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Das geschah 1753
1753 war vor allem für Frankreich ein bewegtes Jahr. Der Radikalphilosoph Jean-Jacques Rousseau veröffentlichte sein Buch "Über die Ungleichheit der Menschen" und verlieh damit der Unzufriedenheit der Bevölkerung eine Stimme. Zu sehr litten die Menschen einerseits an den Folgen schlechter Ernten und andererseits unter einer zu hohen Abgabenlast. Es schien, dass der König Ludwig XV. sich für die Probleme im Land nicht interessierte. In mehreren Provinzen kam es zu Aufständen, die jedoch niedergeschlagen wurden, ohne irgendwelche Erleichterungen zu bewirken. Die Revolution sollte noch lange auf sich warten lassen.
In Russland begründtete die Zarin Elisabeth Petrowna eine Tradition, die künftig tausende Biographien prägen sollte: Bisher wurde eine große Anzahl von Straftaten mit dem Tode geahndet. Doch ab jetzt verbannte man einen Großteil der Verurteilten nach Sibirien. Nur auf schwerste Verbrechen folgte jetzt noch die Hinrichtung. Damit schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man konnte eine Modernisierung des Strafrechts vorweisen und gleichzeitig die Besiedlung riesiger bisher unerschlossener Gebiete vorantreiben.
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Ereignisse & Schlagzeilen 1753