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William Turner Lebenslauf

William Turner wurde als Joseph Mallord William Turner am 23. April 1775 als erstes Kind eines Friseurs und Perückenmachers in Covent Garden in London geboren. Die Familie des Vaters stammte ursprünglich aus Devon, seine Mutter aus einer Sippe wohlhabender Londoner Metzger und Unternehmer. Eine jüngere Schwester starb mit vier Jahren. Die Mutter entwickelte bald erste Anzeichen einer Geisteskrankheit und der junge William wurde als Kind zu verschiedenen Onkeln aufs Land geschickt. Dort unternahm er lange Spaziergänge und entdeckte das Skizzieren und Zeichnen von Landschaften und Architektur wie Kirchengebäuden für sich. Der Heranwachsende bildete sich autodidaktisch weiter und nahm sporadisch Zeichenunterricht bei Architekten und Architekturzeichnern.
1788 kehrte William Turner nach London zurück und bewarb sich mit noch nicht einmal 15 Jahren erfolgreich als Kunststudent an der Royal Academy. Um die hohen Schulgebühren zahlen zu können, verdingte sich der junge Turner als Kopist und Kolorist, Architekturzeichner und Kulissenmaler für Londoner Theater. In seiner Freizeit bereiste er Seebadeorte wie Bristol und die Isle of Wight, wo er eine lebenslange Liebe zur See und zu Schiffen entwickelte. 1796 wurde Turners erstes Ölgemälde, „Fischer auf See“, offiziell in der Royal Academy ausgestellt, was seinen künstlerischen Durchbruch bedeutete. Mit 26 Jahren wurde Turner 1802 offizielles akademisches Vollmitglied der Royal Academy, ab 1811 Dozent mit eigener Malklasse. Finanziell nun unabhängig, bereiste Turner mehrfach Frankreich und das Rheinland, die Schweiz und Italien, um Licht- und Farbstudien zu betreiben. Von der Ölmalerei wandte sich der Künstler weitgehend der Aquarellmalerei zu, es entstanden Werke wie „Der Vierwaldstätter See“ und „Der Gotthardpass“ (1804). In London bezog Turner ein eigenes Haus mit Atelier und erwarb zudem ein Landhaus bei Twickenham. 1804 starb seine Mutter in einer psychiatrischen Anstalt, 1829 sein Vater.
Die Jahre nach 1830 - Turner befand sich auf der Höhe seiner künstlerischen Popularität - brachte die Wende in seinem Schaffen. Inspiriert durch seine zahlreiche Reisen vor allem nach Italien, öffnete sich der Maler zunehmend der reinen Farbe und dem Licht und entwickelte sich stilistisch zum Vorläufer impressionistischer Malerei. In dieser Zeit entstanden vieler seiner berühmtesten Werke wie „Der Brand des Parlamentsgebäudes in London“ (1835), „Konstanz am Bodensee“ (1842) und „Licht und Farbe“ (1843).
Im Privatleben wurde der unverheiratete Turner zunehmend exzentrisch und zog sich weitgehend aus der gesellschaftlichen Öffentlichkeit zurück. Er bewohnte mit einer Haushälterin ein Haus in London, in dem er aus unklaren Gründen am 19. Dezember 1851 starb. Die feierliche Beisetzung erfolgte in der Artists´Corner in St Paul´s. Nach einem mehrjährigen Rechtsstreit mit Turners Erben gingen 1856 seine Stiche und sein Grundbesitz in deren Besitz, sämtliche weiteren Kunstwerke von seiner Hand in das Eigentum der britischen Nation über.
William Turner Seiten, Steckbrief etc.
 


 

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