Was war wann? Schmuck >> Schmuckmode >> 1940-1949
Schmuckmode
Schmuck der 00er Jahre
Schmuck der 10er Jahre
Schmuck der 20er Jahre
Schmuck der 30er Jahre
Schmuck der 40er Jahre
Schmuck der 50er Jahre
Schmuck der 60er Jahre
Schmuck der 70er Jahre
Schmuck der 80er Jahre
Schmuck der 90er Jahre
Schmuck der 2000er
Ratgeber Schmuck
Geschichte Schmuck
Techniken der chmuckherstellung
Schmuckherstellung
Mode: Vom 18. bis 20. jahrhundert
Mode 1800 bis 2000
Mode & Kleidung 1970

40er Jahre: Das ausgesparte Jahrzehnt

Von 1939 bis 1945 war Mode und Schmuck kein Thema, das die Allgemeinheit interessiert hätte. Allenfalls zerriss man sich – hinter vorgehaltener Hand, versteht sich – das Maul über die gewissen Damen der Nazibonzen.
Ansonsten galt: Die deutsche Frau schminkt sich nicht. BDM-Mädels trugen stramme blonde Zöpfe zum bayrischen Dirndl oder hampelten in züchtigen Trikots auf Turnerfesten herum. Frau Rosenblatt von nebenan trug statt des Familienschmucks einen gelben Davidsstern, der mit ungeschickten Stichen an ihr Kleid geheftet war. Später war sie dann einfach nicht mehr da. Niemand wusste Näheres. Ihren Familienschmuck, den die Nachbarinnen noch ganz gut kannten, trug jetzt die gewisse Dame des Herrn Obersturmbannführers. Auch die elegante Vierzimmerwohnung der Rosenblatts gehörte jetzt dem Herrn Obersturmbannführer und seiner Speziellen, von der es hieß, sie sei mit ihm verlobt.
Mit Glück oder einem hieb- und stichfesten "Ariernachweis" oder beidem konnte Schmuck zur Überlebensversicherung werden. Wertvolle Juwelen, direkt am Körper getragen, waren auf der Flucht leichter mitzunehmen als anderer Besitz. Aktien und Wertpapiere waren ohnehin nichts mehr wert. Immobilien ließen sich schlecht zu Geld machen, spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem sie reihenweise kaputt gebombt wurden.

Unmittelbar nach Kriegsende hatte ein Brillantring auf dem Schwarzmarkt in etwa den Gegenwert eines Brotlaibs. Wer genug Ringe in der Schmuckschatulle hatte, konnte damit eine Zeit lang überleben. Geld kann man bekanntlich nicht essen. Diamanten, egal ob roh oder geschliffen, sind für den menschlichen Genuss ebenfalls recht ungeeignet.
An Kleidung gab es das, was beschafft oder aus vorhandenem Material selbst hergestellt werden konnte. Modische Interessen traten in den Hintergrund, die Kleidung musste vor allem praktisch und haltbar sein.
Als die Trümmer der verlorenen Träume dann so halbwegs weggeräumt waren und die Damen sich endlich wieder der Mode zuwenden konnten, fehlte immer noch dies und das, beispielsweise das Geld, um die Luxusgüter, die es nun wieder gab, zu bezahlen.
Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. So entstand die Mode des Waden-Schminkens. Nylons, das Nonplusultra an modischem Schick, waren zwar wahnsinnig teuer, doch eine ihrer Eigenschaften – eigentlich ein Manko – war leicht kopierbar: Da Nylonstrümpfe ursprünglich nicht rundgewirkt, sondern zusammengenäht wurden, hatten sie immer eine Naht an der Rückseite. Findige junge Frauen malten sich mit Augenbrauenstift einen Strich an die nackte Wade, der vom Rocksaum in der Kniekehle bis zur Ferse reichte. Fertig war die Illusion eines teuren Nylon-Strumpfes.
Dass man sowas Jahrzehnte später Bodypainting nennen und weiter ausbauen würden, ahnten die Damen damals freilich noch nicht.

aktueller Schmuck, Damenschmuck, Herrenschmuck und Kinderschmuck
Damenmode Damenmode günstige Mode aktuelle DamenmodeMode OnlineStreetwearFashion Mode

Das 20. Jahrhundert