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Laura Ingalls Wilder Lebenslauf

Die Serie „Unsere kleine Farm“ ist eine der bekanntesten und basiert annähernd auf den Romanen von Laura Ingalls Wilder, einer Schriftstellerin, nach der in Amerika etliche Straßen benannt wurden. Auch wenn die Serie mit dem historischen Hintergrund Ingalls Wilders eher weniger zu tun hat, so ist sie doch
aus den farbreichen Erzählungen und Erinnerungen entstanden, die diese bewundernswürdige Frau verfasste. Dazu gedrängt hatte sie ihre einzige Tochter Rose, die später Journalistin wurde und ihre Mutter dazu überredete, ihre Kindheitserlebnisse aufzuschreiben. Diese wurden zwar noch nicht veröffentlicht, regten Ingalls Wilder jedoch dazu an, ihren ersten Roman zu verfassen, der sie zu der Schriftstellerin machen sollte, als die sie heute gilt.
Ingalls Wilder führte ein alles andere als leichtes Leben. Im Gegenteil. Es bestand aus etlichen leidhaften Erfahrungen, vielen Rück- und Schicksalsschlägen, umgeben von harter Arbeit. Auch war sie eine der ersten Schriftstellerinnen, die sich innerhalb Amerikas für die Ureinwohner aussprach und damit einen ersten Anstoß gab, der vorherrschenden Ungerechtigkeit entgegenzuwirken.
Geboren wurde sie am
7. Februar 1867 in Pepin. Wie in ihren teilweise autobiografischen Büchern geschildert, wuchs sie auf einer Farm auf. Tatsächlich musste die junge Laura schon während der Schulzeit auf der Farm ihrer Eltern mithelfen und genoss daher keine besonders gute Schulausbildung. Die Eltern waren Charles und Caroline, die fünf Kinder bekamen, von denen eins, der kleine Bruder Charles, bald nach der Geburt verstarb.
Das Farmerleben war hart, undankbar und durchaus nicht auf einen Ort festgelegt. Ganz im Gegenteil zog die Familie immer weiter gen Westen und konnte sich erst 1880 in De Smet niederlassen, wo Laura den Schulabschluss nachholte und eine Ausbildung als Lehrerin machte. Danach suchte sie sich eine Beschäftigung als Näherin, finanzierte damit ihrer durch Scharlach erblindeten Schwester die Ausbildung und heiratete 1885 den zehn Jahre älteren Almanzo Wilder, der ihr erneut nur die Aussicht auf das
mühsame Farmerleben bieten konnte, das sie bereits kannte, so dass sie sich lange nicht entschließen konnte, ihm das Ja-Wort zu geben.
Gemeinsam mit ihm baute sie etwas außerhalb von De Smet eine eigene Farm. Die Felder lagen brach, Missernten waren die Folge, die Arbeit war beschwerlich und zu all dem gesellte sich die schwere Krankheit des Ehemanns, der an Diphterie litt. Das erste Kind der beiden verstarb nach der Geburt, was Laura kaum überwand, und als wäre all das nicht schon genug, brannte ihnen auch noch das Haus ab, so dass das Ehepaar schließlich die Koffer packte und nach Florida zog. Die Tochter Rose wurde geboren, die Reise ging weiter nach Mansfield, wo die kleine Familie erneut eine Farm bezog, während beide Ehepartner nebenbei noch andere Arbeiten übernahmen, um dieses Leben finanzieren zu können.
Da die Zeit lange fehlte, um sich einer Muße hinzugeben, begann Laura Ingalls Wilder schließlich im Alter von sechzig Jahren ihre gesamte Lebensgeschichte aufzuschreiben und aus diesen Erinnerungen und Begebenheiten entstand schließlich ihr erstes Buch. Dieses wurde auch tatsächlich 1932 veröffentlicht und brachte einen derartig überwältigenden Erfolg mit sich, dass die Schriftstellerin sich ermutigt fühlte, weitere Geschichten ihrer Kinder- und Jugendzeit festzuhalten. Insgesamt schrieb sie neun Bücher und starb erst im hohen Alter am 10. Februar 1957, kurz nach ihrem neunzigsten Geburtstag.
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