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Chronik 1659 - Der Pyrenäenfrieden - Frankreich stieg zur Großmacht auf

Der Sohn des Lordprotektors Oliver Cromwell (1599-1658), der im Vorjahr gestorben war, hatte das Amt übernommen, was ihm nicht lag und das er auch nicht mit viel Ehrgeiz ausfüllte. Richard Cromwell (1626-1712). Als das englische Parlament ihn aufforderte, abzudanken, gab Cromwell junior den Posten sofort und ohne zu Zögern auf, dankte offiziell ab und machte damit den Weg frei für die Stuart-Restauration, womit der Rückkehr von Karl II. (1630-1685) nichts mehr entgegen stand. England würde wieder eine Monarchie werden. Die Krönung des Königs war für das kommende Jahr geplant. Keine Monarchie, aber einen Verlag mit Zukunft gründete Johann Georg Cotta in Tübingen, nachdem er die Witwe des Buchhändlers Philibert Brunn geheiratet hatte. Er übernahm damit den Betrieb der Witwe und gab diesem seinen Namen. So entstand die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung. Eine Buchhandlung war zu jener Zeit gleichbedeutend mit einem Verlag. Die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung hatte eine enge Verbindung zur Universität Tübingen, deshalb gab sie vor allem Bücher aus den Studienbereichen Jura, Philosophie und Theologie heraus. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verblieb der Verlag im Besitz der Verlegerfamilie Cotta. Der Verlag existiert noch heute und ist unter dem Namen Klett-Cotta bekannt. Er ist ein Teil der Verlagsgemeinschaft Ernst Klett-J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf. GmbH. Die Heirat von Johann Cotta hatte auf jeden Fall einen wirtschaftlichen und sehr nachhaltigen Mehrwert, von dem noch viele Generationen profitierten. Das Jahr 1659 brachte auch im europäischen Rahmen eine nachhaltige Veränderung – der Pyrenäenkrieg wurde nämlich beendet. Seit 1635 war er zwischen Frankreich und Spanien ausgetragen worden und nun einigte man sich auf der Isla de los Faisanes im Fluss Bidasoa auf den „Pyrenäenfrieden“. Die Pyrenäen, die Gebirgskette von rund 430 Kilometern Länge wurde als Grenze zwischen Frankreich und Spanien festgelegt. Frankreich bekam in dem Friedensvertrag u. a. Teile des Artois, Flanderns, des Hennegaus, Luxemburg und Nordkatalonien zugesprochen. Der Pyrenäenfrieden wurde nicht nur durch Unterschriften besiegelt, sondern zudem noch durch die geplante Heirat von Maria Theresia (1638-1683), der Tochter Königs Philipps IV. von Spanien (1605-1665) mit dem französischen König Ludwig XIV. (1638-1715). Die einst stärkste europäische Landmacht Spanien hatte diesen Status nun durch den „Pyrenäenfrieden“ an Frankreich abtreten müssen. Die Braut verzichtete auf ihr Erbrecht an der spanischen Krone gegen eine Mitgift von 500.000 Goldtalern. Diese Summe war für die Spanier unerschwinglich gewesen und konnte nicht ausgezahlt werden. So blieb Maria Theresia älteste, erbberechtigte Tochter des spanischen Königshauses.
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