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Chronik 1802 - Konsul auf Lebenszeit und die erste Beschreibung der Höhenkrankheit

Während zu Beginn des Jahres 1802 die Säkularisation in Bayern mit der Verfügung des Kurfürsten Maximilian IV. Joseph (1756-1825) über die Aufhebung aller nichtständischen Klöster beginnt, kam es kurze Zeit später in Frankreich zum „Frieden von Amiens“. Er beendete die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Großbritannien. Der Erste Konsul Napoleon (1769-1821) gründete 1802 Frankreichs höchsten Orden, die Ehrenlegion. Er gestattet zudem, dass in den französischen Kolonien die Sklaverei wieder eingeführt werden darf. Sie war erst 1794 abgeschafft worden. Um seine Machtposition auszubauen und zu festigen ließ er sich im August 1802 mittels einer Volksabstimmung zum Konsul auf Lebenszeit bestimmen. Drei Millionen Franzosen befürworteten das und 1.6000 Nein-Stimmen wurden gezählt. Derweil wurde in deutschen Landen der berühmt-berüchtigte „Schinderhannes“ in Frankfurt am Main dem Untersuchungsgericht vorgeführt. Der „Schinderhannes“ hieß mit bürgerlichem Namen Johannes Bückler (verm. 1779-1803) und war ein Räuber, der sich durch mehr als 200 Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle einen Namen gemacht hatte. Der Name Schinderhannes ist ein Verweis auf den Beruf des Abdeckers, die mancherorts auch Schinder genannt wurden. Bückler war schon als Lehrjunge so gerufen worden. Dass er nun vor Gericht stand, erregte in jener Zeit europaweit Aufsehen. Spektakulär war auch die Besteigung des südamerikanischen Berges Chimbarazo, den der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) mit dem französischen Botaniker Aimé Jacques Alexandre Bonpland (1773-1858) zusammen bis auf eine Höhe von 5.497 bezwang. Der Berg hat eine Höhe von 6.267 Metern. Zum ersten Mal wurde hierbei eine genaue Beschreibung der Höhenkrankheit veröffentlicht, die Humboldt ausführlich beschrieb. Im thüringischen Bad Lauchstädt wurde 1802 das Goethe-Theater eröffnet. Es ist das einzige original erhaltene Theater aus der Zeit des großen Dichters Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der bei der Eröffnung in Bad Lauchstädt anwesend war. Das Weimarer Hoftheater gastierte seit 1791 regelmäßig in Bad Lauchstädt zu Sommeraufführungen. Die Räumlichkeiten waren allerdings nicht zufrieden stellend. Schließlich beschloss man, das Goethe-Theater zu bauen, das heute noch existiert. Bis in die heutige Zeit existiert auch, was in Amerika 1802 gegründet wurde – das Unternehmen „DuPont“. Heute ist er einer der größten Konzerne der Chemischen Industrie weltweit. Gegründet wurde das Unternehmen als Sprengstoff-Fabrik.
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