Geschichte der Börse |
|
Eine Börse ist ursprünglich ein
Markt, auf dem sogenannte vertretbare Sachen in
organisierter Form nach ganz bestimmten Regeln angeboten
und nachgefragt werden. So gibt es eine Börse nicht nur
für Wertpapiere wie Aktien und Anleihen, sondern auch
für Devisen und Rohstoffe. Ebenfalls im Jahr 1540 folgten die ersten Börsen in Deutschland, allerdings nicht am heute weltweit sehr umsatzstarken Standort Frankfurt sondern in Augsburg und in Nürnberg. Die Kölner Börse kam im Jahr 1553 und die Hamburger Börse fünf Jahre später. Im Jahr 1571 schließlich formierte sich die London Stock Exchange in Großbritannien, und auch die Börse Frankfurt folgte endlich im Jahr 1585. Im Lauf der Jahre kamen weltweit eine ganze Reihe weiterer Börsen von mehr oder minder großer Bedeutung hinzu. Die gewichtige Börse in Tokyo wurde am 01. April 1949 gegründet, und die berühmte New Yorker NASDAQ besteht seit dem 08. Februar 1971. Selbst die aufstrebende Wirtschaftsmacht China darf sich seit dem 26. November 1990 rühmen, mit der Shanghai Stock Exchange eine Börse ihr Eigen zu nennen. Eine der neuesten Börsenplätze ist auch in Zypern zu finden, wo die Cyprus Stock Exchange am 29. März 1996 eröffnete. Traurige Berühmtheit erlangten in der bewegten Geschichte der Börse einzelne „schwarze“ Tage – Tage, an denen die Kurse von Unternehmen unterschiedlichster Branchen in den Keller stürzten und viele Anleger um ihr Vermögen brachen. Der 28. Oktober 1929 ist an der Wall Street in New York als „Black Monday“ berühmt, an diesem Tag stürzte der Dow Jones fast ins Bodenlose. Auch im September 2008 führte die damalige Finanz- und Bankenkrise durch mehrere Bankenpleiten zu Kursverlusten in einem großen Umfang. Einige Börsen mussten den weltweiten Handel damals zeitweise sogar ganz aussetzen. |
|
|