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Rock Hudson Lebenslauf

Rock Hudson gehört zu den populärsten Hollywood-Schauspielern. Legendär sind z.B. die Komödien, die er gemeinsam mit Schauspielkollegin Doris Day gedreht hatte. Zu dem war Rock Hudson einer der ersten Prominenten, der an AIDS verstorben war. Er wurde namentlich als Roy Harold Scherer am 17. November 1925 in Illinois/USA geboren. Rock beendete die High School und ging zur US-Marine. Während des Zweiten Weltkriegs diente Hudson als Mechaniker bei der US-Navy. Seine Filmambitionen begannen erst nach Beendigung des Krieges. 1948 gab er sein Debüt in dem Kriegsfilm „Fighter Squadron“ – damals allerdings wurde er noch nicht einmal im Vor- bzw. Abspann benannt. Trotzdem:
Verantwortliche der Universal Picture Studios sahen den talentierten Hudson in dem Film und machten ihm ein Vertragsangebot, das er auch sofort annahm. Der sportliche Hudson bekam in den 1950ern vor allem Westernrollen angeboten – damals z.B. an der Seite von James Stewart (in „Winchester-73“). Das änderte sich aber: 1951 spielte Hudson in verschiedenen Melodramen die Hauptrolle: „Die wunderbare Macht“ – hier war er ein egoistischer Millionär. „Was der Himmel erlaubt“ – in diesem Film ist er der Gärtner und Geliebte einer Witwe. „Duell in den Wolken“ - der Film zeigt Hudson als Journalisten und Kunstflieger. Absoluter Höhepunkt war das Texas-Familien-Öl-Drama „Giganten“, in dem Rock Hudson einen Viehzüchter spielt. So gut, dass er für diese Rolle eine Oscar-Nominierung erhält. Auch nicht schlecht! 1955 heiratete Rock Hudson Phyllis Gates, die damals die Sekretärin von dem Hollywood-Agenten Henry Willson war. Grund: es gab immer wieder Gerüchte, dass Hudson homosexuell wäre. Dazu zu stehen, war wohl zu dieser Zeit damals einfach undenkbar gewesen. Vor allem dann, wenn jemand Karriere beim Film machen wollte! Schließlich drückte ihm Hollywood den unmissverständlichen Stempel eines Frauenhelds auf – und dieses Image hatte der Schauspieler selbst bis zum Schluss „gepflegt“. Die Hochzeitszeremonie fand damals ohne Öffentlichkeit statt – in Santa Barbara. Diese (Schein-)Ehe hielt dann auch nur bis 1958. Gates selber wollte von der Homosexualität ihres Mannes (angeblich) nichts gewusst haben. Ab 1959 drehte Hudson im Auftrag seiner eigenen Produktionsgesellschaft „7-Pictures“. Geplant waren vor allem Liebeskomödien mit viel Verwechslungs- und Situationskomik. Hudson war der smarte Liebhaber, Ehemann oder auch Frauenheld!
Dabei entstanden Filme, die heute Klassiker sind: z.B. mit Ausnahmeschauspielerin Doris Day in „Bettgeflüster“ (1959) – „Ein Pyjama für zwei“ (1961) oder auch „Schick´ mir keine Blumen“ (1964). Er und Doris Day waren für mehr als ein halbes Jahrzehnt eines der populärsten Filmpaare ihrer Zeit. Während der 1970er spielte Hudson in verschiedenen B-Movies mit – zu dem trat er in US-Fernsehserien auf (z.B. in der Detektivserie „McMillian“). 1980 bekam er das Angebot, bei dem Spielfilm „Mord im Spiegel“ mitspielen zu können. Das Drehbuch war nach einer Romanvorlage von Agatha Christie erstellt worden und zeigte Hudson – als (fast) zu fürsorglicher Ehemann. Die Ehefrau spielte Liz Taylor – außerdem hatte auch Tony Curtis eine Rolle in dem Film. Anfang/Mitte der 1980er erfährt Rock Hudson davon, dass er den HIV-Virus in sich trägt. Kurz darauf erkrankt der Schauspieler und bekannte sich öffentlich - nach so vielen Jahrzehnten des Versteckspielens - zu seiner Homosexualität. Er war in der US-Serie „Denver-Clan“ das letzte Mal im Jahre 1985 zu sehen. Da seine Krankheit damals schon sehr weit fortgeschritten war, musste er diese Dreharbeiten sogar unverhofft abbrechen. Rock Hudson verstarb im selben Jahr – am 2. Oktober 1985. Sein letzter Wunsch: er wollte verbrannt werden und ordnete an, dass seine Asche ins Meer übergeben werden solle. Aus den jahrelangen Kollegschaften mit Doris Day und auch Elisabeth Taylor wurden übrigens echte und tiefe Freundschaften. Liz selbst hatte bis zum Tod von Rock an seinem Krankenbett gewacht. Rock Hudson wurde 59 Jahre alt. Als Andenken erhielt er einen Stern auf dem berühmten Hollywood-Walk-of-Fame. Durch seinen Tod kam es zur Gründung der „American-Aids-Research-Foundation“, die sich vor allem für Forschung und Aufklärung rund um den HIV-Virus einsetzen – diese wurde u.a. von Schauspielerin Liz Taylor ins Leben gerufen.
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