichenden Folgen jenes Krieges war, dass Otto von Bismarck große innenpolitische Erfolge feierte und somit sein Einfluss auf die deutsche Gesellschaft immer größer wurde.
Dies wirkte sich auf das Bildungsniveau der ärmeren Bevölkerungsschichten eher schlecht aus, da der zukünftige Reichskanzler eine stark nationalistische Einstellung vertrat und einer Gleichstellung der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten negativ gegenüber stand. Aus diesem Grund änderte sich in den 1870er Jahren nicht viel an der Situation der Arbeiter, welche trotz des Wirtschaftswachstums, nach wie vor, über ein relativ niedriges Bildungsniveau verfügten.
Im Großen und Ganzen können die Jahre zwischen 1870 und 1879 als ein sehr unruhiges Jahrzehnt bezeichnet werden. Dies lag nicht zuletzt an den zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen im damaligen Deutschland. Trotz der Siege waren die Auswirkungen auf die Bildungspolitik jedoch eher negativer Art, so dass in Richtung Bildungsniveau keine größeren Fortschritte zu verzeichnen waren.

Bücher zur Bildung der 1870er Jahre

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