| Gold/Goldpreis | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Anfänge der Goldgewinnung sind wahrscheinlich in
der Kupfersteinzeit zu suchen. Man hatte damals das
edle Metall bereits als Werkstoff mit
ausgezeichneten Verarbeitungs-Eigenschaften erkannt.
Gold wurde von den Menschen für besondere, für
rituelle Gegenstände, Masken und Schmuck verwendet.
Seine wesentliche Eigenschaft war, dass das Material
nicht rostete. Es behielt seinen Glanz und ließ sich
gut verwerten. Gold war ein sehr beständiges
Material, eine Eigenschaft, die es für die spätere
Münzprägung geradezu prädestinierte. Es wurde damit
zum Maßstab der Dinge in Sachen Geld. Im heutigen Warna, in Bulgarien, konnten im Jahr 1972 Funde nachgewiesen werden, die aus der Zeit um 4500 v. Chr. stammten. Man findet in der geschichtlichen Frühzeit weltweit Erwähnungen von Gold. Die griechischen Argonauten fuhren über das Meer zum Goldenen Vlies, die Tora beschreibt das Goldene Kalb, vom Goldland Ophir ist die Rede und auch im Neuen Testament wird von Gold erzählt. Das Edelmetall hatte im Laufe der Zeit einen unerschütterlichen Ruf als wertvollstes Metall bekommen. Entsprechend wuchs auch die Gier nach Gold. Es waren durchaus nicht nur geografische Erwägungen, die Christoph Kolumbus die Reisen nach Amerika ermöglichten. Die Spanische Krone wollte Gold und das brachte der Entdecker zu Hauf mit nach Europa. Um welchen Preis? Die indigenen Kulturen in den eroberten Regionen blieben auf der Strecke, wurden größtenteils sogar völlig zerstört. Gold und Geld Goldwährung geht nach heutigem Wissensstand auf die Zeit um 560 v. Chr. zurück, in der König Krösus damit in Zusammenhang gebracht wird. Er soll es gewesen sein, der die ersten Münzen als Zahlungsmittel prägen ließ. Der Wert des Goldes, der Preis der Feinunze schwankt seit jener frühen Zeit. Nennenswert sind dabei zwei historische Höhepunkte – einer liegt in der Zeit zwischen 1470 und 1490, wenige Jahre vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus 1492, bzw. der hohen Zeit des Aztekengoldes. Der zweite Höhepunkt wird in das Jahr 2011 datiert. Der Goldpreis lag etwa bei 2000 Dollar/Feinunze, gemessen an einem sogenannten globalen Warenkorb. Hierzu gehören vor allem Immobilien- und Grundstückspreise, deren Werte als Vergleich dafür herhalten. Die Zeit des großen Goldrausches markiert einmal mehr die enorme Anziehungskraft des wertvollsten Grundkapitals, das seinen Wert, auch den schwankenden Wert, stets behält. Gold scheint unvergänglich zu sein. Das Anliegen des lydischen Königs Krösus, das er mit der Münzprägung aus Gold bezweckte, war eines, das ihm nicht – und bis heute niemandem – gelang. Dennoch ist es ihm zu verdanken, dass eine gewisse Einheitlichkeit in die Währungsgeschichte kam. Krösus legte nicht nur einen Goldstandard fest, der genau definiert war, sondern auch ein Reinheitsgebot. Außerdem bekamen die Münzen einen Prägestempel. Gold war zu einem Zahlungsmittel im Sinne von Geld geworden und stellte eine handfeste Alternative zu den herkömmlichen Tauschgeschäften dar. Völlig neu war zudem die Tatsache, das Gold als Rücklage gespart werden konnte. Um 225 v. Chr. wurde diese Entwicklung von den Römern fortgesetzt. Die griechischen Stadtstaaten hatte sie bereits für sich genutzt. Bis um 600 nach Chr. blieb der römische Goldsolidus eine Leitwährung, die in weiten Teilen der Welt Bestand hatte. Ostrom, ganz Europa, Nordafrika, Vorderasien – überall war Gold zur wertvollsten Zahlungskapazität geworden, es wurde immer teurer und bahnte im Mittelalter dadurch dem Silber den Weg als Leitwährung. Das erreichte aber nicht die Bedeutung des Goldes, sondern war so eine Art Reserve, auch als Bezugsgröße war es wertvoll. Kreuzzüge beeinflussten ebenso wie der nordafrikanische Handel den Goldpreis. Im Mittelalter kam es zu drastischen Einbußen in den Fördermengen. Vor allem die Pest sorgte für ein wirtschaftliches Desaster. Die verminderte Förderung des Goldes ließ den Preis des Edelmetalls schnell ansteigen. Dieser Anstieg erreichte am Ende des 15. Jahrhunderts seinen Höhepunkt. Nach der Entdeckung des Goldes aus Südamerika sank der Preis rasch wieder, ein Trend, der bis zur Mitte des 19. Jahrhundert andauerte. Einen Versuch, einen Goldstandard festzulegen, machte zu Beginn des 17. Jahrhunderts Isaac Newton. Von da an wurden immer wieder Versuche gemacht, Währungen an Gold zu binden. Das taten bis zum 20. Jahrhundert alle großen Industrieländer. Diese Versuche, die mal gelangen, dann wieder als nicht bindend angesehen werden mussten, erst recht während der beide Weltkriege, zogen bis in die 1980er Jahre schließlich eine Explosion und darauf folgend ein Sinken des Preises nach sich. Nach 2001 stieg er wieder. Gründe waren das Platzen der Dotoom-Blase (2000), die amerikanische Subprime-Krise (2008), die Fukushima-Katastrophe und die Eurokrise (2011). Ein Jahrtausendhoch war im September 2011 zu verzeichnen. Seit dem schwankt der Goldpreis zwischen 1.600 und 1.800 Dollar, ein wahrscheinlich für einige Zeit anhaltender Wert. Eine Stabilität auf hohem Niveau würde eine Wiedereinführung des Goldstandards denkbar machen, wie es in einigen Ländern bereits diskutiert wird. |
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| Goldpreisentwicklung (Preis pro Unze in US-Dollar) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Der Angegebene Goldpreis dient nur zur Orientierung für das angegebene Jahr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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