Was war wann? Bands >> Extrabreit Biografie

Biografie Extrabreit Bandhistorie

Die Band Extrabreit kommt aus Hagen und wurde 1978 gegründet. Sie gehörten in den 1980ern zu den erfolgreichsten Bands der „Neuen Deutschen Welle“. Die aktuellen Mitglieder sind Kai „Havaii“ (Sänger/1978) – Stefan „Kleinkrieg“ Klein (Gitarre/1978) – Bubi Hönig (Gitarre/1991 – 1993 und seit 2002) – Lars Larson (Bass/2002) und Rolf Möller (Schlagzeug/1978). Zu dem Namen Extrabreit kamen sie eher zufällig: den nämlich entnahmen sie damals einem dicken Filzschreiber. Die Karriere von Extrabreit begann 1980 – zu diesem Zeitpunkt begann gerade die „Neue Deutsche Welle“ über das Land zu „schwappen“. Ihre Musik war nicht gerade typische NDW-Musik – Extrabreit machten deutsche Rock-
und Popmusik mit kritischen Texten. Sie selbst sahen sich damals eher als Punk-Band – sind dann aber auf den erfolgreichen NDW-Zug mit aufgesprungen! Die Jahre zwischen 1981 bis 1983 erlebten Extrabreit einen Karrierehöhepunkt nach dem anderen: ausverkaufte Konzerthallen, goldene Schallplatten und Titelseiten auf der Teenie-Zeitschrift Bravo. Den erfolgreichen Hit Polizisten „kreierten“ Extrabreit auf Konzertproben im Rockpalast Hohenlimburg. Dieser Song befand sich auch auf dem Album „Welch ein Land! Was für Männer!“ – welches im Oktober 1981 ein riesen Verkaufsschlager wurde. Auch „Ihre größten Erfolge“ und die ausgekoppelte Single „Hurra, hurra, die Schule brennt!“ ließen die Kassen klingeln und sorgten für gigantische Umsätze! Ihre dritte LP „Rückkehr der phantastischen Fünf“ wurde ebenfalls ein Erfolg. Ihr damaliger Manager Jörg Hoppe hatte ein gutes Händchen dafür, die Platten jeweils richtig und erfolgreich zu promoten. So bekam die zweite LP ein 3-D-Cover plus 3-D-Brille. Das dritte Album wurde in verschiedenen Coverfarben verkauft – inklusive einem beiliegenden Poster.
Die Jungs machten auch einen Abstecher in Richtung Schauspiel: sie hatten 1982 einen (Kurz-)Auftritt in dem NDW-Kultfilm „Gib Gas – Ich will Spaß!“ – mit den NDW-Stars Markus und Nena. Der erste Tiefschlag für die Band ereilte sie Anfang 1983 – Extrabreit hatte ein im Vorfeld sehr umworbenes Konzert gegeben, leider war dieses nur mäßig besucht! Einige Monate später stiegen gleich zwei Bandmitglieder aus – Extrabreit gab trotzdem kurze Zeit darauf zwei deutsch-englische Alben heraus: „Europa“ (1983) und „LP der Woche“ (1984). Für das Album „Europa“ fuhren Extrabreit sogar von der Fachpresse gute Kritiken ein – was sonst nicht der Fall war. Trotzdem verkaufte es sich nur etwa 35.000 Mal – immerhin verkauften sich z.B. von der LP „Welch ein Land“ Was für Männer“ fast 400.000 Exemplare. Für die Band war dies wohl ein Zeichen dafür, eine Schaffenspause zu machen. Erst 1987
kamen Extrabreit mit einem rein in Englisch eingesungenes Album zurück – aber auch dieser Versuch wurde ein Flop! Von ihrer Vision ließen sich die Jungs aber nicht abbringen: die 1990er Jahre machte aus Extrabreit wieder eine Deutschrockband mit gesellschaftlichen und bissig-ironischen Texten. Die Erfolge der Anfangszeit konnten sie aber nicht mehr wiederholen. „Kleinere“ Hits waren aber auch jetzt dabei: „Zurück in die Zukunft“ oder auch die Single „Für mich soll´s rote Rosen regnen“ (zusammen mit Hildegard Knef). Zwischen 1998 und 2002 beschäftigten sich die Mitglieder von Extrabreit mit eigenen Projekten. Kai Havaii z.B. arbeitete in der Forschungsabteilung der Produktionsfirma MME. Stefan Klein produzierte eine Soloplatte („Säure“) – zu dem spielte er in verschiedenen Bands. 2005 veröffentlichten Extrabreit das Album „Frieden“ – im selben Jahre spielten sie ihr 1000. Konzert vor mehreren tausend Zuschauern in Hagen. Hier bekamen sie auch ihre Platin-Schallplatte für „Ihre größten Erfolge“ (1980) verliehen. Zu dem Zeitpunkt damals wurden über 500.000 Tonträger verkauft. Seit dem gehen Extrabreit regelmäßig auf Tour. 2008 veröffentlichten sie ihr bisher aktuellstes Album „Neues von Hiob“ – die Singleauskopplung daraus: „Lärm“. Ihrem Musikstil sind Extrabreit bis heute treu geblieben. Auch 2009 sind sie wieder unterwegs – z.B. auf dem Dithmarschen Rockfestival (August´09)!
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