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Lebenslauf David Lama Biografie

David Lama wurde am 4. August 1990 im österreichischen Insbruck als Sohn Sohn einer Österreicherin und eines Nepalesen geboren. Lama entdeckte schon früh seine Leidenschaft für die Bergsteigerei. Sein Vater stammte aus dem Gebiet des Mount Everest und bereits im Alter von gerade einmal fünf Jahren nahm er an einem Kletterkurs des Extrembergsteigers Peter Habeler teil. Dieser entdeckte das Talent des Jungen und ermutigte ihn, diesen Sport zu intensivieren.
Daraufhin trat David Scherer in eine Kinderkletter-Gruppe des Österreichischen Alpenvereins unter der Leitung von Trainer Reinhold Scherer ein, in der er auch mehrere Jahre aktiv war. Da er der kleinste und der jüngste in der Gruppe war, erhielt er den Spitznamen "Fuzzy", der ihn noch bis ins junge Erwachsenenalter begleiten sollte. Mit sieben Jahren nahm Lama an seinem ersten Wettbewerb in der Nähe seiner Heimatstadt teil und belegte dort auf Anhieb den zweiten Platz. Zwei Jahre später siegte er beim Juniorcup des Alpenvereins und im Alter von Zehn Jahren kletterte Lama seine erste 8a-Route - ein Schwierigkeitsgrad, der in diesem Alter noch niemandem zuvor gelungen war. Im Juniorenbereich gehörte Lama fortan zu den Besten, was er mit zahlreichen Siegen zu belegen wusste. So sicherte er sich in den Jahren 2004 und 2005 den Gesamtsieg beim Jugendeuropacup. Auch die Weltmeisterschaften in Edinburgh und Peking konnte Lama bei den Junioren für sich entscheiden.
Ab 2006 startete er in der Herrenkonkurrenz. Auch dort konnte er so manchen Erfolg verbuchen. Gleich in seiner ersten Saison gewann er einen Boulder-Weltcup und einen Vorstieg-Weltcup. Damit sicherte er sich als jüngster Weltcupsieger überhaupt einen Eintrag in die Annalen des Klettersports. Ab 2010 legte Lama mehr und mehr seinen Fokus auf den Alpinismus. Zwei Jahre später gelang ihm gemeinsam mit Peter Ordner am Cerro Torre in Patagonien die erste Begehung der Kompressorroute ohne technische Hilfsmittel, wofür er 2013 mit dem "Piolet d’Or" (goldener Eispickel), eine der wichtigsten Auszeichnungen im extremen Bergsport, geehrt wurde. Nachdem Lamas Versuche, im Team den Lunag Ri in Nepal über den Westpfeiler zu bezwingen, 2015 und 2016 gescheitert waren, gelang ihm im Oktober 2018 der Aufstieg im Alleingang.
Im Frühjahr 2019 brach Lama gemeinsam mit den beiden Extrem-Bergsteigern Hansjörg Auer und Jess Roskelley nach Kanada auf, um dort im Banff-Nationalpark den 3.290 Meter hohen Howse Peak über die sogenannte M16-Route durch die Ostwand zu besteigen. Nach einem Lawinenabgang an der Nordostwand galten die drei seit dem 16. April als vermisst. Fünf Tage später wurden die Befürchtungen seitens der kanadischen Nationalparkbehörde Gewissheit, dass die Seilschaft die Lawine nicht überlebt hätte, traurige Gewissheit und die Leichen von Lama, Auer und Roskelly geborgen. Das Unglück ereilte sie während des Abstiegs. Das brachte die Auswertung des Smartphones von Roskelly zutage, in dem ein Foto der drei Extrem-Alpinisten auf dem Gipfel gefunden wurde.
David Lama wurde nach alter Tradition der buddhistischen Sherpa-Kultur eingeäschert und seine Asche in in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu beigesetzt. Er lebte bis zuletzt nahe seiner Geburtsstadt Innsbruck in Götzens.
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