| Biographie Gerhard Schröder Lebenslauf |
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Gerhard Fritz Kurt Schröder wurde
am
7. April 1944 im westfälischen Mossenberg
geboren. Sein Vater, ein Kirmesarbeiter, fiel ein
halbes Jahr später in Rumänien. Gerhard Schröder
wuchs gemeinsam mit vier Geschwistern in einfachen
Verhältnissen auf. Dass die Mutter hart arbeiten
musste, um die Familie mit dem Nötigen zu versorgen,
prägte seine Ansichten und seinen Werdegang sehr. Er
begann nach dem Abschluss der Volksschule eine Lehre
in einem Eisenwarengeschäft. Während seiner Jugend
hatte er nicht zuletzt auf dem Fußballplatz seine
Kraft und Ausdauer unter Beweis stellen können, was
ihm damals den Spitznamen "Acker" einbrachte. Als 1998 ein neuer Bundestag zu wählen war, kannte man den SPD-Spitzenkandidaten Schröder bereits als durchsetzungsstark und kompetent in Wirtschaftsfragen. Dennoch konnte er es sich nicht verkneifen, seinen Wahlkampf auch direkt gegen die Person des bisherigen Bundeskanzlers zu richten. So konnte man beispielsweise - sinngemäß zitiert - auf Handzetteln lesen: "Ich gebe Ihnen neun gute Gründe, SPD zu wählen. Der zehnte heißt Helmut Kohl." Die SPD gewann die Wahl und bildete (nach sechzehn Jahren Schwarz-Gelb) eine rot-grüne Koalition. Gerhard Schröder wurde vom Bundestag zum siebenten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Im Jahr darauf überwarf er sich mit dem Finanzminister und SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine, der daraufhin, um nicht ständig auf Weisung des sehr dominanten Kanzlers gegen seine eigenen Ansichten agieren zu müssen, seine Ämter niederlegte. Den Parteivorsitz übernahm Schröder für die nächsten fünf Jahre. War es schon kontrovers, die früher eher randständige Grüne Partei in die Regierung zu holen, so sorgten bald Projekte wie die Ökosteuer oder der Atomausstieg für heftige Debatten. Dass Schröder nicht auf eine ideologische Agenda festzulegen ist, zeigte sein Engagement für ein Eingreifen der NATO in den Kosovo-Konflikt. Je nach politischer Couleur werteten Beobachter seine Entscheidungen als opportunistisch oder als vernünftig. Die strikte Ablehnung jeder militärischen Aktion gegen das irakische Regime des Saddam Hussein, dem die USA recht unverhohlen mit Krieg drohten, falls er sein ABC-Waffen-Arsenal nicht offen legen sollte, Nach einem Skandal um geschönte Arbeitslosenstatistiken entdeckte er ein neues Thema. Das Stichwort "Agenda 2010" machte die Runde. Mit finanziellen Einschnitten verbundene Reformen und eine härtere Gangart bei der Stellenvermittlung sollten wieder mehr Menschen in Arbeit bringen. Dass mit Beginn der umstrittenen Hartz-Reformen zunächst keine erkennbaren Erfolge eintraten, schadete dem Ansehen des Kanzlers, der sich mit seiner Basta-Politik das Image zu verleihen suchte, bei ihm würden auf Worte und Taten schnell Resultate folgen, nachhaltig. Hatte er sich bisher als "Medienkanzler" stets ins rechte Licht setzen können, fielen die Kommentare der Presse bald hämischer aus. Zunehmend fiel das Regieren schwerer. Das konservative Lager dominierte inzwischen den Bundesrat, so dass viele Gesetze nicht oder nur in stark veränderter Form in Kraft treten konnten. Am 1. Juli 2005 stellte Gerhard Schröder im Bundestag die Vertrauensfrage, deren (schon vorher sichergestellte) mehrheitlich negative Beantwortung ihm das vorzeitige Auflösen des Parlaments ermöglichte. Die Neuwahlen führten zu einer Großen Koalition mit der CDU, deren Spitzenkandidatin Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt wurde. Während sich frühere Bundeskanzler nach dem Ende ihrer Amtszeit eher in Zurückhaltung übten, sorgen Schröders Aufsichtsrats- und Beraterposten ab und an für Schlagzeilen. Insbesondere wegen seines Engagements für ein Konsortium, dem der kremlnahe russische Konzern Gazprom angehört, wurde und wird er heftig kritisiert. Gerhard Schröder ist seit 1997 mit Doris Schröder-Köpf verheiratet. |
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