Was war wann? 1600 >> Das Jahr 1660
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Chronik 1660 - Könige wohin man schaute – Frankreich, England, Dänemark und Norwegen

Der Pyrenäenfrieden, der im Vorjahr beschlossen worden war und der den Krieg zwischen Spanien und Frankreich beendet hatte, ging einher mit einem Heiratsplan. König Ludwig XIV. (1638-1715) nahm die Tochter aus dem spanischen Königshaus in jenem Jahr 1660 zur Gemahlin, die aufgrund der hohen Mitgift von 500.000 Goldtalern, die Spanien natürlich nicht zahlen konnte, weiterhin erbberechtigt. Bei Zahlung hätte die Infantin auf ihr Erbrecht und damit auf den Thronanspruch verzichtet. So aber stieg Frankreich zu einer Großmacht auf, die vordem allein von Spanien ausgeübt worden war. Maria Theresia (1638-1683), die eine Cousine ersten Grades ihres Bräutigams war heiratete den französischen König am 9. Juni 1660 in Saint-Jean-de-Luz, in der Region Aquitanien an der südwestlichen Atlantikküste. Die Kirche Saint-Jean-Baptiste, in der das Paar die Ehe schloss, ist heute eine beliebte Sehenswürdigkeit in der kleinen Feriengemeinde. Im November des Folgejahres, 1661, wurde bereits der Dauphin Louis (1661-1711) geboren. Auch in England wurde mit der Rückkehr von Karl II. (1630-1685) und mit der Proklamation des Parlaments der Monarch aus dem Hause Stuart wieder als König eingesetzt. Damit war das Commonwealth of England beendet und die Königswürde wieder hergestellt. Als König Karl II. am 29. Mai, seinem 30. Geburtstag in London einzog, war das der erneute Beginn der Monarchie. Es bürgerte sich in der Geschichte der Name Charles II. von England ein, der übrigens von der Republik der Vereinigten Niederlande zur Verbesserung der Beziehung zwischen den beiden Ländern 24 meist italienische Renaissancegemälde und zwölf klassische Skulpturen geschenkt bekam. Diese Gabe ging als „Holländisches Geschenk“ in die Geschichte ein und wurde im Laufe der nächsten Jahre allerdings zum Zankapfel zwischen den politischen Fraktionen der Niederlande. Den Geschmack des englischen Königs hatten die Exponate indes haargenau getroffen. Nach späterem Hin und Her befindet sich die wertvolle Sammlung heutzutage wieder in den öffentlichen Museen der Niederlande. In England wurde im Jahr 1660 auch die erste Branntweinsteuer eingeführt, wobei sich die ersten urkundlichen Erwähnungen über Branntweinabgaben schon auf das Jahr 1507 in Deutschland, konkret in Nordhausen für den „Nordhäuser Korn“, zurückführen lassen. In Dänemark und Norwegen entstand mit Friedrich III. (1609-1670), dem König von Dänemark und Norwegen, der bereits seit 1648 auf dem Thron saß, der Absolutismus. Die Stände huldigten ihm und Friedrich III. durfte nach einem Reichstagsbeschluss nunmehr eine vererbbare absolutistische Herrschaft ausüben. In Europa schien die Welt in Ordnung.
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