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Die 80er: Schrille Farben und Glitzer-Look

Waren die 70er bunt, so sind die 80er kreischbunt. Anfangs dominieren noch saisonale Modefarben. Die frühen 80er sind vom Ton-in-Ton-Stil geprägt: Bluse, Rock, Pullover, Strumpfhose, Schuhe, Handtasche, Halskette – alles in einer Farbe, wenn auch in verschiedenen Nuancen. Infolge dessen setzen die Modefarben Jahreszahlen. Grelles Lila war voriges Jahr, heuer tragen wir Maisgelb und

Mohnrot. Die Konsumentinnen scheren sich darum teilweise einen Dreck und kombinieren abenteuerliche Variationen. Vielleicht ist es das, was die Modeschöpfer schließlich auf die Idee bringt, so abartig anmutende Farbexperimente wie Pink mit Orange, Orange mit Grasgrün, Grasgrün mit Türkis zu wagen.
Dasselbe passiert mit Mustern. Ein Rock in Madras-Karo, dazu eine gepunktete Bluse, eine Jacke mit Blumendruck, als Draufgabe ein Paisley-Schal. Alles wird kombinierbar. Zu dieser Orgie des schlechten Geschmacks gesellen sich Nylonstrumpfhosen in Farben wie Hellgrün, Pink oder Orange und bunte Leggings, die beispielsweise unter oberschenkelkurzen Rüschenröckchen getragen werden. Das Schuhwerk der modischen jungen Dame der 80er sind flache Ballerinas zu was auch immer, High-Heels zu Jeans und T-Shirt oder klobige Turnschuhe zum gerüschten Minikleid mit tief angesetzter Taille. Die Jeansmode schwankt zwischen Karotte, Bundfalte, hautenger Röhrenform und einer Reihe ebenso unnachahmlicher wie abgrundtief hässlicher Experimente.
Stilbrüche sind allgegenwärtig und ein Charakteristikum der Mode der 80er Jahre. Dazu zählt selbstverständlich auch der Schmuck. Hauptsächlich besteht der ja nun aus schrillbuntem Plastik in allen erdenklichen Formen und jedenfalls immer in Übergrößen: Dicke Armreifen, riesige Perlen, überdimensionale Ohrringe oder gigantische Ohrclips. Was immer es auch sein mag: Hauptsache auffällig.
Daneben wird in diesem Jahrzehnt jedoch gern auch mal Edles zur Alltagskleidung getragen. Das darf dann auch etwas unauffälliger sein. Das absolute Non-Plus-Ultra an Understatement ist eine antike Perlenkette (keine Zuchtperlen, bitte!) zu alten, abgeschabten Jeans. Oder auch: kostbare Brillanten zum verwaschenen T-Shirt. Besser freilich nicht in Form einer Brosche, denn dann könnte das unbezahlbare Stück mangels ausreichendem Halt am Ende gar im Gulli landen. Dann doch lieber große, glitzige Billigklunker aus dem Kaufhaus.
Außer grellen Farben hat die Mode der 80er Jahre eine weitere Auffälligkeit zu bieten: Die Verwischung der Grenzen zwischen Tag und Nacht. Was noch in den 70ern eindeutig Disco-Stil war und zur Saturday-Night gehörte, wird jetzt auch tagsüber salonfähig. Neonfarben plus Lurex. Der Grobstrickpulli in grellem Pink hat eingestrickte Silberfäden, wird zum zarten Pannesamt-Röckchen getragen, darunter eine Lurex-Strumpfhose, Wollsocken und Bergschuhe mit goldglitzernden Schuhbändern.
Dass bei soviel Glitzer der Schmuck beinahe ein wenig untergeht, nimmt kaum wunder.

In den 80er Jahren wurde die dänische Firma Pandora Schmuck gegründet. Dieser hochwertige Original Pandora Schmuck des Herstellers aus Dänemark erfreut sich auch Heute noch großer Beliebtheit.

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