1648er Jahre Chronik
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Chronik 1648 - Das Ende des Dreißigjährigen Krieges

Zum Beginn des Jahres war ein Krieg vertraglich beendet worden – der Achtzigjährige Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden. Der „Friede von Münster“ war mit den Unterschriften der Gesandten formell zu Ende gegangen. Er wurde im Mai im Rathaus von Münster feierlich beschworen. Auch der Dreißigjährige Krieg ging seinem Ende entgegen. Als die Kaiserlichen unter ihrem Heerführer, dem General Guillaume de Lamboy (um 1590-1659) gegen die Truppen aus Hessen-Kassel unter Johann von Geyso (1593-1661) bei Wevelinghoven eine erbitterte Schlacht ausfochten und von denen in einem fünf Stunden andauernden Kampf vernichtend geschlagen worden waren, war es dem General de Lamboy dennoch gelungen, das belagerte Paderborn zu befreien. Es war genug Blut geflossen, Blut, von dem viele Soldaten schon kaum noch wussten, wofür sie es vergossen hatten. Die Generation, die an dieser Schlacht beteiligt gewesen war, war längst eine andere als die, die 1618 den Krieg in seinen Anfängen erlebt bzw. nicht überlebt hatte. Die Schlacht bei Wevelinhoven war die letzte große, die überhaupt letzte Schlacht des Dreißigjährigen Krieges. Im Sommer hatten die Verhandlungen für einen vertraglich abgesicherten Frieden begonnen und im Oktober des Jahres 1648 wurde in Münster und Osnabrück der „Westfälische Frieden“ unterzeichnet. Nun herrschte endlich Frieden und das allmähliche Aufatmen ließ bei genauem Hinsehen das ganze Elend, das über Menschen und Regionen gekommen war sichtbar werden. Manche Gegenden waren nahezu ausgerottet und mussten erst nach und nach neu besiedelt werden. Doch allen hatte es der „Westfälische Frieden“ nicht Recht machen können. Papst Innozenz X. (1574-1655) legte umgehend Protest ein. Mit der Bulle „Zelo domus Dei“ protestierte er gegen die religionsrechtilchen Bestimmungen des Friedensvertrages. Es hatte niemanden mehr interessiert. Sein Protest blieb wirkungslos. Das Jahr 1648 war auch das Jahr, in dem in Dänemark ein Thronfolger vorgenommen werden musste. Der König Christian IV. (1577-1648) war im Februar gestorben. Die Nachfolge als König von Dänemark und Norwegen trat sein Sohn an – Friedrich III. (1609-1670). Während Christian IV. als ein Monarch mit großer Bautätigkeit in die Geschichte einging – unter anderem zeugt noch heute das Schloss Rosenberg in Kopenhagen davon – ging der Sohn in die Geschichte ein, als der König, der den Absolutismus in Dänemark und Norwegen begründete, der immerhin mehr als 150 Jahr in Norwegen und 200 Jahre in Dänemark Bestand haben sollte.
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