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Biografie Bee Gees

Mit dem Tod des vorletzten „Bee Gees“ Robin Gibb, der am 20. Mai 2012 im Alter von 67 Jahren seinem Krebsleiden erlag, ist die Band, die mit Hits wie „Stayin‘ Alive“ und „Massachusetts“ weltberühmt wurde, nun endgültig in die Musikgeschichte eingegangen. Die Namensfindung der „Bee Gees“ steht für die „Brothers Gibb“. Insgesamt waren die Brüder zu viert und hatten noch eine Schwester. Die Brüder waren Robin, Maurice, Barry und Andy, wobei letzterer als Solokünstler bekannt wurde.
2003 starb der Zwillingsbruder Maurice (1949-2003) an einem Darmverschluss, und noch weiter zurück, im Jahr 1988, erlag Andy Gibb (1958-1988) kurz nach seinem dreißigsten Geburtstag einem Herzversagen, das wohl auf seine Drogen- und Alkoholsucht zurückzuführen war. Mit Robin ging ein weiterer der begabten Brüder, so dass sie als Band nun alleine durch ihre Platten und Musik in den Herzen ihrer Fans weiterleben.
Die „Bee Gees“ haben sich als erfolgreichste Familienband der Welt einen großen Namen in der Pop-
Geschichte gemacht. Sie waren ein halbes Jahrhundert lang im Musikgeschäft tätig und prägten mit ihrem Falsettgesang die Disco-Ära der Siebziger, wobei etliche Songs die Zeit auch überdauerten. Mehr als 200 Millionen Alben verkauften sie erfolgreich, sowohl als Band als auch in Soloauftritten zeigten sie ihr Talent.
Begonnen hatte ihre Karriere schon sehr früh. Als Kinderband traten die Brüder Barry, Robin und Maurice in Australien auf. Dort sind sie auf Isle Of Man aufgewachsen. Die Mutter der Brüder war Sängerin, der Vater dirigierte ein Orchester. Als die Eltern dann wieder nach Großbritannien zurückkehrten, lernten die „Bee Gees“ den Manager Robert Stigwood kennen, der sich des Potentials dieser Band durchaus bewusst war. Ein Vertrag bei „Plydor“ wurde unterschrieben und bald schon folgten mehrere Erfolgsalben, die die „Bee Gees“ in ihrer musikalischen Größe etablierten. Gerade der Film „Saturday Night Fever“ ermöglichte ihnen einen großen Erfolg, für den sie den Soundtrack lieferten.
Der älteste der Brüder ist Barry. Er wurde am 1. September 1946 geboren und war Sänger und Gitarrist bei den „Bee Gees“. Barry ist bei den meisten Songs der Band zu hören. Nebenbei komponierte er und produzierte verschiedene Alben, darunter ein erfolgreiches von Barbra Streisand oder das seines jüngsten Bruders Andy Gibb. Verheiratet ist Barry seit 1970 mit Ann Gray. Das Paar hat fünf Kinder.
1949 kamen die Zwillinge Maurice und Robin Gibb zur Welt. Maurice hielt sich bei Auftritten gerne im
Hintergrund, spielte Keyboard und Bass, während sein Zwillingsbruder Robin die Bühne stürmte und als Leadsänger brillierte. Maurice war zunächst mit der Sängerin Lulu verheiratet, bis die Ehe scheiterte. 1975 gab er Yvonne Spenceley das Ja-Wort, mit der er zwei Kinder bekam. Er starb am 12. Januar 2003 in Florida.
Robin sang und komponierte die meisten Songs der Band. Er war als Solo-Künstler ebenso erfolgreich wie mit den „Bee Gees“. Der Hit „Juliet“ schaffte es weltweit in die Charts. Er heiratete Molly Hullis, eine Sekretärin, mit der er zwei Kinder bekam. Die Ehe hielt bis 1980. Ein weiteres Mal heiratete er Dwina Murphy Gibb, mit der er einen Sohn bekam. Eine uneheliche Tochter bekam Robin auch noch mit der ehemaligen Hausangestellten Claire Yang.
Nachdem sein Bruder Maurice gestorben war, plagte auch ihn das gleiche Leiden. Er wurde zunächst 2010 am Darm operiert und erkrankte 2011 erneut, diesmal schwerer, an Leberkrebs. Anfang des Jahres 2012 glaubte er, sein Krebsleiden überwunden zu haben. Leider war das nicht der Fall. Er starb noch im Mai des gleichen Jahres, nach seinem letzten Konzert in London.
Die „Bee Gees“ hatten nicht immer nur harmonische Zeiten. Infolge eines Streits krachte es 1969 und
die Brüder widmeten sich fünfzehn Monate lang einer Solo-Karriere. Schnell folgte die Versöhnung und die „Bee Gees“ gingen erneut auf Tour. Ihre Hits bewiesen Ohrwurm-Qualität und wurden von etlichen bekannten Musikern gecovert, so auch von Janis Joplin oder Elvis.
Mit ihrem Umzug in die USA, wo gerade das Disco-Fieber tobte, war ihr Erfolg besiegelt. Der Soundtrack zu „Saturday Night Fever“ verkaufte sich mehr als 40 Millionen mal und machte die Band unsterblich. Weiterhin folgten Erfolgsalben wie „Spirits Having Flown“ und, als Comeback Ende der Achtziger, dann das Album „One“ mit dem Hit „You Win Again“.
Noch in den späten Neunzigern gingen die „Bee Gees“ auf Welttournee und sangen ihre zeitlos gewordenen Hits. Robin Gibb bezeichnete sich und die Band ironisch als einen „Rolls-Royce unter den Boygroups“. Mit dem Tod von Maurice wollten Barry und Robin nicht mehr unter dem Namen „Bee Gees“ auftreten. Barry produzierte verschiedene Alben anderer Musiker, Robin ging bis zu seinem Tod auf Solo-Tourneen.
Was zurückbleibt, ist die Musik der „Bee Gees“, die eine ganze Epoche überdauerte und popkulturellen Zeitgeist bewies. Sie prägte die Sixties, die Disco-Zeit und auch die Neunziger, bewährt sich immer noch als gern gespielte Oldies vieler Radiosender.

Bee Gees Seiten, Steckbrief, Kurzbio etc.
n.n.v.
Bee Gees Discografie
1966 - Spicks and Specks
1967 - Turn Around, Look At Us
1967 - Bee Gees 1st
1968 - Horizontal
1968 - Idea
1969 - Odessa
1970 - Cucumber Castle
1971 - Melody
1971 - 2 Years On
1971 - Trafalgar
1972 - To Whom It May Concern
1973 - Life in a Tin Can
1974 - Mr. Natural
1975 - Main Course
1976 - All This and World War II
1976 - Children of the World
1977 - Here At Last … Bee Gees … Live
1977 - Saturday Night Fever
1978 - Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band
1979 - Spirits Having Flown
1979 - Bee Gees Greatest
1981 - Living Eyes
1983 - Stayin’ Alive (Soundtrack)
1987 - E.S.P.
1989 - One
1991 - High Civilization
1993 - Size Isn’t Everything
1997 - Still Waters
1998 - One Night Only (Live)
2001 - This Is Where I Came In
2006 - The Studio Albums 1967–1968
2007 - Greatest
2010 - Mythology


 

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