Was war wann? 1700 >> Das Jahr1705
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Das geschah 1705
1705 stirbt der österreichische Kaiser Leopold I. in Wien, sein Sohn Joseph I. wird darauf neuer König und Kaiser von Österreich-Ungarn. Den Bayern gefällt die Fremdherrschaft aus Österreich nicht und in Oberbayern erheben sich die Bauern. Die bayrischen Aufständischen werden aufgebracht und ergeben sich, trotzdem werden in der „Sendlinger Mordweihnacht“ als Exempel über eintausend noch getötet. Dagegen gelingt der Aufstand in Tunis gegen die Türken.
Industriell werden die ersten Manufakturen gebaut, die über 1000 Beschäftigte vorwiegend in der Tapeten-, Textil- und Kautschukindustrie beschäftigen. Dort schuften vorwiegend Frauen und Kinder als billige Arbeitskräfte.
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Das war 1706 >>

8. Januar
Die Oper Almira, Königin von Castilien von Georg Friedrich Händel wird am Theater am Gänsemarkt in Hamburg uraufgeführt.
5. April
Friedrich I., König in Preußen, lässt Schloss Lietzenburg sowie die angrenzende Siedlung in Charlottenburg umbenennen und verleiht dieser das Stadtrecht.
Oberhofen wird erstmals urkundlich erwähnt.
16. April
Isaac Newton wird für seine Verdienste um die Wissenschaft von Königin Anne zum Ritter geschlagen.
Im Mai
Edmund Halley stellt seine Theorie der Kometen auf, weist die Periodizität des Kometen Halley nach.
5. Mai
Nach dem Tod von Kaiser Leopold I. folgt ihm sein Sohn Joseph I. als römisch-deutscher Kaiser und König von Böhmen.
Im Juni
Die schwedische Flotte unter Admiral Ankershterna versucht zweimal ohne Erfolg St. Petersburg zu besetzen; das erste mal versuchen die Schweden die Festung Kronstadt zu umgehen, und das zweite mal versuchen sie die Küstenbefestungen auf der Insel Kotlin zu vermeiden.
24. Juni
Der Hildesheimer Relations-Courier erscheint mit seiner Erstausgabe.
30. Juni
Beginn eines Strelizen- und Soldatenaufstands in Astrakhan. Russische Streitkräfte unter Generalfeldmarschall Boris Scheremetew unterdrücken den Aufstand am 13. März 1706.
15. Juli
Schlacht von Gemäuerthof (heute Murmuiza, Lettland). Die schwedische Armee unter General Adam Lewenhaupt besiegt die russische Armee unter Generalfeldmarschall Boris Scheremetew.
31. Juli
In der Schlacht bei Rakowitz im großen Nordischer Krieg wird eine aus Sachsen und Polen bestehende Armee von einer fünfmal kleineren schwedischen Armee besiegt.
5. August
Die Oper Octavia von Reinhard Keiser wird am Theater am Gänsemarkt in Hamburg uraufgeführt
16. August
Im Rahmen des spanischen Erbfolgekriegs siegt Frankreich in der Schlacht von Cassano über österreichische und preußische Truppen.
3. September
Die russische Armee unter General Anikita Repnin besetzt Mitau in Lettland, die damalige Hauptstadt von Kurland.
14. September
Die russische Armee unter Generalfeldmarschall Boris Scheremetew besetzt die Festung Marienland in  Lettland.
28. September
Beim Brand eines Pilgerhauses im tschechischen Svatý Kopeček kommen 121 Menschen um ihr Leben.
4. Oktober
In Polen wird Stanislaus I. Leszczyński zum König gekrönt.
7. Oktober
Barcelona, das von den Verbündeten zu Lande und zu Wasser belagert wird kapituliert. Damit fällt sogleich die ganze Provinz Katalonien an die Habsburger.
18. November
Der Warschauer Friede wird geschlossen. König August II. akzeptiert den Vertrag so nicht und erklärt den Text nur zwischen Schweden und Polen-Litauen für gültig, mit dem Kurfürstentum Sachsen herrsche hingegen im Großen Nordischen Krieg weiterhin Kriegszustand.
29. November
Uraufführung des musikalischen Trauerspiels Lucretia von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg
19. Dezember
Im Tölzer Patent beschließen Oberländer ihre Teilnahme an einem Aufstand.
19. Dezember
Der niederländische Wissenschaftler Nicolaus Samuelis Cruquius (Wasserbauingenieur und Kartograf) beginnt in Delft weltweit als einer der ersten mit regelmäßigen meteorologischen Aufzeichnungen (Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag). Somit existieren in den Niederlanden ununterbrochene Wetteraufzeichnungen seit 1706.
21. Dezember
Vertreter der vier Stände Adel, Klerus, Bürger und Bauern versammeln sich zum „Braunauer Parlament“ im Stadtquartier des Freiherrn von Paumgarten im Gasthof Breuninger in Braunau am Inn
25. Dezember
Bei der „Sendlinger Mordweihnacht“ werden über 1000 Freiheitskämpfer aus Oberbayern (in der Hauptsache Bauern) von der habsburgischen Armee hingemetzelt.