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Die besten Serien der 80er Jahre

Viele der ehemaligen TV-Erfolge aus den 80er Jahren genießen heute Kultstatus und konnten sogar neue Fans dazugewinnen. Zurecht, denn in diesem Jahrzehnt war nahezu jedes Genre mit mindestens einer großartigen Produktion vertreten. Viele der TV-Formate wurden auch nach dem Ende der 80er Jahre noch regelmäßig ausgestrahlt. Einige gibt es auch heute noch zu sehen. Teils kommen sie als neues Format ins Fernsehen, teils werden sie immer noch produziert wie früher.

Krimi- und Action für Spannung und Nervenkitzel
Die Krimi-Serien der 80er zeichnen sich durch männliche Charaktere aus, die den Typus des starken Mannes verkörpern. Viele drehten sich um Polizisten, Privatdetektive oder (Geheim-)
Agenten. Diese kämpfen unerschrocken und unbestechlich gegen das Verbrechen. Ein Paradebeispiel ist die Serie Miami Vice, die von 1984-1989 produziert wurde und maßgeblich das spätere Bild der 80er Jahre geprägt hat. Die beiden Hauptfiguren James 'Sonny' Crockett (Don Johnson) und Ricardo Tubbs (Philip Michael Thomas) ermitteln als Undercover-Agenten im Drogen-, Geldwäscher- und Schmuggler-Milieu. Damit greift die Serie beispielsweise die Problematik des in den 80er Jahren boomenden Drogenhandels auf.
Über einen Mangel an spektakulären Action-Serien musste sich in den 80er Jahren wahrlich keiner beklagen. Eines der bekanntesten Beispiele aus dieser Zeit ist Das A-Team, produziert 1983-1987. Die Serie dreht sich um vier ehemalige Vietnam-Soldaten, die unschuldig eines Verbrechens angeklagt werden und deshalb untertauchen müssen. Das hält die Vier jedoch nicht davon ab, in bester 'Robin-Hood Manier', Menschen in Not zu helfen. 2010 erschien in neuer Besetzung ein Spielfilm über die berühmte Truppe.

Drama und Intrigen
Das Drama-Genre der 80er Jahre wird wohl durch kaum eine Serie so verkörpert wie Der Denver Clan (1981-1989). Im Zentrum steht die den amerikanischen Wohlstand der Zeit
verkörpernde Familie Carrington, an deren Spitze Geschäftsmann und Familienoberhaupt Blake Carrington (John Forsythe). Dieser hat neben dem hart umkämpften Öl-Geschäft vor allem mit seiner eigenen Familie und den hier herrschenden Rivalitäten und Intrigen zu tun. Unvergessen ist Schauspielerin Joan Collins in der Rolle von Exfrau Alexis, welche wohl den Prototyp der exzentrischen Diva darstellt. Die Beliebtheit von Dramenserien in diesem und anderem Stil ist auch heute noch ungebrochen. Während Serien wie Revenge starke Züge vom "Denver Clan" aufweisen, spielen aktuelle Dramenproduktionen auch mit anderen Genres wie Fantasy (Misfits) oder Horror (The Walking Dead).

Komödie (Sitcom) und Familienunterhaltung
Einige beliebte Serienfiguren haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das lange, nachdem die dazugehörigen Serien beendet wurden. Ein typisches Beispiel ist die Rolle des Al Bundy (Ed O'Neill) in der Serie Eine schrecklich nette Familie (1987-1997). Das Bild des erfolglosen Schuhverkäufers auf dem heimischen Sofa hat sich wohl für alle Zeit in das Gedächtnis der Fans eingebrannt. Der Grund für den Erfolg: Die Serie ist eine einzige Persiflage auf den amerikanischen Traum und die Familie Bundy bildet den krassen Gegensatz des 'sauberen' Familien-Images.

Was die Serien auszeichnet
Die Serien der 80er Jahre haben Helden und Anti-Helden geschaffen. Sie zeugen von sehr viel kreativem Ideenreichtum und haben die verschiedenen Genres bis heute maßgeblich mitgeprägt. In den Handlungen wurden viele gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen und zum Teil erstmals Bestandteil eines Fernsehformats. Die kulturelle Verarbeitung des Vietnam-Traumas ist nur als ein Beispiel zu nennen. Damit stehen die Serien für Vielfalt und Ideenreichtum.
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