Biografie Katja Riemann Lebenslauf Lebensdaten

Die am 1. November 1963 in der am Rande Bremens liegenden niedersächsischen Gemeinde Kirchweyhe (seit 1974 Ortsteil der Großgemeinde Weyhe) geborene Katja Riemann wurde der Öffentlichkeit nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Sängerin bekannt.
Katja Riemann wuchs als jüngstes Kind zusammen mit Bruder Jochen und Schwester Susanne in ihrem Geburtsort auf. Ihre Eltern waren Lehrer. Die Zeit auf dem Gymnasium war für Katja Riemann, die Jahrzehnte später im Erfolgsfilm „Fack ju Göhte“ (2013) eine Gymnasialdirektorin spielte, außerordentlich schwierig. Sie wechselte schließlich in der neunten Klase an die Gesamtschule in der Nachbargemeinde Leeste. Hier bestand sie 1983 die Abitur-Prüfung. Es schloss sich nach einem Studien-Semester Tanzpädagogik in Hamburg eine von 1984 bis 1987
dauernde Schauspielausbildung in Hannover und München an.
Die Schauspielschülerin mit dem hellblonden Lockenkopf und der Stupsnase wurde vom Regisseur Peter Beauvais als „Marga Lürmann“ für die sechsteilige ARD-Literatur-Verfilmung „Sommer in Lesmona“ (1987) verpflichtet. Noch vor dem Abschluss ihrer Ausbildung galt Katja Riemann, der die Rolle der unglücklich verliebten bremischen Konsulstochter „Marga“ den Grimme-Preis in Gold bescherte, als eine der großen Neuentdeckungen in der deutschen Schauspielwelt. Es folgten Ensemble-Mitgliedschaften bei den Münchner Kammerspielen (1987 bis 1989) und dem Schillertheater Berlin (1990 bis 1992) sowie regelmäßig Hauptrollen auf festen und Tournee-Bühnen.
Auch als Sängerin mit großer thematischer Bandbreite konnte Katja Riemann überzeugen. Sie veröffentlichte Alben mit von ihr geschriebenen Pop-Texten, mit Interpretationen von Jazz-Klassikern („Katja Riemann Oktett“) und mit Liedern jüdischer Komponisten der Weimarer Republik. Ihre bekannteste Musikeinlage gab sie aber in dem Erfolgs-Film „Bandits“ (1997). Als Schlagzeug spielende Strafvollzugsinsassin „Emma“ trug Katja Riemann ihren Teil zum Soundtrack bei, der 1997 mit Songs wie „Catch me“ eine Goldene Schallplatte bekam.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Katja Riemann längst in die Oberliga der deutschen Kino- und TV-Schauspielerinnen hochgespielt. Neben tragenden Gastrollen in TV-Serien wie „Tatort“ und “Polizeiruf“ übernahm sie regelmäßig Hauptrollen in Kino-Erfolgen. Dieser Erfolgsreigen begann 1992 mit dem Hochschul-Regieabschlussfilm „Abgeschminkt!“ von Katja von Garnier und der Rolle der „Doro“ in Sönke Wortmanns „Der bewegte Mann“ (1994). Bemerkenswert war auch
Riemanns Umsetzung (1996) der Romanfigur „Hella Moormann“ in der Verfilmung des gruseligen Ingrid-Noll-Bestsellers „Die Apothekerin“. Eine besondere Affinität entwickelte Katja Riemann für die Darstellung von historischen Frauenfiguren der NS-Zeit: So als „Mary Cykowski“ in Vilsmaiers „Comedian Harmonists“ (1997), als „Eva Braun“ in „Goebbels und Geduldig“ (2002) und noch einmal als „Eva Braun“ in der Hitler-Parodie „Mein Führer“ (2007) oder als „Lena Fischer“ in Margaretha von Trottas „Rosenstraße“ (2003). Highlights im Filmschaffen von Katja Riemann waren auch ihre Rollen in den mehrfach ausgezeichneten Spielfilmen „Das wahre Leben“ (2006), “Ein fliehendes Pferd“ (2007) und “Verratene Freunde“ (2013).
Katja Riemann bekam während einer von 1990 bis 1998 dauernden Beziehung mit dem Schauspielerkollegen Peter Sattmann (geb. 1947) eine Tochter: Paula wurde 1993 geboren. Katja Riemann hat sich nicht nur als Künstlerin, sondern auch als sozial engagierte Bürgerin einen guten Ruf erarbeitet. Wegen ihres engagierten Einsatzes für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit wurde die Bundesverdienstkreuzträgerin 2011 vom Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in einen neu geschaffenen Innovationsbeirat berufen, um neben Wirtschaftsfachleuten und Prominenten wie Asfa-Wossen Asserate, Marion Kracht, Tom Tykwer und Sabine Christiansen „Impulse für neue Ideen“ zu entwickeln.
Katja Riemann hat sich aber auch den Ruf eines nicht immer den branchenüblichen flockig-oberflächlichen Talk-Modus beachtenden Stars erarbeitet. So gab sie sich im März 2013 bei einem Interview im NDR-Magazin „Das!“ extrem sperrig und löste damit einen mittleren Shitstorm aus.
Katja Riemann Seiten, Steckbrief, Kurzbio etc.
Autogramm Katja Riemann Autogrammadresse
Movies Katja Riemann Filme
1988 - Faust – Vom Himmel durch die Welt zur Hölle
1989 - Schimanski-Tatort – Katjas Schweigen
1989 - Salz für das Leben
1991 - Von Gewalt keine Rede
1992 - Abgeschminkt!
1992 - Ein Mann für jede Tonart
1992 - Die Distel
1993 - Polizeiruf 110 – Blue Dream – Tod im Regen
1994 - Der bewegte Mann
1994 - Himmel und Hölle
1995 - Nur über meine Leiche
1995 - Stadtgespräch
1996 - Hart, aber herzlich - Operation Jennifer
1996 - Nur aus Liebe
1996 - Die Apothekerin
1997 - Bandits
1997 - Comedian Harmonists
1999 - Balzac – Ein Leben voller Leidenschaft
1999 - Else – Geschichte einer leidenschaftlichen Frau
1999 - Long Hello and Short Goodbye
2000 - Begierde
2001 - Goebbels und Geduldig, Satire, als Eva Braun
2002 - Bibi Blocksberg
2003 - Rosenstraße
2004 - Agnes und seine Brüder
2004 - Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen
2004 - Bergkristall
2005 - Die Diebin und der General
2005 - Küss mich, Hexe!
2006 - Ich bin die Andere
2006 - Das wahre Leben
2007 - Blood and Chocolate
2007 - Ein fliehendes Pferd
2007 - Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler
2007 - Shanghai Baby
2008 - Up! Up! To the Sky
2009 - Romeo und Jutta
2009 - Vulkan
2010 - Die Grenze
2011 - Die fremde Familie
2011 - Die Relativitätstheorie der Liebe
2011 - Der Verdingbub
2012 - Türkisch für Anfänger
2012 - Ausgerechnet Sibirien
2012 - Clarissas Geheimnis
2012 - Baron Münchhausen
2012 - Das Wochenende
2013 - Verratene Freunde
2013 - Tatort – Die Wahrheit stirbt zuerst
2013 - Fack ju Göhte
2013 - Totenengel
2013 - Kleine Schiffe
Katja Riemann Filme
Fack Ju Göthe
Katja Riemann Filme
August Diehl Filme