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Das geschah 1759

1759 musste Frankreich sich endgültig aus Kanada zurückziehen, weil die Engländer nicht nur Quebec einnahmen, sondern auch die französische Atlantikflotte vernichtend schlugen.
Der Erste Minister Portugals, Marquês de Pombal, errang einen großen politischen Sieg, als er den Jesuitenorden aus seinem Land vertrieb. Dieser war ihm nämlich genauso ein Dorn im Auge wie er selbst dem Orden. Seit Jahren versuchte Pombal, in Portugal eine moderne, aufgeklärte, wenn auch absolutistische Monarchie zu etablieren. Sein große Geschick bei der Organisation des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben stärkte seine Stellung in Lissabon beträchtlich. Als die Jesuiten gegen seine Reformen predigten, sah er seine Stellung gefährdet, konnte aber den Machtkampf klar für sich entscheiden. In der Folgezeit wurde die Macht der Katholischen Kirche in Portugal erheblich geschwächt.
Für Preußen verlief das Jahr weniger erfolgreich. Im Sommer fügte ihnen die russische Armee erst in der Schlacht bei Kay und dann in der Schlacht von Kunersdorf schwere Niederlagen zu.
Voltaire kommentierte den Krieg mit der Satire "Candide oder Der Optimismus", in der er bissig auf die Einstellung einiger Philosophen einging, es werde sich schon alles zum Guten wenden.
Es war das Todesjahr Georg Friedrich Händels und des preußischen Kapellmeisters Carl Heinrich Graun.
Und als ob er das Prinzip vom "Kommen und Gehen" unterstreichen wollte, komponierte Joseph Haydn seine erste Sinfonie.

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