Old- und Youngtimer als Wertanlage
 

Begehrte Old- & Youngtimer

In der Regel verliert ein Fahrzeug mit zunehmendem Alter an Wert. Ungeachtet dieser Tatsache stellt der Schrottplatz für viele Fahrzeuge die letzte Ruhestätte dar. Das gilt nicht für alle Fahrzeuge. Es gibt viele Modelle älteren Baujahrs, die mit einem besonders guten Tropfen Wein verglichen werden. Deren Wert nimmt von Jahr zu Jahr zu, denn sie sind nur in kleiner Anzahl auf dem Markt. Den oftmals tadellosen Zustand lassen sich die jeweiligen Besitzer mit relativ hohen Summen entlohnen. Aber auch die restaurierten Altwagen sind begehrt.
In Zeiten, in denen man auf der Bank so gut wie keine Zinsen bekommt, sind Immobilien und Oldtimer sehr begehrt. Für denjenigen deren Budget nicht ganz so üppig ist, greift zu einem Youngtimer. Vermutlich wäre heute von den durch die Abwrackprämie verschrotteten knapp 2 Millionen Fahrzeugen, das eine oder andere Schätzchen dabei. So ergab eine Suche bei Gebrauchtwagen-Portalen wie mobile.de dass z.B. ein Ford Capri, ein Opel Manta aus den 1970er-Jahren oder ein NSU Prinz aus den 60er-Jahren ab 7.000 Euro zu haben. Diese Fahrzeuge haben auch den Vorteil, dass noch genügend Ersatzteile vorhanden sind. Ein von uns durchgeführter Autoteile-Preisvergleich bei Autoteile-Markt.de ergab, dass für den Ford Capri und den Opel Manta noch nahezu alle Teile vorhanden sind. Auch Karosserieteile sind im Zubehör zu moderaten Preisen erhältlich. So bekommt man Einstiegsleisten oder Radläufe um die 30.- Euro. Laut eigenen Angaben verfügt der Shop über 10 Millionen Neu- und Gebrauchtteile. Wer nicht selbst „Hand anlegen" will muss mit der doppelten Investition rechnen. Für einen Oldtimer als Wertanlage sollte man sich allerdings lieber auf ein Gutachten als eine neue TÜV-Plakette verlassen.

Die teuersten Oldtimer

Mit einem erzielten Auktionspreis von mehr als 30.000.000 Dollar erweist sich der Bugatti Typ 57 C Atalante als der teuerste Oldtimer der Welt. Der von Ettore Bugatti entworfene Typ 57 C Atalante wurde im Produktionszeitraum von 1926 bis 1938 insgesamt nur siebzehn Mal hergestellt. Zum Zeitpunkt der Auktion existierte die Stilikone lediglich noch zweimal auf der ganzen Welt. Ein Modell der besonderen Art war über einen langen Zeitraum im Besitz des Königs von Rajkot. Der Rolls-Royce Phantom 2 Star of India wurde von Kennern des Automobilbaus als Stern von Indien bezeichnet. Ausgestattet war das außergewöhnliche Modell mit einem 7,7 Liter großen V8-Motor. Das voluminöse Aggregat stellte dem König eine maximale Leistung von durchzugsstarken 120 PS zur Verfügung. Für das Modell wurde zum Zeitpunkt der Auktion ein Preis von 13.000.000 Dollar gefordert. Den dritten Platz der teuersten Oldtimer der Welt belegt der Ferrari Testa Rossa 250. Der legendäre Sportwagen
wurde in einer geringen Stückzahl von 21 Exemplaren gefertigt. Ein aus dem Modelljahr 1957 stammendes Exemplar wechselte am 17. Mai 2009 für umgerechnet 9,02 Millionen Euro den Besitzer. Dieser kann sich nun an einer maximalen Leistung von beeindruckenden 300 PS erfreuen. Eine Vielzahl von Rennerfolgen machte den Ferrari Testa Rossa 250 zu einem der erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten. Ein erzielter Auktionspreis von unglaublichen 10.900.000 Dollar katapultiert den Ferrari GT 250 California Spyder auf Platz vier der teuersten Oldtimer der Welt. Der relativ hohe Auktionspreis lässt sich in erster Linie auf den Ruhm des Modells zurückführen. So war der Ferrari GT 250 California Spyder in der Komödie „Ferris macht Blau“ zu sehen. Privat erwies sich der Ferrari GT 250 California Spyder als ein wahrer Charmeur. So zählte sich neben Steve McQueen unter anderem der Schauspieler James Garner zu den stolzen Besitzern eines Ferrari GT 250 California Spyder. Bereits 1962 wurde die Produktion des Cabrios eingestellt. Bis zum offiziellen Ende der Produktion wurde der Ferrari GT 250 California Spyder lediglich in einer Stückzahl von 55 Exemplaren gefertigt. Dennoch lebt die Legende weiter.
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