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Ford Capri Historie - die Legende des deutschen Mustang

Der Ford Capri, auch als deutscher Mustang bezeichnet, eroberte die Herzen vieler Menschen. Anfang 1969 herausgebracht, entwickelte sich das Auto schnell zu einem Kult-Projekt, von dem zwischen 1969 und 1986 fast zwei Millionen Stück verkauft wurden. Bereits in den ersten Monaten gingen 50.000 Bestellungen bei dem Autobauer ein.
Mit dem Capri versuchten so manche Familienväter, sich den Traum eines Sportwagens zu erfüllen. Denn zumindest optisch kam das Auto diesem mit seiner langen Haube und dem kurzen Heck nahe. Gleichzeitig fand die gesamte Familie darin Platz und die Familienkasse wurde mit den preiswerten 6.995 DM für die 1,3 Liter Variante auch nicht gesprengt. Doch spätestens beim Fahren brauchte der Fahrer dieses Modells viel Fantasie, um das Sportwagen Gefühl aufrecht zu halten. Mit gerade mal 52 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 24 Sekunden trotzte die 1,3 Liter Variante nicht vor Sportlichkeit. Andere Modelle erfüllten jedoch das sportliche Versprechen des Fahrzeugdesigns.
Insgesamt drei Generationen des Ford Capris erschienen zwischen 1969 und 1986. Die erste Generation, der Ford Capri I, wurde bis 1973 produziert. In dieser Zeit wurden 784.000 Fahrzeuge im Kölner Werk gebaut, wovon 244.000 auf Deutschen Straßen ihre Heimat fanden. Vor allem der 2600 RS, der Ende 1970 das Licht der Autosalons erblickte, eroberte als bis dahin sportlichste Variante die Herzen der Fans.
Der Ford Capri II setzte zwischen 1974 und 1977 die Idee des sportlichen Coupe für den Alltag fort. Mit dieser Generation gelang es Ford noch mehr, die Alltagstauglichkeit mit der Sehnsucht nach einem Sportwagen zu verbinden. Die Form und die Proportionen blieben beim Generationswechsel unverändert, lange Motorhaube und kurzes Heck brachten weiterhin viele Fans zum Träumen. Gleichzeitig überzeugte der Ford Capri II mit seiner klaren Linienführung, die unter anderem durch rechteckige Scheinwerfer in der Karosserielinie und geradlinigen Stoßstange hervorgerufen wurde.
1978 wurde der nächste Generationswechsel bei der Ford Capri Familie vollzogen. Zuerst unter der Bezeichnung Capri II `78, später allgemein unter Capri III, wurde die letzte Generation der Öffentlichkeit vorgestellt. Halogen-Doppelscheinwerfer und ein Spoiler verbesserten die Aerodynamik. Diese und andere Änderungen wurden aus den Ergebnissen der Modular Aerodynamic Studie abgeleitet.
Doch nicht nur das Äußere wurde für den Ford Capri III überarbeitet, das neue Fahrwerk war auf hohe Geschwindigkeiten und einer entsprechenden Motorleistung ausgelegt. Das Motorenprogramm wurde deutlich gestrafft und zeigte sich noch sportlicher. Diese Entwicklung mündete 1981 in den Ford Capri 2,8 Injection. Dieser lief laut Tacho 210 Kilometer pro Stunde und Beschleunigte von 0 auf 100 in acht Sekunden. Getoppt wurde diese Variante nur von dem Ford Capri Turbo, der ebenfalls 1981 in einer limitierten Auflagen von 200 Stück auf den Markt gebracht wurde. Dieser schaffte bis zu 215 Kilometer pro Stunden.
An der Entwicklung der Modelle lässt sich die Motorsportgeschichte des Ford Capri deutlich ablesen. Ab 1971 beteiligt sich Ford an verschiedenen Meisterschaften. Im Laufe der Zeit erfuhr sich Ford mehrer internationale Titel.
2019, zum 50. Geburtstag des Ford Capri, lies Ford den Kult des Fahrzeugs noch einmal aufleben und ehrte so eine Legende auf vier Rädern. Aus der Classic Car Sammlung der Fordwerke in Köln holten sie den Ford Capri RS 2600 hervor und nahmen ihre Fans per Video mit auf einen Roadtrip. An sechs Drehtagen über 700 Kilometer ging die Reise vom Ort der Entwicklung, der Eifel, bis nach Spa in Belgien und Zandvoort in den Niederlande, wo der Capri im Motorsport große Erfolge feierte.
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