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März – Mosambik versank in den Fluten, die CDU in der Spendenaffäre

Kalender März 2000
Die Natur hatte in Mosambik erbarmungslos zugeschlagen. Die Flutkatastrophe hatte etwa 1 Million das Obdach zerstört und ganz Landstriche unter Wasser gesetzt. Internationale Hilfe kam unter anderem aus der Bundesrepublik. Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes waren nach Mosambik abgestellt worden und diese halfen bei der Versorgung und Rettung von Hochwasseropfern an Save-Fluss. Wenig Hilfe hatte allerdings der Kriegsverbrecher Tihomir Blaskic zu erwarten. Er wurde wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Gerichtshof zu 45 Jahren Haft verurteilt. Er war unter anderem verantwortlich für das Massker, das im Dorf Ahmici 1993 unter seinem Befehl verübt worden war. Dagegen nahmen sich die immer wiederkehrenden Schlagzeilen um die unsägliche CDU-Spendenaffäre nahezu kläglich aus.
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Wichtige Ereignisse im März 2000

1. März
Finnland 2000 – Die Politikerin Tarja Halonen wurde Staatspräsidentin in Finnland.
1. März
Monaco 2000 – Staats- und Außenminister von Monaco wurde Patrick Leclercq.
1. März
EU/Marokko 2000 – Zwischen der EU und Marokko wurde ein Vertrag über eine Freihandelszone bis 2010 abgeschlossen.
1. März
Uruguay 2000 – Staatspräsident von Uruguay wurde Dr. Jorge Battle Ibáñez.
1. März
Israel 2000 – Im Parlament erlitt die Friedenspolitik des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak eine schwere Niederlage. Eine Mehrheit von 60 Parlamentariern, unter denen 27 Vertreter der Barak-Regierungskoalition waren, hatte einen Gesetzentwurf der Likud-Opposition gebilligt. Darin waren die Anforderungen an ein Friedensreferendum mit Syrien erheblich verschärft worden.
1. März
Mosambik 2000 – Durch die Flutkatastrophe in Mosambik waren nach Angaben von Präsident Joaquim Chissano bereits rund 1 Million Menschen obdachlos geworden. Ganze Landstriche waren zu Wasserwüsten geworden.
1. März
BRD 2000 – Der Privatsender RTL II hatte mit der Ausstrahlung der umstrittenen Fernseh-Sendung „Big Brother“ begonnen. Darin wurde ein von der Außenwelt abgeschlossenes Haus von 153 Quadratkilometern von zehn Kandidaten bezogen. Hundert Tage mussten sie darin verbringen und waren in allen Lebenslagen rund um die Uhr von Kameras umgeben. Über das Verlassen des Hauses entschied ein Zuschauervotum. Der Sieger erhielt 250.000 DM.
2. März
Großbritannien 2000 – Der 84-jährige chilenische Ex-Diktator Augusto Pinochet kehrte nach 16 Monaten Hausarrest in Großbritannien in sein Heimatland Chile zurück. Der britische Innenminister Jack Straw lehnte eine Auslieferung an Spanien wegen des angeblich schlechten Gesundheitszustands von Pinochet ab. In Spanien wäre ihm wegen Folter und anderer Verbrechen während seiner Militärherrschaft (1973 bis 1990) der Prozess gemacht worden.
2. März
USA 2000 – Der deutsche Kandidat Caio Koch-Weser hatte trotz der meisten Stimmen nicht die absolute Mehrheit bei der ersten Probeabstimmung für den neuen Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF) erreicht. Der kommissarische IWF-Direktor Stanley Fischer aus den USA und der Japaner Eisuke Sakakibara waren ebenfalls Kandidaten für das Amt gewesen.
2. März
Österreich 2000 – Die Wiener High Society hatte in Abwesenheit ausländischer Prominenz und begleitet von massiven Protesten gegen die Regierungsbeteiligung der rechtpopulistischen FPÖ den Opernball gefeiert.
2. März
Segeln 2000 – Der American’s Cup wurde von der neuseeländischen Yacht „Black Magic“ gegen den italienischen Herausforderer „Prada Challenge“ verteidigt. Das Team New Zealand gewann die begehrte Trophäe mit 5:0 wie 1995 ohne eine Niederlage.
3. März
Deutschland 2000 – Wegen der Finanzaffäre der CDU war die Gültigkeit der letzten Landtagswahl in Hessen erneut überprüft worden. Dies war vom hessischen Wahlprüfungsgericht beschlossen worden, um sicherzustellen, dass das Wahlergebnis nicht durch die sogenannten schwarzen Konten der Hessen-CDU beeinflusst worden war.
3. März
Internationale Justiz 2000 – In Den Haag (Niederlande) hatte das UNO-Kriegsverbrechertribunal den kroatischen General Tihomir Blaskic (*1960) wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Bosnienkonflikt zu 45 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht hatte den Befehlshaber bosnisch-kroatischer Streitkräfte für die Vertreibung und Ermordung von unbewaffneten, muslimischen Zivilisten verantwortlich gemacht. Eines der schlimmsten Verbrechen war das unter Blaskics Befehlsgewalt verübte Massaker von 116 muslimischen Zivilisten in dem Dorf Ahmici im Jahr 1993.
4. März
Deutschland 2000 – Mit knapper Mehrheit hatten sich die hessischen Liberalen hinter CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch gestellt. Für eine Fortsetzung der Regierungskoalition in Wiesbaden einigten sich 184 der 300 Delegierten auf einem Sonderparteitag. Für ein Ende der Koalition hatte sich der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Gerhardt vergeblich bemüht.
4. März
Mosambik/BRD 2000 – Im Hochwassergebiet in Mosambik waren die ersten drei von insgesamt sieben Hubschraubern des Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr eingetroffen. Sie sollten bei der Versorgung und Rettung von Hochwasseropfern am Save-Fluss helfen.
4. März
Fußball 2000 – Der Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hatte sich bei der 0:2-Niederlage des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart in Stuttgart aus der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Seit 1979 hatte Matthäus 464 Punktspiele bestritten und 121 Tore geschossen.
5. März
BRD 2000 – Bei der nächsten Wahl zum Bundesvorstand wollte die Grünen-Vorstandssprecherin Gunda Röstel einer eigenen Ankündigung zufolge weder als Sprecherin noch für eine andere Position zur Verfügung stehen. Ihre Sprecherkollegin Antje Radcke hingegen wollte erneut kandidieren.
5. März
Hamburg 2000 – Der frühere Bundesverteidigungsminister Volker Rühe hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, das er nach seinem schlechten Ergebnis bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein für den CDU-Parteivorsitz „definitiv nicht zur Verfügung“ stehen werde.
5. März
Israel 2000 – Bis zum Juli 2000 sollten einem einstimmigen Beschluss des israelischen Kabinetts zufolge die eigenen Truppen aus der „Sicherheitszone“ im Südlibanon abgezogen werden. Damit würde die 18 Jahre dauernde Besetzung beendet werden. Auch ohne ein vorheriges Friedensabkommen mit dem Libanon und mit Syrien werde der Rückzug vonstatten gehen.
5. März
China 2000 – An die im Staatsapparat weit verbreitete Korruption hatte Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji die zehntägige Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses eröffnet. Zhu hatte harte Strafen für die Verantwortlichen gefordert. Wegen Korruptionsverdachtes war kurz zuvor der Vizepräsident des Volkskongresses, Cheng Kejie, seines Amtes enthoben worden.
5. März
Skisport 2000 – Zum zweiten Mal in Folge hatte der deutsche Skispringer Martin Schmitt den Weltcup gewonnen. Der Schwarzwälder hatte in Finnland seinen elften Saisonerfolg errungen und war bei drei noch ausstehenden Springen nicht mehr einzuholen gewesen.
5. März
Eisschnelllauf 2000 – Im japanischen Nagano hatte über 1.500 m Claudia Pechstein aus Berlin bei den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer vor ihrer Mannschaftskameradin Anni Friesinger die insgesamt fünfte Goldmedaille für die deutsche Mannschaft errungen.
6. März
Berlin 2000 – Beim Verwaltungsgericht hatte die CDU Klage gegen die von Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse von der SPD verhängte Rückforderung in Höhe von 41 Millionen DM Staatszuschüsse eingereicht. Mit der Klage war die Zahlung zunächst ausgesetzt worden.
6. März
Iran 2000 – Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte zum Auftakt seines Iran-Besuchs zur Verbesserung der seit Jahren durch das sogenannte Mykonos-Urteil und den Fall Hofer schwer belasteten Beziehungen zwischen beiden Ländern aufgerufen. Zum ersten Mal seit neun Jahren hatte mit Fischer ein deutscher Außenminister den Iran besucht.
6. März
Serbien 2000 – Die serbische Regierung hatte den Druck auf den regimekritischen Belgrader Fernsehsender Studio B erhöht. Binnen acht Tagen musste der Sender umgerechnet mehr als 2 Millionen DM als Gebühr für die Nutzung staatlicher Frequenzen zahlen nach einer Entscheidung des Ministeriums für Fernmeldewesen. Von Unbekannten war zuvor die Sendeanlage überfallen worden. Ein Wachmann und ein Techniker waren verletzt worden, womit der Sendebetrieb zeitweise unterbrochen worden war.
7. März
BRD/IWF 2000 – Als neuen Bewerber kündigte Bundeskanzler Gerhard Schröder an, der EU den Präsidenten der Osteuropabank in London, Horst Köhler, als neuen Bewerber für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vorzuschlagen. Anstelle von Finanzsekretär Caio Koch-Weser sollte Köhler kandidieren. Angesichts der Ablehnung der USA verzichtete Koch-Weser auf die Bewerbung.
7. März
USA 2000 – Am „Superdienstag“ war die bei den Vorwahlen in den USA die Vorentscheidung zugunsten von Vizepräsident Al Gore bei den Demokraten und des texanischen Gouverneurs George W. Bush jr. bei den Republikanern ausgefallen. Die beiden Spitzenreiter hatten die Vorwahlen in den großen Bundesstaaten Kalifornien, New York und Ohio sowie in einer Reihe kleinerer US-Staaten gewonnen. Damit stand so gut wie fest, dass Gore und Bush die Wahlen um die Nachfolge von US-Präsidenten Bill Clinton bestreiten würden.
8. März
Bosnien-Herzegowina 2000 – In Bosnien-Herzegowina kam es zur Einrichtung des de facto autonomen Brčko-Distrikts.
8. März
Deutschland 2000 – Der traditionelle Politische Aschermittwoch in Bayern war durch die politischen Skandale der vergangenen Wochen geprägt. CSU-Vorsitzender Edmund Stoiber hatte mehr Einmischung in die Politik der Bundesregierung angekündigt.
8. März
Bosnien 2000 – Die strategisch wichtigste Stadt im Nordosten Bosniens, Brcko, war zum neutralen Bezirk erklärt worden. Der internationale Verwalter Robert Farrand hatte die Verwaltung an Vertreter der Serben, Muslime und Kroaten übergeben. An der Zeremonie hatte auch Außenminister Madeleine Albright teilgenommen.
8. März
Fußball 2000 – Das 4:1-Spiel des FC Bayern München gegen Real Madrid war das letzte für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der zu den New York Metro Stars wechselte. Unter dem tosenden Applaus der 59.000 Zuschauer hatte Matthäus kurz vor Schluss den Platz verlassen. Bayern war mit dem Ergebnis vorzeitig für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert gewesen.
9. März
Frankfurt am Main 2000 – Die Geldinstitute Deutsche Bank und Dresdner Bank strebten die Zusammenführung ihrer Geschäftsinteressen unter dem Namen Deutsche Bank AG – Die Beraterbank an. Mit einer Bilanzsumme von 2,5 Billionen DM wurde der neue Konzern zur größten Bank der Welt.
9. März
BRD 2000 – Um den von ihm verursachten Schaden für die Partei wieder gut zu machen, wollte Altbundeskanzler Helmut Kohl in Kürze 6,3 Millionen DM an die CDU überweisen. Der größte Einzelspender war der Münchner Medienmogul Leo Kirch mit 1 Millionen DM. Aus Kohls Privatvermögen stammten 700.000 DM. Prominente wie Michael Holm, Uschi Glas, Dieter Thomas Heck und Heiner Lauterbach gehörten ebenfalls zu den Spendern. Die SPD hatte Kohl vorgeworfen, dass er sich mit Geld von Gesetzesbruch freikaufen wolle. In seiner eigenen Partei gab es ebenfalls Vorbehalte.
9. März
BRD 2000 – Von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Christa Nickels, wurde der Suchtbericht 1999 vorgelegt. Danach waren an den Folgen des Heroin-Konsums, Kokain und anderer harter Rauschmittel 1812 Menschen gestorben. Das war mit 139 Todesopfern mehr als im Vorjahr eine Steigerung um 8,2 Prozent.
9. März
BRD 2000 – Einer der renommierten Adolf-Grimme-Fernsehpreise wurde zum ersten Mal an zwei Fußball-Moderatoren vergeben. Für ihre Kommentare und Analysen von Fußball-Länderspielen wurden Günter Netzer und ARD-Journalist Gerhard Delling ausgezeichnet.
10. März
BRD 2000 – Der hessische CDU-Generalsekretär Herbert Müller war wegen persönlicher Verstrickung in den Finanzskandal seiner Partei entlassen worden. Insgesamt 50.000 DM aus unklaren Quellen waren von Müller falsch deklariert und in das falsche offizielle Rechenwerk der Partei eingeschleust worden.
10. März
Bayern 2000 – Bei der Einbürgerung von Ausländern hatte Bayern als bislang einziges Bundesland einen schriftlichen Sprachtest neben einem mündlichen eingeführt.
10. März
Berlin 2000 – In das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde offiziell die Berliner Museumsinsel. Das Pergamon-Museum mit dem gleichnamigen Altar war und ist ein Publikumsmagnet.
11. März
Chile 2000 – In Chile wurde Ricardo Lagos neuer Ministerpräsident.
11. März
Eritrea/Dschibuti 2000 – Zwischen Eritrea und Dschibuti wurden wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen.
11. März
Bundesrepublik 2000 – Für weitere zwei Jahre war SPD-Generalsekretär Franz Müntefering in seinem als Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD bestätigt worden. Bei der Wiederwahl hatte er 285 von 286 Stimmen erhalten.
11. März
Russland 2000 – Russlands Präsident Wladimir Putin hatte beim ersten Treffen mit einem westlichen Regierungschef seit seiner Amtsübernahme eine Überprüfung der Menschenrechtslage in Tschetschenien zugesagt. Putin hatte nach einer Unterredung mit dem britischen Premierminister Tony Blair gesagt, dass Russland in dieser Frage zur Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen bereit sei.
11. März
Ukraine 2000 – Im ostukrainischen Kohlerevier Donbass waren bei einer schweren Grubenexplosion im Barakowa-Bergwerk 81 Arbeiter ums Leben gekommen. Ausgelöst worden war das Unglück in 664 Meter Tiefe durch einen defekten Schneidbrenner. Seit 20 Jahren war diese Grubenexplosion die schwerste im Land gewesen.
12. März
Vatikan 2000 – Papst Johannes Paul II. (1920-2005) hatte als erster Papst der Kirchengeschichte mit „Mea Culpa“ ein umfassendes Schuldbekenntnis zu den Sünden der Kirche abgelegt. Im Petersdom hatte er die Verantwortung von Christen für Kirchenspaltungen und die Anwendung von Gewalt bei Verkündigung des Evangeliums beklagt.
12. März
Spanien 2000 – Ministerpräsident José María Aznar hatte mit seiner konservativen Volkspartei (PP) bei den Präsidentschaftswahlen mit einem Stimmenanteil von 44,5 Prozent 183 Sitze von insgesamt 350 Sitzen und damit die absolute Mehrheit gewonnen. Die Sozialisten (PSOE) erzielten mit 34,1 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 20 Jahren. Sie hatten nur 125 Sitze im Parlament.
12. März
El Salvador 2000 – Die 1992 in eine politische Partei umgewandelte linksgerichtete frühere Guerillabewegung FMLN in El Salvador hatte die Parlaments- und Bürgermeisterwahlen gewonnen. Im neuen Kongress hatte sie 31 von 84 Sitzen erhalten. Lediglich 29 Mandate hatte die rechtsgerichtete Regierungspartei ARENA erhalten.
12. März
Tschetschenien 2000 – Einen der meistgesuchten Anführer der tschetschenischen Rebellen, Salman Radujew, hatten russische Truppen in einem Dorf rund 50 Kilometer von Grosny entfernt, gefangen genommen. Geiselnahmen, Bombenanschläge und ein Attentatsversuch auf den georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse wurden Radujew vorgeworfen.
12. März
Serbien 2000 – In der 110 km südlich von Belgrad gelegenen Stadt Pozega hatte die serbische Polizei gewaltsam den von Oppositionsparteien verwalteten regimekritischen Rundfunk- und Fernsehsender lahmgelegt. Unabhängige Sender waren auch in anderen Städten mundtot gemacht worden.
12. März
Autorennsport 2000 – Den Großen Preis von Australien als Auftaktrennen der Formel-1-Saison hatte Ferrari-Pilot Michael Schumacher gewonnen. Seine schärfsten Konkurrenten Mika Häkkinen und David Coulthard, beide McLaren-Mercedes, waren wegen technischer Probleme ausgeschieden.
13. März
BRD 2000 – Erstmals war die Aktie der Siemens-Tochter Infineon an der Börse gehandelt worden. Nach der Börseneröffnung hatte das Papier bei 70,20 Euro notiert. Der Ausgabepreis betrug 35 Euro. Die meisten Kleinanleger waren leer ausgegangen wegen der 33-fachen Überzeichnung der Aktie.
13. März
Vietnam 2000 – Der US-Verteidigungsminister William Cohen war der erste US-amerikanische Politiker, der seit dem Ende des Vietnam-Krieges 1975 das asiatische Land besuchte. In den Gesprächen mit seinem vietnamesischen Amtskollegen General Pham Van Tra wurde u. a. das Schicksal der noch etwa 2.000 in Vietnam vermissten US-Soldaten thematisiert. Insgesamt waren im Vietnam-Krieg etwa 58.000 US-Soldaten und etwa 3 Millionen Vietnamesen gestorben.
13. März
Italien 2000 – Durch eine Überkreuzbeteiligung war durch eine Allianz zwischen General Motors (GM) aus den USA und der italienischen Fiat ein neuer Auto-Gigant entstanden. Mit zunächst 20 Prozent der Anteile war GM bei Fiat eingestiegen. GM, schon bisher Weltmarktführer, hatte dem italienischen Partner im Gegenzug GM-Aktien im Wert von 2,4 Milliarden US-Dollar gegeben. Das führte zu 5,1 Prozent, mit denen Fiat an GM beteiligt wurde. General Motors hatte ein Vorkaufsrecht für die übrigen 80 Prozent an Fiat.
14. März
BRD/Justiz 2000 – Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe waren die unterschiedlichen Renten für west- und ostdeutsche Kriegsversehrte verfassungswidrig. Rückwirkend zum 1. Januar 1999 waren die Grundrenten für die 60.000 Kriegsopfer aus der früheren DDR um 13 Prozent auf Westniveau angehoben worden. Der jährliche Mehraufwand für Bundeskasse war mit 40 Millionen DM veranschlagt worden.
14. März
USA 2000 – Bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaftswahl hatten US-Vizepräsident Al Gore und der republikanische Gouverneur George W. Bush in sechs südlichen Bundesstaaten die notwendige Zahl der Delegiertenstimmen erreicht. Damit hatten sie sich endgültig ihre Kandidaturen gesichert.
15. März
Israel 2000 – Nach langem Streit hatten sich Israel und die Palästinenser auf einen Truppenabzug aus weiteren 6,1 Prozent des Westjordanlandes geeinigt. Der Abzugsplan hatte zwei Dörfer nahe Jerusalem und Gebiete rund um Hebron betroffen.
15. März
Frankreich 2000 – Die Abkehr vom 1973 festgelegten Reinheitsgebot für Schokolade wurde vom Europaparlament nach Diskussionen, die vier Jahre gedauert hatten, vollzogen. In der EU dürfen künftig in Schokolade außer Kakaobutter auch tropische Fremdstoffe wie Palmöl enthalten sein. In den Benelux-Ländern, Deutschland, Italien und Frankreich war Schokolade bis dato nur mit hochwertiger und teurer Kakaobutter hergestellt worden.
15. März
Frankreich 2000 – Dem von einer Hochwasser-Katastrophe betroffenen südafrikanischen Land Mosambik war von den im sogenannten Pariser Club vereinten Gläubigerländern eine Stundung aller seiner Schuldenzahlungen gewährt worden. Bis zur endgültigen Regelung über einen Schulden-Erlass für die ärmsten Länder der Welt sollte diese Entscheidung Gültigkeit haben. Nach offiziellen Angaben waren in Mosambik durch heftige Regenfälle im Februar bis dato mindestens 500 Menschen ums Leben gekommen.
15. März
Kosovo 2000 – Zwischen serbischen Bewohnern und der Schutztruppe KFOR war es im Norden der zwischen beiden Volksgruppen geteilten Stadt Mitrovica erneut zu Zusammenstößen gekommen. Gegen die Schaffung einer „Sicherheitszone“ im Norden der Stadt hatten mehrere hundert Serben protestiert. Mindestens 15 Serben waren bei Auseinandersetzungen mit französischen KFOR-Soldaten, die die Zone zuvor abgeriegelt hatten, verletzt worden.
16. März
Deutschland 2000 – Vor dem Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages hatte der frühere CDU-Finanzberater Horst Weyrauch die Aussage verweigert. Für den 23. März hatte der Ausschuss ihn erneut vorgeladen. Somit waren die Hintergründe des früheren sogenannten Anderkonten-Systems der CDU weiter im Dunkeln geblieben.
16. März
Bayern 2000 – Der BMW-Konzern in München hatte sich nach erheblichen Verlusten von seiner britischen Tochter Rover getrennt. Dem Verkauf der Marken Rover und MG an den britischen Investor Alchemy Partners hatte der Aufsichtsrat zugestimmt. Der deutsche Automobilhersteller hatte bei Rover einen Verlust von 2,4 Milliarden Verlust allein im Jahr 1999 zu verzeichnen gehabt.
16. März
Bayern 2000 – In Brannenburg in Oberbayern hatte ein 16-jähriger Schüler dem Heimleiter in den Kopf geschossen sich dann selbst angeschossen. Beide Schwerverletzten wurden auf die Intensivstation eingeliefert. Wegen eines positiven Drogentests musste der Schüler am Vortag die Schule verlassen.
16. März
BRD 2000 – Wegen der wachsenden Inflationsrisiken aufgrund der anhaltenden Euro-Schwäche wurden von der Europäischen Zentralbank zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen die Zinsen angehoben. Der Geldmarktzins wurde von 3,25 auf 3,5 Prozent abgehoben.
17. März
BRD 2000 – Als Konsequenz aus der Spendenaffäre wurde der CDU von einer Kommission unter Leitung von Altbundespräsident Roman Herzog eine umfassende Reform ihres Finanzwesens empfohlen. Unter anderem sollten Konten nur noch im Inland geführt und die Höhe der Barspenden begrenzt werden.
17. März
BRD 2000 – Die Staatsanwaltschaft in Augsburg, deren Ermittlungen die Finanzaffäre ins Rollen gebracht hatte, hatte gegen den früheren CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep und den Waffenhändler Karlheinz Schreiber erhoben. Im Zusammenhang mit Rüstungslieferungen ins Ausland standen millionenschwere Schmiergeldgeschäfte zur Debatte.
17. März
Deutschland 2000 – Der Bundestag hatte in einer Feierstunde die ersten freien Wahlen zur DDR-Volkskammer gewürdigt, die zehn Jahre zuvor abgehalten worden waren. Erstmals hatte auch Altbundeskanzler Helmut Kohl seit dem Bekanntwerden der CDU-Parteispendenaffäre wieder an einer Parlamentssitzung teilgenommen.
17. März
BRD 2000 – Der Verkauf von britischem Rindfleisch wurde in Deutschland wieder zugelassen. Das seit 1996 bestehende Importverbot hob der Bundesrat mit 39 gegen 30 Stimmen Zustimmung zu einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums aufgehoben. Deutschland war damit dem EU-Recht gefolgt.
17. März
USA 2000 – Die USA beabsichtigten eine Lockerung der seit 1995 bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Außenministerin Madeleine Albright hatte angekündigt, dass Produkte wie Teppiche und Nahrungsmittel künftig wieder eingeführt werden durften. Die US-Regierung hatte mit dieser Geste auf den Sieg der Reformer bei den iranischen Parlamentswahlen reagiert.
17. März
Norwegen 2000 – Der 41-jährighe Sozialdemokrat Jens Stoltenberg, der neue norwegische Ministerpräsident, hatte sein Kabinett vorgestellt, dem acht Frauen und elf Männer angehörten. Stoltenberg hatte den Christdemokraten Kjell Magne Bondevik nach dessen Rücktritt am 9. März mit seiner Mitte-Links-Regierung nach einer Abstimmungsniederlage im Parlament abgelöst.
17. März
Uganda 2000 – Im Südwesten Ugandas hatten sich bis zu 535 Menschen im religiösen Wahn verbrannt beim größten Massensuizid einer Sekte nach 1978. In den zwei Folgewochen hatte die Polizei mehrere Massengräber mit insgesamt rund 400 Leichen vermutlich ermordeter Angehöriger der Sekte „Bewegung für die Wiedereinsetzung der Zehn Gebote Gottes“ entdeckt. Die Verbrennung, die gegen den Willen der meisten seiner Anhänger geschah, war vom Sektengründer und selbst ernannten „Propheten“ Joseph Kibweteere initiiert worden.
17. März
Bayern 2000 – Nachdem BMW die verlustreiche Tochter Rover verkauft hatte, erwog das Unternehmen nun auch den Verkauf von Land Rover, der erfolgreichen Sparte. Der US-Konzern Ford wollte Land Rover für rund 6 Milliarden DM erwerben.
18. März
BRD 2000 – Der ehemalige Bundesgeschäftsführer der SPD, Ottmar Schreiner, wurde neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AFA) in seiner Partei. Er hatte sich deutlich gegen den Parlamentarischen Staatssekretär im Arbeitsministerium, Gerd Andres, durchgesetzt. Der 54-jährige Ottmar Schreiner folgte dem langjährigen Vorsitzenden Rudolf Dressler nach. Dieser ging im Sommer 2000 als Botschafter nach Israel.
18. März
Taiwan 2000 – Neuer Präsident von Taiwan wurde trotz des Unmuts aus Peking Chen Shui-bian. Der Angehörige der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei (UPP) hatte 39,3 Prozent der Stimmen erreicht. Zum ersten Mal seit 1949 wurde der Präsident nicht mehr von der regierenden Kuomintang-Partei (KMT) gestellt. Der neue Präsident Chen rief zum Dialog und zu mehr Kontakten mit China auf, hatte aber gleichzeitig ausdrückliche Ablehnung von Pekings Konzept „ein Land, zwei Systeme“ wie mit Hongkong und Macao geäußert.
18. März
Radsport 2000 – Das klassische Rad-Rennen Mailand – San Remo gewann Telekom-Profi Erik Zabel zum dritten Mal in seiner Karriere nach 1997 und 1998.
18. März
Boxen 2000 – In der Sporthalle Hamburg gewann Wladimir Klitschko seinen Boxkampf durch K. o. gegen Paea Wolfgramm.
19. März
Deutschland 2000 – Nach dem Scheitern der Strukturreform hatte Bündnis 90/Die Grünen sich zum Abschluss des dreitägigen Parteitages lediglich auf eine abgespeckte Reform ihrer Parteistruktur geeinigt. Danach hatte der Bundesvorstand künftig sechs statt fünf Mitglieder. Der Parteirat wurde verkleinert von bisher 30 auf 16 Mitglieder. Die von der Parteispitze geplante Lockerung der Trennung von Amt und Mandat hatte allerdings nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit gefunden. Die Delegierten forderten eine Begrenzung der Gesamtlaufzeit der Atomkraftwerke auf 30 Jahre anstelle des bisher verlangten sofortigen Ausstiegs aus der Atomenergie.
19. März
Senegal 2000 – Neuer Präsident des westafrikanischen Staates Senegal wurde der 73-jährige liberale Politiker Abdoulaye Wade, der sich in einer Stichwahl mit 58,49 Prozent der Stimmen gegen den Sozialisten Abdou Diouf (41,51 Prozent) durchgesetzt hatte. Diouf war seit 1981 im Amt gewesen.
19. März
Indien/USA 2000 – Zum Auftakt seiner Südasienreise war US-Präsident Bill Clinton in Indien eingetroffen. Seit 22 Jahren war es der erste Besuch eines US-Präsidenten in dieser Region. Eines der Hauptanliegen Bill Clinton war es, Werbung für ein Ende des atomaren Wettrüstens zwischen Indien und Pakistan zu machen. Clinton war außerdem zu Kurzbesuchen nach Bangladesch und Pakistan gereist.
19. März
Hannover 2000 – Gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi hatte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller die Hannover Messe eröffnet. Auf der weltgrößten Industrieschau hatten 7250 Aussteller aus 65 Nationen Hochtechnologie von Robotern und anderen vollautomatischen Maschinen über moderne Förderanlagen bis hin zu alternativen Energietechnologien präsentiert.
19. März
Skisport 2000 – Im italienischen Bormio sicherten sich mit Hermann Maier und Renate Götschl zwei Österreicher im alpinen Ski-Weltcup den Gesamtsieg.
20. März
BRD 2000 – Die 45-jährige bisherige Generalsekretärin Angela Merkel wurde vom CDU-Parteivorstand einstimmig zur Parteivorsitzenden als Nachfolgerin von Wolfgang Schäuble nominiert.
20. März
Bundesrepublik Deutschland 2000 – Der frühere Kölner Oberstadtdirektor Klaus Heugel von der SPD wurde vom Amtsgericht Köln wegen illegaler Aktiengeschäfte zu 37.500 DM Geldstrafe verurteilt. Dass Heugel bei Börsengeschäften durch Insiderwissen einen illegalen Gewinn von 15.000 DM erzielt hatte, sah das Gericht als erwiesen an.
20. März
Vatikan 2000 – Papst Johannes Paul II. war zu einer einwöchigen Pilgerfahrt durch das Heilige Land aufgebrochen. Es war seine 91. Auslandsreise und diese hatte ihn nach Bethlehem, Nazareth und Jerusalem geführt.
20. März
Kosovo/EU 2000 – Die EU-Außenminister hatten das Verbot von Flügen von und nach Jugoslawien knapp zehn Monate nach dem Ende des Kosovo-Krieges ausgesetzt, allerdings zunächst nur für sechs Monate.
21. März
Indien 2000 – Ungeachtet starker Meinungsverschiedenheiten über die indische Nuklearpolitik hatten die USA und Indien beim Staatsbesuch von US-Präsident Bill Clinton eine gemeinsame Erklärung über die Grundsätze der Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert vereinbart. Clinton und Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee hatten u. a. auch eine Zusammenarbeit gegen die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen verabredet. Der fünf Tage dauernde Staatsbesuch war von einem Massaker im indischen Teil Kaschmirs überschattet worden. Dort hatte eine bewaffnete Bande 40 Angehörige der religiösen Minderheit der Siks ermordet.
21. März
Israel 2000 – Israel hatte mit dem weiteren Truppenabzug aus dem besetzten Westjordanland begonnen. Die Kontrolle über 6,1 Prozent des Territoriums wurde von israelischen Offizieren an Einheiten der palästinensischen Sicherheitskräfte übergeben. Über eine Fläche von mehr als 40 Prozent erstreckten sich damit die Autonomiegebiete.
21. März
Taiwan 2000 – Das seit mehr als 50 Jahren bestehende Handelsverbot mit der Volksrepublik China wurde von dem Parlament von Taiwan aufgehoben. Zwischen den Inseln Kinmen, Matsu und Penghu und dem chinesischen Festland sollten umgehend direkte Handelsverbindungen aufgenommen werden. Die Inseln liegen unmittelbar vor der chinesischen Küste.
21. März
EU/Raumfahrt 2000 – Die Bildung von Europas größtem Raumfahrtunternehmen Astrium unter Beteiligung der deutschen DASA war von der EU-Kommission gebilligt worden. Für den Raumfahrtriesen waren ungefähr 8.000 Mitarbeiter geplant. Beteiligt war neben der DaimlerChrysler Aerospace AG (DASA/München) die britisch-französische Matra Marconi Space (MMS/Den Haag), hinter der die französische Aerospatiale Matra steht und die britische Marconi Electronic Systems. Für den geplanten Zusammenschluss von der Aerospatiale Matra, CASA und der Dasa hatte die Billigung von Astrium den Weg zum größten Luft- und Raumfahrtkonzern Europas, der EADS, geebnet.
21. März
Kosovo-Krieg 2000 – Zum ersten Mal wurde offiziell von der NATO zugegeben, dass sie im Kosovo-Krieg Geschosse mit angereichertem Uran verwendet hatte. So sollte die Durchschlagskraft der Geschosse erhöht werden. NATO-Generalsekretär George Robertson hatte angegeben, dass US-Kampfflugzeuge etwa 31.000 Geschosse dieser Art gegen die jugoslawische Armee zum Einsatz gekommen waren.
21. März
International 2000 – Der erste „Welttag der Poesie“, den die UNO-Kulturorganisation UNESCO ausgerufen hatte, war in zahlreichen Ländern mit Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen und Festen begangen worden.
22. März
BRD 2000 – Die erste Tarifvereinbarung des Jahres 2000 wurde von der chemischen Industrie abgeschlossen. Die Beschäftigten im Westen Deutschlands erhielten ab dem 1. Juni 2000 eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent. Eine Steigerung von 2 Prozent war für das Jahr 2001 beschlossen worden. Der Vertrag war für eine Laufzeit von 21 Monaten geschlossen worden.
22. März
Nigeria 2000 – Im Südosten Nigerias waren bei der Explosion einer Ölpipeline mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Angaben des staatlichen Fernsehens zufolge, waren sie beim Abzapfen von Benzin aus einer undichten Pipeline umgekommen. Mindestens 700 Menschen waren 1998 bei einem ähnlichen Unglück getötet worden. Die Polizei hatte die Festnahme von 28 Verdächtigen gemeldet.
22. März
International 2000 – Auf dem Weltwasserforum hatten sich Minister aus 130 Ländern zur Sicherung der weltweiten Wasservorräte verpflichtet. In der Erklärung der Minister, die zum Abschluss der Konferenz verabschiedet worden war, hieß es, dass jeder Mensch Zugang zu sauberem Wasser zu annehmbaren Kosten haben müsse.
22. März
Frankfurt am Main 2000 – Im Zuge der geplanten Fusion mit der Deutschen Bank hatte die Dresdner Bank Pläne bestätigt, sich von knapp 4 Millionen Privatkunden zu trennen, die weniger als 200.000 DM angelegt hatten. Ebenso wie die Geschäftskunden mit einem Jahresumsatz unter 5 Millionen DM sollten sie an die Bank 24 verwiesen werden, die künftig das Kleinkundengeschäft von Deutscher und Dresdner Bank vereinte.
23. März
BRD 2000 – Der ehemalige CDU-Finanzberater Horst Weyrauch und der frühere CDU-Verwaltungschef Hans Terlinden hatten die Aussage vor dem Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen verweigert. Sie waren deshalb mit einem Ordnungsgeld von 1.000 DM belegt worden. Weyrauch hatte bereits zum zweiten Mal geschwiegen. Für den Fall einer erneuten Aussageverweigerung am 6. April hatte der Ausschuss Terlinden Beugehaft angedroht. Terlindes Vorgänger im Amt, Rüdiger May, hatte als einziger aussagebereiter Zeuge Altbundeskanzler Helmut Kohl schwer belastet. Nach einem Streit um die Verbuchung von 800.000 DM unbekannter Herkunft war es zur Auflösung eines Arbeitsverhältnisses gekommen.
23. März
Berlin 2000 – Die Berliner Kultursenatorin Christa Thoben war nach einer Amtszeit von vier Monaten überraschend zurückgetreten. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln seien die Aufgaben nicht zu bewältigen, hatte die CDU-Politikerin erklärt. Der Feuilleton-Leiter und stellvertretende Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“ und frühere Direktor des Deutschen Historischen Museums, Christoph Stölzl wurde am 13. April zu ihrem Nachfolger gewählt.
23. März
BRD 2000 – Der letzte Streitpunkt in der Frage der Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter, die Verteilung der Summe von 10 Milliarden DM, war beigelegt worden. Den überlebenden Opfern des NS-Regimes sollte die finanzielle Entschädigung noch im Jahr 2000 zukommen.
23. März
IWF 2000 – Der Finanzexperte Horst Köhler war als erster Deutscher zum Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF) gewählt worden. Köhler war bis dato Leiter der Osteuropabank gewesen und trat nun die Nachfolge des Franzosen Michel Camdessus an. Dieser war nach 13 Jahren an der Spitze des IWF ausgeschieden. Der Posten war seitdem vakant gewesen. Der Deutsche Caio Koch-Weser, der der erste EU-Kandidat war, scheiterte am Widerstand der USA.
23. März
BRD/Frankreich 2000 – Für umgerechnet 7,53 Milliarden DM war das französische Telekommunikationsunternehmen France Télécom bei der norddeutschen Telefongesellschaft MobilCom mit 28,5 Prozent der Aktien eingestiegen. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende des drittgrößten privaten Telefonanbieters in Deutschland, Gerhard Schmid, blieb Hauptaktionär.
23. März
Ruanda 2000 – In Ruanda trat Staatspräsident Pasteur Bizimungu von seinem Amt zurück.
24. März
EU 2000 – Für die kommenden zehn Jahre hatte die Europäische Union mit einer Internet- und Bildungsoffensive die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen und das Ankurbeln der Wirtschaft beabsichtigt. In dem Sondergipfel, der in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon stattfand, hatten die 15 Staats- und Regierungschefs ein Maßnahmepaket beschlossen. Es sah u. a. die Senkung der Telefonkosten vor, die Ausstattung aller Schulen in der EU mit Internetanschlüssen und eine bessere Ausbildung in der Informationstechnik.
24. März
Schwerin 2000 – Drei ehemalige Angehörige eines Stasi-Sondertrupps mussten im so genannten Gartenschläger-Prozess vom Schweriner Landgericht aus Mangel an ausreichenden Beweisen von dem Vorwurf freigesprochen werden, in der Nacht zum 1. Mai 1976 dem westdeutschen DDR-Regimegegner Michael Gartenschläger aufgelauert und ihn erschossen zu haben, als dieser versuchte, eine Selbstschussanlage abzubauen.
24. März
NATO/Kosovo 2000 – Ein Jahr nach dem Beginn des Kosovo-Krieges hatte NATO-Generalsekretär George Robertson verstärkte Anstrengungen für eine friedliche Zukunft der Krisenprovinz gefordert. Ein hartes Vorgehen der KFOR-Friedenstruppe gegen Extremisten hatte er bei einem Besuch in der Kosovo-Hauptstadt Pristina angekündigt.
24. März
Deutsche Bahn 2000 – Eine vorläufige Einigung hatte ein Spitzengespräch zwischen Deutsche-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und Bahn-Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen erbracht. Die Bahn war bei ihrem Ziel geblieben, bis zum Jahr 2014 eine Ergebnisverbesserung von 8,4 Milliarden DM zu erreichen. Der Personalabbau bei der Senkung der Personalkosten sollte in einem sozial verträglichen Rahmen stattfinden. Über die Einzelheiten des Sparkonzepts waren Verhandlungen in den kommenden zwei Monaten geplant.
25. März
Bundesrepublik 2000 – In einem Interview hatte der frühere CDU-Vorsitzende und Altbundeskanzler Helmut Kohl zugegeben, dass er auch zwischen 1989 und 1992 Barspenden für seine Partei entgegengenommen hatte. Bisher hatte er lediglich eingeräumt, dass er zwischen 1993 und 1998 Spenden in Höhe von 2,1 Millionen DM entgegengenommen habe und diese nicht deklariert hatte.
25. März
Pakistan 2000 – Bei seinem fünfstündigen Aufenthalt in Pakistan, der den Abschluss seiner Südasien-Reise bildete, hatte US-Präsident Bill Clinton das Land aufgerufen, zur Demokratie zurückzukehren. US-amerikanischen Angaben zufolge hatte es mit dem pakistanischen Militärmachthaber Pervez Masharraf zu strittigen Punkten wie einem Zeitplan für allgemeine Wahlen, einer Drosselung der Atomrüstung und dem Konflikt mit Indien um Kaschmir keine Einigung gegeben.
25. März
Film 2000 – Bei der Vergabe der „Goldenen Himbeere“ am Vorabend der Oscar-Verleihung waren Madonna und Sylvester Stallone in Abwesenheit zu den „schlechtesten Schauspielern des Jahrhunderts“ gekürt worden.
26. März
Sommerzeit 2000 – In Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern hatte die Sommerzeit begonnen. Die Uhren waren um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt worden. Am 29. Oktober endete die Sommerzeit.
26. März
Russland 2000 – Gleich im ersten Wahlgang war Übergangspräsident Wladimir Putin zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er hatte 52,94 Prozent der Stimmen bekommen. Sein schärfster Widersacher, der Kommunistenchef Gennadi Sjuganow, hatte bei der vorgezogenen Präsidentenwahl 29,21 Prozent der Stimmen erhalten. Am Silvestertag 1999 hatte Boris Jelzin, der Vorgänger von Wladimir Putin, sein Amt niedergelegt.
26. März
Israel/Vatikan 2000 – Papst Johannes Paul II. hatte mit einem Besuch der Klagemauer und einem Gebet in der Grabeskirche seine siebentägige Pilgerfahrt durch das Heilige Land beendet.
26. März
Israel/Syrien 2000 – Ein Treffen zwischen US-Präsident Bill Clinton und Syriens Staatschef Hafis el Assad über die Wiederaufnahme der Januar ausgesetzten Friedensgespräche zwischen Israel und Syrien endete ohne eine Verabredung. Syrien wollte erst wieder verhandeln, wenn Israel sich zum vollständigen Rückzug von den Golanhöhen verpflichtet hatte.
26. März
Griechenland 2000 – In Griechenland kam es zur vollen Umsetzung des Schengener Abkommens.
26. März
Musik 2000 – An Krebs starb in London der Musiker Ian Dury.
26. März
Film 2000 – Bei der 72. Verleihung der Academy Awards in Hollywood war der Favorit „American Beauty“ mit fünf Oscars als Sieger hervorgegangen. Der erste Kinofilm des britischen Theaterregisseurs Sam Mendes war im Shrine-Auditorium in Los Angeles als bester Film des Jahres gefeiert worden. Er hatte zudem Preise für Regie, Kamera, Drehbuch und den besten Hauptdarsteller Kevin Spacey bekommen. Als beste Hauptdarstellerin war Hilary Swank („Boys Don’t Cry“) ausgezeichnet worden.
27. März
Nigeria 2000 – Bundesaußenminister Joschka Fischer war auf der ersten Station seiner fünftägigen Afrika-Reise in Nigeria eingetroffen. Die Reise führte ihn weiter nach Mosambik und Südafrika.
27. März
Frankreich 2000 – Der französische Premierminister Lionel Jospin hatte seine rot-grüne Regierung auf vier Posten umgebildet. Aus der Ära des Präsidenten Francois Mitterrand waren Jack Lang als Bildungsminister für Claude Allègre und Laurent Fabius für den glücklosen Wirtschafts- und Finanzminister Christian Sautter ins Kabinett berufen worden.
27. März
Deutschland 2000 – Die Übernahme von 50,1 Prozent am debis Systemhaus, einer Tochterfirma von DaimlerChrysler, war von der Deutschen Telekom angekündigt worden.
27. März
BRD/Japan 2000 – Vom japanischen Autohersteller Mitsubishi Motors hatte DaimlerChrysler für 4,1 Milliarden DM 34 Prozent der Aktien und damit die unternehmerische Führung übernommen. In die Allianz waren Design, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen einbezogen worden. Gegenüber den in Asien bereits vertretenen US-Konkurrenten General Motors und Ford hatte DaimlerChrysler Gelegenheit, am asiatischen Markt aufzuholen.
27. März
Schweden 2000 – Bei dem schwedischen Lastwagenbauer Scania hatte der Volkswagen-Konzern 18,7 Prozent der Anteile übernommen. VW hatte sich damit 34 Prozent der Stimmrechte an dem Nutzfahrzeugbauer gesichert. Scania hatte ursprünglich eine Fusion mit dem schwedischen Konkurrenten Volvo angestrebt. Doch die EU-Kommission hatte diesen Zusammenschluss untersagt.
27. März
USA 2000 – Ein kalifornisches Gericht hatte einer krebskranken Ex-Raucherin Schadenersatz in Höhe von 20 Millionen US-Dollar zugesprochen. Es war das erste Urteil dieser Art, das Raucher betraf, die nach 1969 mit dem Rauchen begonnen hatten. Die Zigarettenindustrie musste seit jenem Jahr Warnhinweise auf die Packungen drucken, die auf die Gefahren des Rauchens hinweisen. Das Gericht in San Francisco hatte entschieden, dass die Zigarettenfirmen Philip Morris und Reynolds Tobacco die Öffentlichkeit absichtlich über die Risiken des Rauchens in die Irre geführt hatten. Die Firmen hatten angekündigt, dass sie Einspruch einlegen würden.
28. März
Deutschland 2000 – Vom schleswig-holsteinischen Landtag wurde die SPD-Politikerin Heide Simonis (*1943) zum dritten Mal zur Ministerpräsidentin des Landes gewählt. Sie erhielt 49 von 89 Stimmen, drei Stimmen mehr, als ihre rot-grüne Koalition Parlamentssitze hatte. Nach der Wahl war die neue Regierung vereidigt worden. Im zweiten rot-grünen Kabinett in der Geschichte des Bundeslandes hatte die SPD sechs Minister und die Grünen zwei gestellt. Stellvertretende Regierungschefin war die neue Frauen- und Justizministerin Anne Lütkes von den Grünen geworden.
28. März
Berlin 2000 – Die Berliner Gauck-Behörde hatte bestätigt, dass die DDR-Staatssicherheit seit spätestens 1976 über Schweizer Konten und schwarze Spenden der West-CDU informierte gewesen war. Jahrelang waren die Telefonate des ehemaligen Generalbevollmächtigten der CDU-Schatzmeisterei, Uwe Lüthje, von Ostberlin abgehört und ausgewertet worden. Ob die Akten im Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Spendenaffäre verwendet werden sollten, war durch den Dokumentenfund zu einer Streitfrage geworden.
28. März
BRD 2000 – Arbeitgeber und die Gewerkschaft der Metallindustrie hatten sich überraschend schnell über den Tarifabschluss geeinigt. Ab dem 1. Mai 2000 stiegen die Entgelte um 3 Prozent. Ab dem 1. Mai 2001 sollten dann die Entgelte noch einmal um 2,1 Prozent steigen. Außerdem war u. a. ein Tarifvertrag zur so genannten Beschäftigungsbrücke vereinbart worden. Beschäftigte ab dem 57. Lebensjahr erhielten danach ein Recht auf ein bis zu sechsjähriges Altersteilzeit-Modell. Die IG Metall hatte auf die Durchsetzung ihrer früheren Forderung nach einer „Rente mit 60“ verzichtet.
28. März
Österreich 2000 – Bei Kaprun im Bundesland Salzburg waren bei einem schweren Lawinenunglück unterhalb des Kitzsteinhornes in rund 2.500 Metern Höhe zwölf Menschen umgekommen. Eine Gruppe von Skilehrern aus fünf Ländern war von einer rund 400 Meter breiten Lawine erfasst worden.
29. März
Österreich 2000 – Bei der OPEC-Konferenz in Wien hatten die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder festgelegt, dass die einjährige Drosselung ab dem 1. April 2000 aufgehoben und wieder mehr Öl gefördert werden sollte. Der Iran hatte bei der Konferenz dagegen gestimmt, schloss sich dem Schritt aber unter Protest an. Vorgesehen war eine Produktionserhöhung um etwa 1,4 Millionen Barrel als bisher auf täglich rund 21 Millionen Barrel. Dadurch sollten die Preise auf 25 bis 26 US-Dollar je Barrel fallen im Gegensatz von zuletzt rund 30 US-Dollar pro Barrel.
29. März
Türkei 2000 – Die türkische Regierung war durch eine Abstimmungsniederlage im Parlament in eine Krise gestürzt worden. Bei der ersten Lesung eines Pakets von Verfassungsänderungen hatte das Drei-Partein-Bündnis von Ministerpräsident Bülent Ecevit die erforderliche Zweidrittelmehrheit klar verfehlt. Dem Verfassungszusatz beispielsweise, der die siebenjährige Amtszeit des Staatsoberhaupts auf fünf Jahre verkürzen, dafür aber eine Wiederwahl möglich machen sollte, hatten auch etliche Koalitionsabgeordnete ihre Zustimmung verweigert. Im Mai 2000 endete die Amtszeit von Staatspräsident Süleyman Demirel.
29. Mai
Fußball 2000 – Die Fußballnationalmannschaften von Kroatien und Deutschland hatten sich in Zagreb nach einem Freundschaftsspiel bei strömenden Regen 1:1 getrennt.
30. März
BRD 2000 – Gegen die von der Bundesregierung angekündigte sogenannte Green Card für ausländische Computerexperten hatte die nordrhein-westfälische CDU eine Postkarten- und Plakataktion gestartet. Die Kampagne, die CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers vorgestellt hatte, war bei den übrigen Parteien und bei der Wirtschaft auf heftige Kritik gestoßen.
30. März
BRD 2000 – Auch für die westdeutsche Bauwirtschaft war nach der Chemie- und Metallindustrie ein Tarifabschluss erzielt worden. Während der Laufzeit von zwei Jahren sollten die Löhne und Gehälter für die 780.000 Beschäftigten in zwei Stufen um insgesamt 3,6 Prozent steigen. Gleichermaßen war von Arbeitgebern und Gewerkschaften die Einführung einer tariflichen Zusatzrente vereinbart worden und der Ausbau der Altersteilzeit. Auf insgesamt 4,2 Prozent beliefen sich damit die Einkommensverbesserungen für das westdeutsche Bauhauptgewerbe.
30. März
International 2000 – Die Geberkonferenz für die Krisenländer des Balkans hatte an zwei Verhandlungstagen in Brüssel (Belgien) Verpflichtungserklärungen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro (ca. 4,7 Milliarden DM) zum Aufbau der Infrastruktur in der Region erbracht. Das übertraf das ursprüngliche Ziel von mindestens 1,8 Milliarden Euro an festen Zusagen. Insgesamt waren an den Beratungen 44 Länder und 36 Internationale Organisationen beteiligt gewesen.
30. März
Europaparlament 2000 – Vor dem Europaparlament hatte EU-Kommissar Erkki Liikanen erklärt, von den USA und Großbritannien versichert bekommen zu haben, dass diese das Abhörsystem „Echelon“ von ihnen nicht zur Industriespionage eingesetzt worden war. Mehrere Millionen Telefongespräche, Faxsendungen und E-Mails können aufgezeichnet werden mit dem während des Kalten Krieges installierten Abhörsystem. Den USA war von einem britischen Journalisten vorgeworfen worden, dass das System mit britischer Hilfe zur Industriespionage eingesetzt worden sei.
30. März
Österreich 2000 – Im Alter von 85 Jahren war der frühere österreichische Bundespräsident Rudolf Kirchschläger in Wien gestorben. Kirchschläger hatte das Amt von 1974 bis 1986 inne gehabt. Der Politiker war am 20. März 1915 in Niederkappel (Bundesland Oberösterreich) geboren worden.
31. März
Georgien 2000 – Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte dem transkaukasischen Land bei einem zweitägigen Besuch weitere 60 Millionen DM Hilfe versprochen. Der georgische Staatschef Eduard Schewardnadse, der zu Zeiten der Sowjetunion Außenminister der UdSSR gewesen war, hatte den Reisegefährten Schröders, den früheren Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher zu Ehrenbürger Georgiens ernannt. Schröder hatte Europa in einer Rede vor dem georgischen Parlament zur Mitarbeit an einem Stabilitätspakt für die Kaukasusregion aufgefordert.
31. März
Deutschland 2000 – Der Ex-Finanzmanager der Balsam AG, Klaus Schlienkamp, der auf den Philippinen festgenommen war, war nach seiner Ankunft in der BRD in Frankfurt am Main verhaftet worden. Der einstige Finanzchef des Sportboden-Herstellers Balsam war Anfang November 1998 untergetaucht kurz bevor sein Prozess wegen Betruges beginnen sollte. Er war von Zielfahndern des Bundeskriminalamtes in Cebu-City, der Hauptstadt der Philippinen-Insel Cebu, aufgespürt und in Haft genommen worden. In der Affäre um den Pleite gegangenen Sportboden-Hersteller Balsam galt Schlienkamp als einer der Hauptverantwortlichen. Das Gericht hatte in 1999 in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt.
31. März
Japan 2000 – Nach tagelangen Vorwarnungen war auf der nordjapanischen Insel Hokkaido der Vulkan Usu ausgebrochen. Ein gewaltiger Ascheregen und glühende Gesteinsbrocken waren auf die Umgebung des 732 m hohen Berges niedergegangen. Der Himmel war durch eine 3 km hohe Rauch- und Dampfwolke verdunkelt worden. Es waren 17.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.
31. März
Frankreich 2000 – Die aus Deutschland stammende französische Fotografin Gisèle Freund war im Alter von 91 Jahren in Paris gestorben. Sie war berühmt geworden durch ihre fotografischen Porträts von Künstlern und Intellektuellen. Gisèle Freund war am 19. Dezember 1908 in Berlin-Schöneberg geboren worden. Sie emigrierte 1933 nach Paris.
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