Oktober 1960 - Machtkämpfe auf Kuba, in der DDR und in der UNO

Kalender Oktober 1960
Wer auf Kuba den Ministerpräsident Fidel Castro nicht akzeptierte, ihn gar kritisierte und gegen ihn arbeitete, musste mit hohen Strafen rechnen. Das zeigte sich einmal mehr, als Fidel Castro 13 seiner Gegner hinrichten ließ. Unter ihnen hatte sich auch ein US-Amerikaner befunden. Die Vereinigten Staaten hatten derweil auf die Verstaatlichung der Öl-Firmen und Banken reagiert. Sie hatten ein Export-Embargo gegen den Inselstaat verhängt. Politische Gegner waren auch in der DDR nicht gern gesehen. So geschehen bei einem Ernte-Einsatz: Dabei hatten sich Studenten kritisch über die Zwangskollektivierung geäußert. Die 45 Studenten der Universität Rostock wurden daraufhin exmatrikuliert. Und die Sowjetunion focht einen harten Machtkampf innerhalb der Vereinten Nationen (UNO) aus. Der Ministerpräsident der UdSSR, Nikita S. Chruschtschow, hatte vor der UN-Vollversammlung in New York mit dem Austritt der Ostblockstaaten gedroht, falls der Volksrepublik China die Aufnahme in die Organisation verweigert werden würde.
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Wichtige Ereignisse im Oktober 1960

1. Oktober
Nigeria/Großbritannien 1960 – Nigeria war von Großbritannien unabhängig geworden. Es hatte seine Souveränität erhalten.
1. Oktober
Sowjetunion/UNO 1960 – Vor der UN-Vollversammlung in New York hatte der Ministerpräsident der Sowjetunion, Nikita S. Chruschtschow, mit dem Austritt der Ostblockstaaten gedroht, falls der Volksrepublik China verweigert werden würde, in die UNO aufgenommen zu werden.
1. Oktober
Sowjetunion 1960 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau war für Studenten aus Entwicklungsländern die „Universität der Völkerfreundschaft“ eröffnet worden.
1. Oktober
Panama 1960 – Der konservative Politiker Roberto Francisco Chiari war nach seinem Sieg bei den Wahlen am 8. Mai Präsident der Republik Panama geworden.
1. Oktober
Frankreich/Algerien 1960 – Wegen Unterstützung der algerischen Unabhängigkeitsbewegung waren 17 Personen von einem Militärgericht zu Freiheitsstrafen zwischen acht und zehn Monaten verurteilt worden.
1. Oktober
BRD 1960 – In Braunschweig war einer der modernsten Bahnhöfe in Europas seiner Bestimmung übergeben worden, nachdem der Bau vier Jahre beansprucht hatte.
1. Oktober
Mali 1960 – Die Malischen Streitkräfte waren gegründet worden.
2. Oktober
BRD 1960 – Der ehemalige saarländische Ministerpräsident Hubert Ney, der bis 1959 in der CDU gewesen war, hatte mit der Christlich Nationalen Gemeinschaft (CNG) eine neue Partei gegründet.
2. Oktober
BRD 1960 – Die größte Vertriebenensiedlung in der Bundesrepublik, Allendorf im Landkreis Marburg, hatte die Stadtrechte erhalten.
2. Oktober
Guatemala/USA 1960 – In New York war der Botschafter Guatemalas in Belgien und den Niederlanden im Besitz von 50 Kilogramm Heroin verhaftet worden. Es war die größte Rauschgiftmenge, die von der US-amerikanischen Bundeskriminalpolizei (FBI) bisher je sichergestellt worden war.
2. Oktober
Brasilien 1960 – In São Paulo fand das Eröffnungsspiel FC São Paulo gegen Sporting Lissabon im neu erbauten Morumbi-Stadion statt.
3. Oktober
BRD/Afghanistan 1960 – Mit der Zusicherung einer verstärkten Wirtschaftshilfe für Afghanistan hatte Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard einen fünftägigen Besuch in diesem asiatischen Land beendet.
3. Oktober
Brasilien 1960 – Der Kandidat der oppositionellen Nationaldemokratischen Partei, Jânio da Silva Quadros, hatte bei den Präsidentschaftswahlen die Mehrheit bekommen. Er hatte sein Amt am 31. Januar 1961 angetreten.
3. Oktober
BRD 1960 – Die Passionsspiele in Oberammergau (Bayern), die am 17. Mai begonnen hatten, waren zu Ende gegangen.
4. Oktober
USA/Raumfahrt 1960 – Auf dem US-amerikanischen Weltraumstützpunkt Kap Canaveral war der erste aktive Kommunikationssatellit „Courier IB“ in eine Erdumlaufbahn geschossen worden.
4. Oktober
BRD 1960 – In der Reisesaison 1960 hatten 70 Prozent der 13 Millionen deutschen Urlauber ihre Ferien in der Bundesrepublik verbracht. Dies hatte der deutsche Reisebüroverband in Kiel mitgeteilt.
4. Oktober
USA 1960 – Kurz nach dem Start war ein US-Verkehrsflugzeug in den Hafen von Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) gestürzt. Elf Insassen von den 72 Insassen hatten überlebt.
5. Oktober
Schweiz 1960 – Der Nationalrat hatte eine Reform der eidgenössischen Armee gebilligt. Die Truppen waren in rasch bewegliche Einheiten umgewandelt worden. Die Möglichkeit der Einführung der Wehrdienstverweigerung war gescheitert, die die oppositionellen Sozialdemokraten beantragt hatten.
5. Oktober
Südafrika 1960 – In einer Volksabstimmung hatten 52,3 Prozent der weißen Bevölkerung des Landes für eine Umwandlung der bisherigen konstitutionellen Monarchie in eine Republik gestimmt. Die schwarze Mehrheit der Einwohner war von dem Referendum ausgeschlossen gewesen.
5. Oktober
Dänemark/Niederlande/DDR 1960 – Wegen der Behinderungen im Berlin-Verkehr hatten die Regierungen Dänemarks und der Niederlande beschlossen, keine Ein- oder Durchreisevisa mehr an DDR-Bürger zu vergeben.
5. Oktober
Frankreich 1960 – In mehreren Departements Mittel- und Südfrankreichs hatte es nach schweren Regenfällen eine Überschwemmungskatastrophe gegeben. Dabei waren zehn Menschen ums Leben gekommen.
5. Oktober
Fußball 1960 – Im Rheinstadion hatte Borussia Mönchengladbach das Endspiel gegen den Karlsruher SC 3:2 um den deutschen Fußballpokal gewonnen.
6. Oktober
BRD 1960 – Der Mainzer Universitätsprofessor Karl Holzamer hatte sich bereit erklärt, die Intendanz des umstrittenen zweiten Fernsehprogramms zu übernehmen. Nach Hamburg, Bremen und Niedersachsen hatte auch Hessen beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die Deutschland-Fernsehen-GmbH Klage eingereicht.
6. Oktober
Frankreich/International 1960 – Die europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) in Brüssel hatte dem Mitgliedsland Frankreich die Erlaubnis zum Deponieren von Behältern mit radioaktivem Müll im Mittelmeer erteilt.
7. Oktober
Großbritannien 1960 – Der Parteitag der britischen Labour Party, der in Scarborough am 3. Oktober begonnen hatte, war zu Ende gegangen. Die wichtigsten Beschlüsse des Parteitages waren die Forderung nach einem Atomwaffenverzicht Großbritanniens und die Billigung einer gemäßigten Sozialisierungspolitik der Partei gewesen.
7. Oktober
UNO 1960 – Sechs Tage nachdem Nigeria die Unabhängigkeit erlangt hatte, war das Land als 99. Mitgliedsstaat in die Vereinten Nationen (UNO) aufgenommen worden.
7. Oktober
BRD/Film 1960 – Der Film „Psycho“ des britischen Regisseurs Alfred Hitchcock hatte seine deutsche Erstaufführung erlebt.
7. Oktober
BRD 1960 – Auf dem Niederrhein waren elf Schiffe in eine Kollision verwickelt gewesen. Dabei waren zwei Menschen getötet ums Leben gekommen.
7. Oktober
BRD 1960 – In Frankfurt am Main hatte die Hauptstelle zur Bekämpfung der Suchtgefahren mitgeteilt, dass im Jahr 1959 für den Alkoholkonsum 17,6 Milliarden DM ausgegeben worden waren. Dies entsprach 10 Prozent des Volkseinkommens.
7. Oktober
Nigeria 1960 – Im Rahmen der Unabhängigkeitsfeiern des Landes war die University of Nigeria in Nsukka eröffnet worden.
8. Oktober
BRD/Frankreich 1960 – Der französische Ministerpräsident Michel Debré war zu einem Staatsbesuch zwei Tage in Bonn gewesen. In seinen Gesprächen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte Debré über die französischen Vorschläge zu einer Reform der westlichen Verteidigungsallianz (NATO) keine Einigung erzielen können.
8. Oktober
Italien 1960 – Anlässlich des 40. Jahrestages der Abtretung an Italien war es in Südtirol zu zahlreichen Demonstrationen für eine Selbstbestimmung der Teilprovinz Bozen gekommen.
9. Oktober
BRD 1960 – Auf ihrer Bundestagung in Mehlem (Bonn, Nordrhein-Westfalen) hatte die Christlich-soziale Kollegenschaft das Ende ihrer Mitgliedschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) beschlossen. Als Begründung war eine „Sozialdemokratisierung“ des DGB angegeben worden.
9. Oktober
Leichtathletik 1960 – Aus „disziplinarischen Gründen“ war der Weltrekordinhaber über 110 m Hürden, Martin Lauer, vom Deutschen Leichtathletikverband für Länderkämpfe und Auslandsstarts gesperrt worden.
10. Oktober
Algerien/Sowjetunion 1960 – Der Ministerpräsident der algerischen Exilregierung, Ferhat Abbas, hatte einen fünftägigen Aufenthalt in Moskau beendet. Der Ministerpräsident der Sowjetunion, Nikita S. Chruschtschow, hatte am 7. Oktober in New York die Anerkennung der Exilregierung in Tunis erklärt.
10. Oktober
BRD 1960 – Die Kölner Ford-Werke hatten das 30-jährige Bestehen ihres Betriebes begangen.
10. Oktober
Pakistan 1960 – Nach verheerenden Wirbelstürmen und Flutwellen waren in Ostpakistan etwa 6.000 Menschen ums Leben gekommen. +11. Oktober
Italien/Sowjetunion 1960 – Die Regierungen von Italien und der Sowjetunion hatten ein Abkommen unterzeichnet, in dem die Lieferung von 12 Millionen Tonnen sowjetischen Erdöls im Austausch gegen italienische Industrieprodukte vorgesehen waren. Der Vertrag hatte einen Gesamtwert von 200 Millionen US-Dollar (834 Millionen DM) umfasst.
11. Oktober
Island/Großbritannien 1960 – In der isländischen Hauptstadt Reykjavik waren die Verhandlungen über die Beendigung des „Kabeljau-Krieges“ zwischen der Regierung Islands und der britischen Regierung abgebrochen worden, ohne dass ein Ergebnis erzielt worden war. Island hatte am 1. September 1958 eigenmächtig von drei auf zwölf Seemeilen seine Fischereizone erweitert. Damit waren von Island wiederholte Zwischenfälle mit Großbritannien ausgelöst worden.
11. Oktober
Südkorea 1960 – In der Hauptstadt Seoul war das südkoreanische Parlament von etwa 5.000 Studenten gestürmt und für kurze Zeit besetzt worden. Sie hatten eine schärfere Bestrafung der Verantwortlichen für die Verbrechen unter dem Regime des zurückgetretenen Präsidenten Syngman Rhee gefordert.
11. Oktober
West-Berlin 1960 – Im West-Berliner Stadtteil Dahlem war die erste US-amerikanisch-deutsche Gemeinschaftsschule eröffnet worden. Unterrichtet wurden Deutsch und Englisch als gleichberechtigte Sprachen in der sechsklassigen Grundschule.
11. Oktober
BRD/Kolumbien 1960 – Zwischen der Bundesrepublik und Kolumbien war ein Kulturabkommen abgeschlossen worden, das am 18. November 1965 in Kraft getreten war.
12. Oktober
NATO 1960 – Der Oberbefehlshaber der westlichen Verteidigungsallianz (NATO) in Europa, Lauris Norstad, hatte die NATO als vierte Atommacht vorgeschlagen.
12. Oktober
Japan 1960 – Der Vorsitzende der sozialistischen Oppositionspartei des Landes, Inejro Asanuma, war während einer Fernsehdirektübertragung erstochen worden.
12. Oktober
BRD 1960 – Die Nachricht, dass in der BRD eine Gaszentrifuge erfunden worden war, mit der preiswert radioaktives Uran 235 hergestellt werden konnte, hatte weltweit für Aufsehen in den Medien und in der Politik gesorgt. Jedoch war das Verfahren bereits seit 1941 international bekannt. Technisch ausgereift war es noch nicht gewesen.
12. Oktober
Europa 1960 – In Bern (Schweiz) war eine zweitägige Ministertagung der Europäischen Freihandelszone (EFTA) zu Ende gegangen. Die Teilnehmer hatten bekräftigt, dass sie nicht die Absicht hatten, Handelsbeschränkungen gegenüber Drittländern einzuleiten.
12. Oktober
Fußball 1960 – In Basel (Schweiz) hatte die schweizerische Fußball-Nationalmannschaft das Team Frankreichs 6:2 besiegt.
13. Oktober
Kuba 1960 – Durch Erschießen waren auf Kuba 13 Gegner von Ministerpräsident Fidel Castro hingerichtet worden. Unter den Hingerichteten hatte sich ein US-Bürger befunden.
13. Oktober
BRD 1960 – Wegen ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit waren bisher 15 Richter und Staatsanwälte aus dem öffentlichen Dienst entfernt worden. Die war auf einer Konferenz der Justizminister der Bundesländer in Wiesbaden bekanntgegeben worden.
13. Oktober
BRD 1960 – Drei Männer waren vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu Haftstrafen zwischen 12 und 24 Monaten verurteilt worden. Ihre Straftat: Sie verteilten eine Zeitschrift der verbotenen Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bundesweit.
13. Oktober
USA/Raumfahrt 1960 – An Bord einer US-amerikanischen Rakete hatten drei Mäuse einen Raumflug in 1100 km Höhe unbeschadet überstanden. Das Experiment sollte die Ungefährlichkeit des Van-Allen-Strahlungsgürtels im Weltall für Lebewesen nachweisen.
13. Oktober
UNO 1960 – Der sowjetische Staatschef Nikita S. Chruschtschow hatte vor der UNO-Vollversammlung mehrmals mit seinem Schuh auf das Pult getrommelt, um Ruhe im Plenarsaal eintreten zu lassen.
14. Oktober
UNO 1960 – Der sowjetische Regierungschef Nikita S. Chruschtschow hatte nach einer Anwesenheit von vier Wochen mit spektakulären Auftritten die 15. UNO-Vollversammlung verlassen.
14. Oktober
Türkei 1960 – Der Prozess gegen Anhänger des gestürzten Präsidenten Adnan Menderes war eröffnet worden.
14. Oktober
USA 1960 – US-Präsident Dwight D. Eisenhower beging seinen 70. Geburtstag als bisher erster Präsident, der dieses Alter während seiner Amtszeit erreicht hatte.
14. Oktober
BRD 1960 – In Bochum (Nordrhein-Westfalen) war in einem ehemaligen Kino die erste vollautomatische Zehn-Bahnen-Bowling-Anlage der Bundesrepublik eröffnet worden.
15. Oktober
BRD/Film 1960 – Der US-Film „Ben Hur“ kommt in die Kinos der Bundesrepublik. Er ist der bisher teuerste Film der Kinogeschichte.
16. Oktober
Italien/Österreich 1960 – Neofaschistische italienische Jugendliche hatten in mehreren Städten Italiens gewaltsam gegen die Bestrebungen Österreichs zur Durchsetzung einer Autonomie für Südtirol protestiert.
16. Oktober
BRD/DDR 1960 – Das Präsidium des Deutschen Sportbundes (DSB) hatte seine Mitgliedsverbände aufgefordert, keine DDR-Sportler mehr zu empfangen, sofern deren Kleidung mit dem Staatswappen der DDR versehen war.
16. Oktober
Radrennsport 1960 – In Köln hatten die Radrennfahrer Klaus Bugdahl und Hans Junkermann ihren Titel bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Profi-Fahrer über 100 km überlegen verteidigen.
16. Oktober
Handball 1960 – Mit einem 10:9-Sieg gegen den TuS Lintfort war der TSV Ansbach in Oberhausen Deutscher Meister im Feldhandball geworden.
17. Oktober
DDR 1960 – Bei einem Ernte-Einsatz hatten sich Studenten kritisch über die Zwangskollektivierung der DDR-Landwirtschaft geäußert. Die 45 Studenten der Universität Rostock waren daraufhin exmatrikuliert worden.
17. Oktober
Libyen 1960 – Das Kabinett des Königreichs unter Abd Al Madschid Kubar war zurückgetreten. Neuer Ministerpräsident war Muhammad Uthman as-Said geworden.
17. Oktober
Italien 1960 – Weite Teile der Lagunenstadt Venedig waren von Überschwemmungen betroffen.
18. Oktober
BRD 1960 – Innerhalb der Bundesrepublik waren seit 1949 insgesamt 980.551 Vertriebene aus strukturschwachen Gebieten in Industrieregionen umgesiedelt worden. Dies war aus dem „Informationsblatt der Evangelischen Kirche“ in Bielefeld hervorgegangen.
18. Oktober
Großbritannien 1960 – In London hatten zwei renommierte Tageszeitungen ihr Erscheinen eingestellt.
18. Oktober
Niederlande/BRD 1960 – Nahe der niederländischen Stadt Groningen waren zwei Düsenjäger der Bundeswehr vom Typ F-86 D Sabre zusammengestoßen. Einer der beiden Piloten kam dabei ums Leben. Der andere hatte sich mit dem Fallschirm retten können.
18. Oktober
UNESCO 1960 – Der westafrikanische Staat Dahomey (heute Benin) war neues Mitglied der UNESCO geworden.
19. Oktober
USA/Kuba 1960 – Die Vereinigten Staaten hatten gegenüber Kuba ein Export-Embargo verhängt.
19. Oktober
USA 1960 – Der Bürgerrechtler Martin Luther King und 50 einer Anhänger waren bei einem Sit-in in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) festgenommen worden. Auf Intervention des US-Präsidentschaftskandidaten John F. Kennedy wurde King am 27. Oktober wieder auf freien Fuß gesetzt.
19. Oktober
BRD 1960 – Der Schiller-Preis 1960 der Stadt Mannheim (Baden-Württemberg) war an den Professor für Politikwissenschaften an der Universität Tübingen, Theodor Eschenburg, verliehen worden.
20. Oktober
Sowjetunion 1960 – In einer Rede in der Hauptstadt Moskau hatte Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow eine Lösung der Deutschland-Frage angekündigt.
20. Oktober
Frankreich 1960 – In der Hauptstadt Paris hatten rund 10.000 Arbeiter des französischen Automobilkonzerns Renault gegen die geplante Entlassung von 3.000 Mitarbeitern des Staatsbetriebes demonstriert. Renault hatte einen erheblichen Rückgang im Exportgeschäft verzeichnet.
20. Oktober
USA/Europa 1960 – Zum ersten Mal war die internationale Ausgabe der „New York Times“ gleichzeitig mit der US-Ausgabe in Europa erschienen. Die Texter waren per Funkfernschreiber satzfertig nach Paris überspielt worden.
21. Oktober
BRD/Sowjetunion 1960 – Der sowjetische Botschafter in der BRD, Andrei A. Smirnow, hatte während einer Rede von Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard zur Eröffnung der deutschen Afrika-Woche in Bonn unter Protest den Saal verlassen. Erhard hatte die afrikanischen Politiker gewarnt vor einem „sowjetischen Imperialismus“. Die BRD hatte sich anschließend förmlich entschuldigt.
21. Oktober
Großbritannien/International 1960 – In der britischen Hauptstadt London war eine Gold-Hausse bisher unbekannten Ausmaßes an der Börse verzeichnet worden.
21. Oktober
Großbritannien 1960 – Königin Elisabeth II. taufte das erste Atom-Unterseeboot der britischen Marine auf den Namen „Dreadnought“. Es war in Barrow-in-Furness vom Stapel gelassen worden.
22. Oktober
BRD 1960 – Die Industriegewerkschaft Metall hatte sich für eine Vergesellschaftung von Schlüsselindustrien ausgesprochen.
22. Oktober
BRD/Literatur 1960 – Die bedeutendste literarische Auszeichnung der BRD, der Georg-Büchner-Preis, wurde von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt dem Lyriker Paul Celan (1920-1970) verliehen.
22. Oktober
BRD 1960 – Der Triebtäter Heinrich Pommerenke war wegen mehrfacher Sexualmorde zu sechs Mal lebenslangem Zuchthaus und weiteren 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dies war der bisher strengste Schuldspruch eines Gerichts in der Bundesrepublik nach dem Ende des Krieges gewesen.
23. Oktober
BRD 1960 – Die CDU hatte bei den Kommunalwalen in Hessen und Rheinland-Pfalz Stimmengewinne von fast vier Prozent erzielen können. In Hessen war dennoch die SPD mit 40,4 Prozent stärkste Partei geblieben. In Rheinland-Pfalz war die CDU stärkste Kraft mit 45,3 Prozent in den Gemeindeparlamenten geworden.
23. Oktober
Boxen 1960 – In Louisville (US-Bundesstaat Kentucky) hatte der US-amerikanische Boxer Cassius Clay seinen ersten Kampf als Boxprofi bestritten. Clay hatte in sechs Runden nach Punkten gewonnen.
24. Oktober
Japan 1960 – Das japanische Unterhaus hatte sich aufgelöst. Trotz des Mordes an Oppositionsführer Inejro Asanuma am 12. Oktober waren die Neuwahlen für den 20. November angesetzt worden.
24. Oktober
DDR 1960 – In der Sternwarte Tautenburg bei Jena war das bisher größte Spiegelteleskop Europas mit einem Spiegeldurchmesser von 2 m seiner Bestimmung übergeben worden.
24. Oktober
BRD 1960 – Mit drei Millionen verkauften Exemplaren hatte das „Tabellenbuch für Metallgewerbe“ von Wilhelm Friedrich die höchste Auflage erreicht, die ein deutsches Buch seit 1945 erzielt hatte.
25. Oktober
Frankreich/BRD 1960 – In der französischen Hauptstadt Paris hatten die Regierungen Frankreichs und der Bundesrepublik ein Abkommen unterzeichnet, das deutschen Truppen die Möglichkeit gab, Militärausbildung und Durchführung von Manövern auf französischem Gebiet abzuhalten.
25. Oktober
BRD 1960 – Die 30 km lange Strecke zwischen Hagen-Ost und Wuppertal war eröffnet worden. Es war das teuerste Teilstück im Autobahnnetz der Bundesrepublik. Es hatten 44 Brücken auf diesem Abschnitt der „Ruhr-Tangente“ Kosten von 5 Millionen DM pro Kilometer verursacht.
25. Oktober
Niederlande/Großbritannien 1960 – Über niederländischem Gebiet waren die britische Königin Elisabeth II. und ihr Mann Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, nur knapp einem Flugzeugabsturz entgangen. Zwei deutsche Düsenjäger hatten die Maschine des Königspaares in nur 15 Meter Entfernung passiert.
26. Oktober
BRD 1960 – Das Bundeskabinett in Bonn beschloss eine Erhöhung der Sozialtarife der Deutschen Bundesbahn. Damit kostete die kleinste Zone 15 DM statt bisher 12 DM bei Arbeitermonatskarten.
26. Oktober
El Salvador 1960 – Der Präsident des südamerikanischen Landes, José Maria Lemus, war durch einen Militärputsch gestürzt worden und hatte sich nach Costa Rica ins Exil begeben. Die linksgerichtete Militärjunta unter Oberst Miguel Angel Castillo hatte den Ausnahmezustand aufgehoben und die politischen Gefangenen freigelassen.
26. Oktober
Fußball 1960 – In Belfast (Nordirland) hatte die deutsche Fußballnationalmannschaft im ersten Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile die Mannschaft von Nordirland 4:3 besiegt.
27. Oktober
BRD 1960 – Bundesratsminister Hans-Joachim von Merkatz hatte zusätzlich das Ministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte übernommen. Damit trat er die Nachfolge von Theodor Oberländer an, der am 3. Mai zurückgetreten war.
27. Oktober
UNESCO 1960 – Die Elfenbeinküste (Côte d‘Ivoire) war Mitglied der UNESCO geworden.
28. Oktober
BRD 1960 – Der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle waren als bundeseigene Radioanstalten zugelassen worden.
28. Oktober
BRD/Tschechoslowakei 1960 – Der Bundestagsabgeordnete Alfred Frenzel (SPD) war wegen des Verdachts der Spionage für den Geheimdienst der Tschechoslowakei verhaftet worden.
28. Oktober
BRD 1960 – Zugunsten von verkaufsoffenen Samstagen waren die „silbernen“ und „goldenen“ Sonntag abgeschafft worden.
29. Oktober
BRD 1960 – Der stellvertretende CSU-Vorsitzende, Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß, hatte auf der Landesversammlung in München seine erste Abstimmungsniederlage erlitten. Strauß hatte beantragt, dass nur noch der Parteivorstand in Zukunft die Bundestagskandidaten nominieren sollte.
29. Oktober
BRD/Fußball 1960 – Von den bundesdeutschen Journalisten war der Hamburger Mittelstürmer Uwe Seeler vom HSV zum Fußballer des Jahres gewählt worden.
30. Oktober
BRD 1960 – In der Bundesrepublik kamen auf jede Geburt drei Schwangerschaftsunterbrechungen. Dies hatte die Deutsche Gesellschaft für Ehe und Familie, Pro Familia, mitgeteilt. Dabei waren die meisten Abtreibungen illegal vorgenommen worden.
30. Oktober
Fußball 1960 – Im Wiener Praterstadion hatte die österreichische Fußballnationalmannschaft ein Länderspiel gegen Spanien 3:0 gewonnen.
31. Oktober
UNO/Österreich/Italien 1960 – Die UN-Vollversammlung hatte gefordert, dass Österreich und Italien in neue Verhandlungen in der Südtirolfrage eintreten sollten.
31. Oktober
BRD/DDR/West-Berlin 1960 – Das Informationsbüro West in West-Berlin hatte mitgeteilt, dass in der DDR ein Deutscher Soldatensender errichtet worden war, dessen Programm sich an Soldaten der Bundeswehr wandte und aus aktueller Unterhaltungsmusik bestand, die mit politischer Propaganda gemischt war.
31. Oktober
Österreich/BRD/Schweiz 1960 – In der schweizerischen Gemeinde Steckborn war von den Bodensee-Anliegerstaaten Österreich, Schweiz und Bundesrepublik ein Internationales Übereinkommen zum Schutz des Gewässers vor Verunreinigungen unterzeichnet worden.
31. Oktober
Iran 1960 – Kaiserin Farah Pahlavi, die Gemahlin des späteren Reza Pahlavi II., hatte einen Sohn geboren. Er war der alten iranischen Verfassung gemäß designierter Thronfolger des Irans.
Oktober 1960 in den Nachrichten
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