Biografie Anke Rehlinger Lebenslauf Steckbrief
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Biographie Anke Rehlinger Lebenslauf

Die am 6. April 1976 in der saarländischen Gemeinde Wadern, etwa 35 km nördlich von Saarbrücken, als „Anke Moos“ geborene und mit dem Arzt Thomas Rehlinger verheiratete SPD-Politikerin Anke Rehlinger wuchs in der Gemeinde Nunkirchen (seit 1974 Ortsteil von Wadern) auf. Sie besuchte im nahe gelegenen Merzig das Gymnasium. 1995 machte sie ihr Abitur. Es folgte von 1995 bis 2000 das Jura-Studium in Saarbrücken, das Anke Rehlinger nach erfolgreichem Abschluss des 1. Staatsexamens durch ein Aufbaustudium an der Verwaltungshochschule in Speyer ergänzte. Nach zweijährigem Referendariat und bestandenem 2. Staatsexamen 2003 arbeitete die Saarländerin kurzeitig als angestellte Referentin und Juristin. 2005 erhielt Anke Rehlinger die Zulassung als Rechtsanwältin.
Neben ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit war Anke Rehlinger im Leistungssport aktiv. Sie war bis in ihre Mittzwanziger-Jahre als Mitglied (damals noch unter ihrem Mädchennamen) des LC Rehlingen überaus erfolgreich in Leichtathletikdisziplinen. So stellte sie 1996 mit einer Weite von 16,03 m einen „ewigen“ Landesrekord im Damen-Kugelstoßen auf. Aber auch noch später konnte die Mutter eines Sohnes ihre Fitness und Sportlichkeit regelmäßig bei Senioren-Wettbewerben mit Kugel und Diskus unter Beweis stellen.
Anke Rehlinger ist 1998 in die SPD eingetreten. Sie engagierte sich in der Kommunalpolitik. Die Sozialdemokratin saß viele Jahre im Nunkirchener Ortsrat und im Stadtrat von Wadern. Auf Parteiebene nahm sie rasch Vorsitzpositionen bei den saarländischen Jusos und bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen ein. Von 2005 bis 2009 war Rehlinger Stadtverbandsvorsitzende der SPD in Wadern. 2006 übernahm sie auch den SPD-Kreisvorsitz von Merzig-Wadern und 2013 zusätzlich den stellvertretenden Landesvorsitz. Zum ersten Mal in den Saar-Landtag wurde sie 2004 gewählt. Bei den folgenden drei Landtagswahlen (2009, 2012 und 2017) konnte sie im heimischen Wahlkreis Saarlouis ihren Abgeordnetensitz verteidigen.
Nach dem Auseinanderfallen der von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) geführten Jamaika-Koalition (CDU, FDP, Grüne) kam es 2012 zu Neuwahlen im Saarland. Als Folge der Wahlergebnisse koalierten die beiden stärksten Fraktionen CDU (35,2 %) und SPD (30,6 %). In der im Mai 2012 gebildeten Großen-Koalitions-Regierung Karrenbauer-Kramp II besetzten die Sozialdemokraten drei der sieben Ministerposten. Anke Rehlinger wurde mit den Justiz- und Umweltressorts betraut. Nachdem Heiko Maas, der SPD-Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, ins Bundeskabinett gewechselt hatte, übernahm Rehlinger sein Super-Ministerium. Zudem übernahm sie auch Maas´ Position als stellvertretende Ministerpräsidentin.
Anfang 2015 sorgte Anke Rehlinger mit einem Vorschlag zur Erbschaftssteuerreform für bundesweite Medienaufmerksamkeit. Sie schlug vor, das Erbschaftssteuer-Recht durch Einführung von nur drei Steuersätzen und durch Abschaffung von Privilegien bei Vererbungen von Unternehmensvermögen radikal zu vereinfachen und gerechter zu machen. Der Vorschlag sorgte für heftige Gegenrede aus Reihen der Wirtschaft.
2017 führte Anke Rehlinger die Saar-Partei als Spitzenkandidatin in den Landes-Wahlkampf. Mit 29,6 % der Stimmen konnten die Sozialdemokraten ihre Stimmenanteil im Vergleich zu den vorherigen Wahlen in etwa halten. Die SPD ging am 17. Mai mit der gestärkt aus den Wahlen hervorgehenden CDU (40,7 %) erneut eine Große Koalition ein. Anke Rehlinger behielt ihren Kabinettsposten.
SPD-Landesvorsitzender Heiko Maas gab 2018 den saarländischen Landesvorsitz ab, nachdem er zum Bundesaußenminister ernannt worden war. Die im Dezember 2017 bereits als Beisitzerin in den Bundesvorstand ihrer Partei aufgestiegene Anke Rehlinger wurde in seiner Nachfolge vom Parteitag im März 2018 zur SPD-Chefin an der Saar gewählt. Rehlinger erhielt fast 95 % der Delegiertenstimmen.
Die erste Frau, die es in der Geschichte der Saar-SPD an die Spitze geschafft hat, rief zu einem Aufbruch in ihrem Landesverband auf, um wieder mehr Frauen und Jüngere für die Sozialdemokratie zu begeistern.
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n.n.v.