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Wann wurde Roulette erfunden? – Auf den Spuren der Geschichte 

Roulette ist eines der beliebtesten Unterhaltungsspiele in den edlen Hallen der heutigen Casinos und wurde bereits vor mehreren hundert Jahren leidenschaftlich gespielt. Mit jeder Menge Nervenkitzel und einer Prise Zufall ist das Erfolgsrezept des Spiels besiegelt. Doch obwohl Roulette als eines der vergleichsweise einfachsten Casinospiele gesehen wird, steckt hinter dem Zahlenrad deutlich mehr Geschichte und Bedeutung, als viele wissen.

Das Glücksrad der Fortuna

Oft ist es nicht so einfach, ein klares Entstehungsdatum altertümlicher Spiele festzulegen, daher muss man sich auf Schätzungen berufen. Roulette soll im 17. Jahrhundert in Italien zum ersten Mal unter diesem Namen gespielt worden sein. Das ist auch der Grund, weshalb frühe Versionen von Roulette um 1900 oft als Italienisches Roulette bezeichnet wurden. Roulette besteht aus einem Rad mit mehreren Fächern, in dem sich eine Kugel dreht. Das Motiv soll von dem Rad der Fortuna abstammen, einer Schicksalsgöttin der griechischen Mythologie. Eine Quelle in Form eines Gemäldes aus dem Mittelalter zeigt die Göttin mit einem Rad porträtiert, welches das Schicksal der Menschen entscheiden konnte. Fortuna wurde auch oft als Orakel über die Zukunft ausgefragt, dies wurde aber eher in Form von Losen, nicht mit einem tatsächlichen Rad, gemacht. Die Symbolik wurde dann für das Rouletterad verwendet, denn auch hier entscheidet das Glück oder Schicksal über den Ausgang der Drehung.

Blaise Pascal – Erfand er Roulette?

Noch immer ist nicht klar, wer das Spiel in der heutigen Form tatsächlich erfunden hat. Lange Zeit galt der Wissenschaftler Blaise Pascal als der irrtümliche Erfinder des Rouletterads - diese Geschichte wurde aber aufgrund eines Übersetzungsfehler kreiert. Tatsächlich schrieb er ein Buch mit dem Titel Histoire de la Roulette, bei dem Wort „Roulette“ handelte es sich jedoch um den französischen Begriff eines mathematischen Phänomens, den sogenannten Zykloiden. Bei seinen Forschungen zum Thema Perpetuum Mobile soll er jedoch die Roulette-Maschine erfunden haben, dies war jedoch eher ein Nebenprodukt seiner Forschung.

Verbreitung von Roulette

Von Italien aus verbreitete sich das Spiel im 18. und 19. Jahrhundert in ganz Europa. Besonders die gehobene Gesellschaft und der Adel genossen das Glücksspiel am Hof und spielten selbst in jene Zeiten, in denen versucht wurde, das Spiel zu unterbinden. Besonders auf dem französischen Hof fand das Spiel großen anklang und es entstand im Laufe der Jahre auch eine französische Version von Roulette. Auch die deutschen Kurorte genossen große Beliebtheit, nachdem die ersten Spielhäuser dort Einzug fanden. Besonders Baden-Baden zählte als Top-Destination für die Reichen aus ganz Europa. Im eleganten Casino und den antiken Thermen konnte der Adel aus Frankreich, Italien und selbst von außerhalb der europäischen Grenzen angefunden werden – so zum Beispiel der russische Autor Tolstoi.

Die Geschichte von Roulette reicht bereits mehrere hundert Jahre zurück und kann auf Italien des 17. Jahrhunderts zurückgeführt werden. Vorlage für das Glücksrad war das Rad der Fortuna, das im Mittelalter als Symbol für Glück, Zufall und das Schicksal stand. Gerüchte, dass der Forscher Blaise Pascal das Roulettespiel erfunden hat, sind jedoch nur durch einen Übersetzungsfehler entstanden. Tatsächlich ist es nicht klar, ob eine einzelne Person für den Aufbau des heutigen Rouletterads verantwortlich war oder ob sich das Spiel über die Jahre durch kleine Veränderungen zu dieser Form entwickelt hat.
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