Die UNESCO

Die UNESCO ist eine internationale Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Sie ist eine der sechzehn Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, ihr Hauptsitz befindet sich in Paris.

Geschichte:
Seit 1942 führte Lord Butler, der damalige Erziehungsminister Großbritanniens, Gespräche mit acht europäischen Amtskollegen, um nach dem zweiten Weltkrieg gemeinsam den Wiederaufbau von Bildung und Kultur zu ermöglichen. Im April 1944 entstand ein erster Entwurf für die UNESCO-Verfassung, 1945 wurde Paris als Sitz der Organisation festgelegt. Die BRD ist seit dem 11. Juni 1951 Mitglied der UNESCO, die DDR seit dem November 1972. Heute hat die UNESCO 192 Mitgliedstaaten.

Aufgaben:
Aufgabe der UNESCO ist die Förderung der für sie namensgebenden Bereiche, d.h. Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Zusätzliches Aufgabengebiet ist die Medienpolitik.

Erziehung:
Zu den wichtigsten Zielen der UNESCO im Bereich Erziehung gehört eine Grundbildung für alle Menschen. Auch die Gesundheitserziehung zur Prävention von Drogenmissbrauch und Aids gehört neben anderem mehr zu ihren Aufgaben.

Wissenschaft:
Im Bereich der Wissenschaft besteht die Hauptaufgabe in der Förderung der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit in Ozeanographie, Hydrologie, Geologie und Umweltwissenschaften. Ziel der Zusammenarbeit ist der Erhalt von biologischen Arten und Trinkwasserressourcen. Zu den möglichen Themen gehören auch bioethische Fragen.

Kultur:
Aufgaben im Kulturbereich sind einerseits die Verwaltung des Weltkulturerbes und andererseits die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, z.B. von Sprachen, Bräuchen und Musik.

Medienpolitik:
Die UNESCO setzt sich auch mit Problemen der Informationsgesellschaft auseinander. Sie engagiert sich für Pressefreiheit und Informationszugang, beispielsweise indem sie in Entwicklungsländern Journalisten ausbildet und Nachrichtenagenturen aufbaut.

Organe der UNESCO:
Zu den Organen der UNESCO gehören die Generalkonferenz, der Exekutivrat, das Sekretariat und in gewissem Sinne die Nationalkommissionen. Die oberste Entscheidungs- und Kontrollinstanz der UNESCO ist die Generalkonferenz. Sie tagt alle zwei Jahre und wählt den Exekutivrat, der zweimal jährlich zusammentritt. Der Exekutivrat ist das Bindeglied zwischen der Generalkonferenz und dem Sekretariat. Die Nationalkommissionen sind eigentlich keine Organe der UNESCO, sondern entsprechende Stellen in jedem Staat.

 

 
 


 

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