Biografie Oliver Korittke Lebenslauf
Der Ende der 1990er Jahre in die Oberliga deutscher TV- und Kino-Haupt- und Nebendarsteller aufgestiegene Berliner Schauspieler Oliver Korittke wurde nicht zuletzt wegen seines traurigen Dackelblicks bekannt. Der bei Frauen Mutterinstinkte und bei Männern Kumpelgefühle auslösende 1,72 m große Schauspieler mit den wuseligen Dunkelblond-Haaren konnte sich in der Branche besonders in den Sparten „Humor“ und „Krimi“ einen guten Ruf als verpeilter Verlierer- oder Freak-Typ erwerben.
Der sich im Gegensatz zu seinem Filmimage selbst als im Realleben „durchsetzungsfähig“ und „gut organisiert“ bezeichnende Oliver Korittke wurde am 6. April 1968 im gutbürgerlichen
Westberliner Stadtbezirk Steglitz geboren. Der Jung-1968er wuchs zusammen mit Schwester Tammy vor allem in der großelterlichen Steglitz-Kneipe „Altmark-Eck“, in der auch seine Mutter arbeitete, auf. Im kurz „A-Eck“ genannten, seit 2001 von Tammy und ihrem Mann geführten, Gastro-Betrieb wurde der kleine „Olli“ für das Flimmermedium entdeckt. Einem TV-Scout auf der Suche nach neuen Gesichtern fiel der vierjährige Steppke auf. 1972 hatte Korittke seinen ersten Kleinstauftritt in einer Folge der ZDF-Familien-Serie „Die Pulvermänner“. Es folgten 1973 und 1974 einige Engagements für die deutschen Teile der Kinder-Belehrungs-Serie „Sesamstraße“ und weitere Kinderrollen. 1981 hatte Korittke als „Michael Glasuschek“ in der sechsteiligen ZDF-Serie „Sternensommer“ an der Seite von Karin Baal seine erste größere Nebenrolle.
15-jährig ging der vom Schauspielergeschäft begeisterte Klassenclown und Sitzenbleiber Korittke mit einem erweiterten Hauptschulabschluss von der Schule ab, jobbte und nahm bei Erika Dannhoff (1909 – 1996) zwei Jahre lang Schauspielunterricht. Eigentlich wollte Korittke Stuntman werden, aber nach einem schweren Verkehrsunfall war er zehnjährig in Richtung „Darsteller“ umgeschwenkt.
Seine Schulerfahrung konnte Korittke in der 1984/85 ausgestrahlten, mäßig erfolgreichen ZDF-Serie „Eine Klasse für sich“ (26 Folgen) als „Schüler Felix“ einbringen. Die erste Kino-Rolle folgte 1986 - Im Schamoni-Film „Caspar David Friedrich“ tauchte Korittke als „sächsischer Prinz“ auf. Korittke, der auch kleinere Theaterrollen übernahm, schaffte 1997 seinen endgültigen Durchbruch. In dem humorig angelegten, für TV und Kino produzierten Kino-Polizeifilm „Die Musterknaben“ spielte er an der Seite von Jürgen Tarrach (geb. 1960) den Köln-Porz-Bullen „Oliver Dretzke“. Die „Musterknaben“ wurden ein Erfolg und brachten es 1999 und 2003 auf zwei Fortsetzungen.
Korittke überzeugte in den nächsten Jahren in Filmen wie „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ (1998), „Doggy Bag“ (1999) und „Der Seehund von Sanderoog“ (2006).
In der Filmkomödie „Bang Boom Bang“ lieferte Korittke 1999 als „Keek“ in seiner ersten Kino-Hauptrolle eine solide Leistung ab. Der Film wurde mit einer halben Million Zuschauer zu einem Kassenerfolg.
So richtig populär wurde der Berliner mit der angenehm sonoren Stimme aber durch seine Verkörperung des sympathisch-pedantischen Steuerbeamten „Ekki“, der in der Münsteraner

Humor-Krimi-Serie „Wilsberg“ ab Folge 15 (2005) zunächst als Gegenpart und dann als freundschaftlich verbundene Ergänzung zum chaotischen Hobbyermittler und Antiquar „Georg Wilsberg“, alias Leonard Lansink (geb. 1956), aufgebaut wurde. 2013 konnte Korittke seinen 25. Auftritt als „Ekkehardt Talkötter“ feiern.
Im Gegensatz zur „Wilsberg“-Ausgangssituation mit dem systemkonformen Ekki und dem ordnungsallergischen Wilsberg hat sich Korittke anders als der bekennende Normalo Lansink durch sein Privatleben den Ruf eines bunten Vogels erworben. Szeneuntypisch schwamm er nach dem Eintritt ins Promi-Leben nicht mit dem Mainstream seiner Kollegen mit und zog in hippe Stadtteile wie Kreuzberg oder Friedrichshain, sondern blieb im muckeligen Steglitz. Hier erfüllte sich der Schauspieler, der in seiner Kindheit nie ein eigenes Zimmer gehabt hatte, den uralten Jungentraum, seine Sammelschätze geschützt vor inkompetenten Schwesterfingern, diebischen Besuchern oder Aufräumattacken der älteren Generation sortieren und ausbreiten zu können. Der von Sneakers besessene Korittke konnte so ein ganzes Zimmer allein für seine über 1500 Turnschuh-Paare einrichten. Außerdem kamen in Laufe von Sammeljahrzehnten etwa 5000 Mini-Figuren der „Star Wars“- und „Schlumpf“-Welten zusammen.
Mit zwei Freunden eröffnete Korittke 2013 in Berlin-Mitte das der Popkultur verpflichtete „Urban-Art“-Museum „Generation 13“, in dem er auf 6000 qm Fläche seinen Sammlungen einen angemessenen Platz schuf.
Oliver Korittke, der früher auch als exzessiver Feierer berühmt war, hat 2001 (in Turnschuhen) die Kollegin Monica Nancy Wick (geb. 1971) geheiratet. Die Ehe wurde 2005 geschieden.
Oliver Korittke Seiten, Steckbrief, Kurzbio etc.
Oliver Korittke Filme
1972 - Die Pulvermänner
1973 - Sesamstraße
1976 - Aktion Grün
1977 - Die drei Klumberger
1980 - Drei Damen vom Grill – Wenn Oma eine Reise tut
1981 - Sternensommer
1984 - Eine Klasse für sich
1985 - Die Schwarzwaldklinik – Die falsche Diagnose
1986 - Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit
1986 - Ich heirate eine Familie – Heimlichkeiten
1990 - Keep on Running
1991 - Heldenfrühling
1994 - Natalie – Endstation Babystrich
1995 - Looosers!
1995 - Zappek
1995 - Polizeiruf 110 – Jutta oder Die Kinder von Damutz
1996 - Rohe Ostern – Keine Panik, nix passiert
1996 - Rosa Roth – Nirgendwohin
1996 - Nackt im Cabrio
1997 - Tut mir leid wegen gestern
1997 - Die Musterknaben
1998 - Fünf Minuten
1998 - Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit
1998 - Weekend mit Leiche
1998 - Die Straßen von Berlin – Blutige Beute
1999 - Zwei Brüder – Verschleppt
1999 - Die Musterknaben 2
1999 - Sara Amerika
1999 - Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding
1999 - Dunckel
1999 - Ein Mann wie eine Waffe
1999 - Doggy Dog – Eine total verrückte Hundeentführung
2000 - Eine Handvoll Gras
2000 - Sumo Bruno
2000 - Polizeiruf 110 – Die Macht und ihr Preis
2000 - Die Nacht der Engel
2001 - Ein Göttlicher Job
2001 - Die Männer ihrer Majestät
2002 - 99 Euro Films
2002 - Das Jahr der ersten Küsse
2002 - Der kleine Mann
2003 - Das Siebte Foto
2003 - Die Musterknaben – 1000 und eine Nacht
2003 - Die Schönste aus Bitterfeld
2003 - Was nicht passt wird passend gemacht – Fight Club
2004 - Italiener und andere Süßigkeiten
2004 - Meine Frau, meine Freunde und ich
2004 - Agnes und seine Brüder
2004 - Die Liebe kommt als Untermieter
2004 - Cowgirl
2005 - Grenzverkehr
2006 - Wilsberg - Ausgegraben
2006 - Wilsberg - Callgirls
2006 - Wilsberg - Falsches Spiel
2006 - Der Seehund von Sanderoog
2006 - Handyman
2006 - Reine Formsache
2006 - Wilsberg - Tod auf Rezept
2007 - Vater auf der Flucht
2007 - Wilsberg - Miss-Wahl
2007 - Wilsberg - Die Wiedertäufer
2007 - Wilsberg - Unter Anklage
2008 - Evet, ich will!
2008 - Buffalo Soldiers '44 – Das Wunder von St. Anna
2008 - Das Morphus-Geheimnis
2008 - Wilsberg - Filmriss
2008 - Wilsberg - Royal Flush
2008 - Wilsberg - Interne Affären
2008 - Wilsberg - Das Jubiläum
2009 - Schatten der Gerechtigkeit
2009 - Auf der Suche nach dem G-Punkt
2009 - Wilsberg - Der Mann am Fenster
2009 - Wüstenblume (Stimme)
2009 - Wilsberg - Doktorspiele
2009 - Wilsberg - Oh du tödliche…
2009 - Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
2010 - Rock It!
2010 - Wilsberg - Gefahr in Verzug
2010 - Schurkenstück
2010 - Wilsberg - Bullenball
2011 - Sommer in Orange
2012 - Wilsberg - Aus Mangel an Beweisen
2012 - Wilsberg - Die Bielefeld-Verschwörung
2012 - Wilsberg - Halbstark
2012 - Schutzengel
2012 - Mann tut was Mann kann
2013 - Wilsberg - Die Entführung
2013 - Wilsberg - Treuetest
2013 - Küstenwache - Rache, kalt serviert
2013 - Wilsberg - Gegen den Strom
2013 - Wilsberg - Hengstparade
2013 - Fünf Freunde 2
2014 - Wilsberg - Nackt im Netz
Oliver Korittke Biographie
 
Oliver Korittke Filme
Oliver Korittke - Bang Boom Bang