Geschichte >> Das 17. Jahrhundert >> 1640-1649 >> Das Jahr 1643
1640 1641 1642 1643 1644 1645 1646 1647 1648 1649

Chronik 1643 - Viele Entdeckung und der Beginn des Theaters von Molière

Die Ausbeute bei den Entdeckungsfahrten des Niederländers Abel Tasman (1603-1659) war im Jahr zuvor schon mit Neuseeland erfolgreich gewesen. Der Beginn des Jahres 1643 bot ihm eine noch größere Fülle von neuen Entdeckungen. Er gab den Drei-Königs-Insel ihren Namen, immerhin hatte er sie am 6. Januar, dem Drei-Königs-Tag, entdeckt, fand einen Monat später die Fidschi-Insel Taveuni, die direkt über den 180. Längengrad verläuft, entdeckte am darauf folgenden Tag die restlichen Fidschi-Inseln und schließlich spürte der Niederländer auch die Tongainseln auf. Die ersten Kontakte mit Europäern hatten die Bewohner des aus mehr als einhundert Inseln bestehenden Inselstaates schon um 1616 gehabt. Es waren ebenfalls Niederländer gewesen, die aber bei der Erstbegegnung mit den Einheimischen einen von ihnen erschossen. Abel Tasman hatte sich da wohl geschickter verhalten, denn ihm gelang es sogar, ein wenig Handel mit den Bewohnern von Tonga zu treiben. Wie schwierig eine Begegnung mit den Insulaner sein konnte, hatte er bereits in der „Golden Bay“ erfahren müssen, als die dortigen Maori vier seiner Matrosen töteten. Seither war durchaus nicht mehr jede Entdeckung für ihn mit einem Landgang verbunden. Doch eines jedenfalls endgültig klar – einen einzigen großen Südkontinent gab es nicht, wobei Tasman nicht eindeutig für seine Auftraggeber geklärt hatte, ob eine Durchfahrt zwischen Neu-Guinea und Australien möglich war. Mit seiner kleinen Expedition, die aus zwei Schiffen bestanden hatte, segelte er noch weiter in Richtung Nordosten und stieß dabei auf den Bismarck-Archipel. Im Sommer 1643 kam er wieder am Handelsstützpunkt Batavia (heute Jakarta) an, wo er seine Entdeckungsreise im August des Vorjahres begonnen hatte. Er hatte vieles gesehen und notiert, dennoch waren seine Geldgeber unzufrieden mit den Ergebnissen. Sie waren Kaufleute und hatten vorrangig Interesse an Handelsgütern. Die Aufzeichnungen, die Tasman gemacht hatte, waren für sie keineswegs ausreichend, um Handelskontakte aufzubauen. Der Nachruhm von Abel Tasman wurde ihm dennoch von späteren Kolonialisten zuteil, die die von ihm nach dem Generalgouverneur Antonio van Diemen (1593-1645) als Van-Diemens-Land benannten Inseln in Tasmanien umbenannten. Um seinen Nachruhm musste sich der französische Schauspieler und Stückeschreiber, Jean-Baptiste Poquelin (1622-1673), nicht sorgen, der im Juni 1643 mit neun Komödianten die Schauspieltruppe „L’Illustre Thèâtre“ gründete. Ihm verdankt die Nachwelt die Komödie als ernsthaftes Theatergenres, das der Tragödie gleichwertig wurde. Bekannt wurde Poquelin unter dem Namen Molière. In Frankreich war in jenem Jahr auch der Tod des Königs Ludwig XIII. (1601-1643) zu beklagen, der in Paris nach 33 Jahren Herrschaft verstarb.
<< Das war 1642

Das war 1644 >>

Ereignisse & Schlagzeilen 1643