März 2001 – Maul- und Klauenseuche in Europa
Die hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche erreichte
am 13. März 2001 drei Wochen nach ihrem
Ausbruch in Großbritannien das europäische Festland. In einer
westfranzösischen Rinderherde wurde nach Behördenangaben die Tierseuche
nachgewiesen. Betroffen war ein Hof im Departement Mayenne. Die Herde von
über 100 aus Frankreich stammenden Milchkühen wurde getötet, nachdem
Tierärzte bei sechs Tieren Symptome der MKS festgestellt hatten. Daraufhin
verhängte die EU-Kommission ein Exportverbot für Vieh aus Frankreich.
Wichtige Ereignisse März
2001
10. März
In Hamburg wurde die Free-Software Foundation Europe gegründet.
10. März
International 2001 – Die Free Software Foundation Europe (FSFE) wurde gegründet
als europäische Schwesterorganisation der US-amerikanischen Free Software
Foundation (FSF).
10. März
In Stuttgart fand ein Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen statt. Im
innerparteilichen Streit um die Atomtransporte nach Gorleben wurde ein
Kompromisspapier des Bundesvorstandes gebilligt. Danach sollte nicht zu
Blockaden der geplanten Castor-Transporte aufgerufen werden. Die
Parteimitglieder dürfen aber an Demonstrationen teilnehmen. Ferner wurde
beschlossen, dass Minister der Grünen künftig auf ihr Bundestagsmandat
verzichten mussten.
11. März
In Rom sprach Papst Johannes Paul II. 233 Glaubensopfer des spanischen
Bürgerkrieges (1936-1939) selig. Die Märtyrer waren nach Vatikanangaben von
Anarchokommunisten wegen ihres Glaubens getötet worden. Noch nie zuvor in
der Kirchengeschichte wurden so viele Christen auf einmal selig gesprochen.
11. März
Die Maul- und Klauenseuche hatte mit 25 neuen Fällen an einem Tag und
insgesamt 164 Fällen einen neuen Höhepunkt in Großbritannien erreicht. Neue
Fälle wurden aus England, Wales und Schottland gemeldet.
12. März
In Kuwait warf ein US-Kampfjet vom Typ FA-18 Hornet vom Flugzeugträger
„Harry S. Truman“ bei einem Übungsflug versehentlich eine Bombe ab. Der
Sprengkörper detonierte auf dem Übungsgelände eines US-Stützpunktes und
tötete fünf US-Militärangehörige und einen Manöverbeobachter aus Neuseeland.
12. März
UNESCO/Afghanistan 2001 - Wie von der UNESCO bestätigt wurden hatten
Taliban
zwei der größten aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Buddha-Statuen in
Bamiyan (
Afghanistan) zerstört.
12. März
Jürgen Trittin, der grüne Umweltminister, sagte in einem Interview in der
WDR-Sendung „Morgenecho“:
Laurenz Meyer hat die Mentalität eines Skinheads und nicht nur das
Aussehen. Laurenz Meyer hat selber bekundet, dass er stolz darauf sei,
dass er Deutscher ist. Das ist so die Flachheit, der geistige Tiefflug,
der jeden rassistischen Schläger in dieser Republik auszeichnet
und löste damit einen Sturm der Empörung aus. Am 29. März lehnte der
Bundestag die Forderung der Union nach Entlassung Trittins ab.
13. März
Nach einem Spitzengespräch bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigte
der Sprecher der Initiative für die Entschädigung ehemaliger
NS-Zwangsarbeiter, Wolfgang Gibowski, an, dass das Geld für die
Entschädigung bereitstehe und mit der Auszahlung begonnen werden könnte,
sobald Rechtssicherheit für die deutschen Unternehmen gewährt werde.
14. März
Bei Börsenbeginn gab der Dow-Jones-Index um mehr als 300 Punkte nach und
fiel zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten.
Auch der Deutsche Aktienindex (DAX) und der Index der 50 wichtigsten
Technologiewerte, der Nemax 50, gaben nach.
14. März
Obwohl Bundesumweltminister Jürgen Trittin sich beim CDU-Generalsekretär
Laurenz Meyer entschuldigt hatte, hielt die Union an der Forderung fest,
Trittin zu entlassen. Trittin erklärte gegenüber dem ZDF, er habe seine
Kritik nicht in einer Form vortragen wolle, die Meyer verletze. Trittin warf
dem CDU-Politiker weiterhin Deutschtümelei vor.
15. März
In Berlin wurde in Anwesenheit eines internationalen Staraufgebots und von
Bundespräsident
Johannes Rau zum zehnten Mal von der Deutschen
Phono-Akademie der Musikpreis „Echo 2001“ für Popkünstler aus dem In- und
Ausland vergeben. Ausgezeichnet wurden u.a. Comedy Star Michael Mittermeier,
die Sängerin Jeanette, die schwedische Gruppe Rednex und der umstrittene
US-Rapper Eminem. Der Popsänger Ayman wurde zweimal, als erfolgreichster
nationaler Künstler und als Newcomer des Jahres, ausgezeichnet. Als besten
international Künstler ehrte die Jury vor mehr als 5000 Gästen Carlos
Santana.
15. März
Nach mehrtägigen Verhandlungen mit den ägyptischen Behörden ließ ein
ägyptischer Kidnapper vier deutsche Urlauber frei und stellte sich der
Polizei. Der Entführer hielt drei 22 Jahre alte Studenten aus Sachsen-Anhalt
sowie einen 48-jährigen Techniker aus Münster in Nordrhein-Westfalen seit
dem 12. März in einem Appartement unweit des Karnak-Tempels in Luxor fest.
Er wollte mit der Geiselnahme die Rückkehr seiner beiden Söhne aus
Deutschland erzwingen, die dort bei seiner geschiedenen Frau lebten.
16. März
Hawar-Inseln 2001 – Der Streit um die Hawar-Inseln wurde durch ein Urteil des
Internationalen Gerichtshofes beendet. Sie gehörten seitdem zu Bahrain,
unabhängig von der geographischen Nähe zu Katar.
16. März
Nach einer Vorbereitungszeit von drei Jahren machte die ÖTV den Weg zur
Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di frei. Beim
Kongress der
Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr
stimmten knapp 90 Prozent für die Selbstauflösung ihrer Organisation und für
einen Zusammenschluss mit den anderen vier Fusions-Gewerkschaften.
16. März
Bundespräsident
Johannes Rau löste in Berlin durch seine Äußerungen im
Fernseh-Nachrichtensender „N24“ eine neuerliche Debatte über das Verhältnis
der Deutschen zu ihrer Nation aus. Er sagte:
Man kann nicht stolz sein auf etwas, was man selber gar nicht zustande
gebracht hat. Man kann froh oder dankbar sein, dass man Deutscher ist.
Aber stolz kann man darauf nicht sein, nach meiner Überzeugung.
Führende Politiker der Union griffen Rau daraufhin teilweise scharf an.
17. MärzNachdem als fünfte und letzte Gewerkschaft, die
Deutsche Postgewerkschaft, mit 91 Prozent der Delegiertenstimmen für ihre
Auflösung gestimmt hatte, stand der Gründung der neuen
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nichts mehr im Weg.
18. März
In Hessen fanden Kommunalwahlen statt, aus denen die CDU als Sieger
hervorging. Trotz der Schwarzgeldaffäre um Ministerpräsident Koch (CDU)
verbesserte sich die CDU um insgesamt 6,2 Prozent auf 39,2 Prozent der
Stimmen. Die SPD konnte sich um ein Prozent auf 39 Prozent verbessern. Die
FDP erreichte 4,9 und die Grünen 8,6 Prozent. Im Frankfurt am Main verfehlte
die CDU-Oberbürgermeisterin Petra Roth überraschenderweise im ersten
Wahlgang die absolute Mehrheit.
18. März
BRD 2001 – In Berlin kam es zur Gründung der
Gewerkschaft Ver.di.
19. Mai
Die US-Raumfähre Discovery trat nach neun Tagen Besuch auf der
internationalen Raumstation ISS mit einem Tag Verspätung die Heimreise an.
Sie brachte die erste ISS-Besatzung auf die Erde zurück.
19. Mai
Vier Monate nach dem Börsengang wurde das Papier der Deutschen Post AG in
den DAX aufgenommen. Damit hatte es erstmals ein Unternehmen der
Logistik-Branche unter die 30 wichtigsten deutschen Aktientitel geschafft.
Für die „Aktie Gelb“ musste der Titel Karstadt Quelle in den
Nebenwerte-Index MDAX weichen.
Wichtige Nachrichten im März 2001
März 2001 Deutschland in den Nachrichten
Bauprojekte: Nicht nur Shark City floppt
Echo-online
Im März 2001 stirbt Schlossbesitzer Eugen Wolpert,
Die CDU/FDP-Koalition zerbricht an der Frage, ob
sich die Stadt beim Schloss finanziell einbringen
...
>>>
Werbung