| Biografie Theodor Storm Lebenslauf | ||
|
Am
14. September 1817 wurde Hans Theodor Woldsen
Storm als erstes Kind des Justizrats Johann Casimir
Storm geboren. Storm machte sich einen Namen sowohl
als Jurist als auch als Schriftsteller. Die zweite Ehe ging Storm mit der 38-jährigen Dorothea Jensen ein, die er kurz nach seiner Hochzeit mit Constanze kennen lernte. Theodor Storm nahm, trotz des 1850 erfolgten Friedensschlusses zwischen Preußen und Dänemark, weiterhin eine unversöhnliche Haltung Dänemark gegenüber ein, aufgrund dessen ihm 1852 durch Friedrich Ferdinand Tillisch, dem damaligen dänischen Schleswigminister, die Advokatur entzogen wurde. Storm wurde 1853 in Berlin im Kreisgericht von Potsdam eine unbezahlte Stellung zugesprochen. Während dieser Zeit wurde seine Novelle Immensee publiziert, welche er bereits 1849 geschrieben hatte. Während seines Berlinaufenthaltes gab Storm seine Abscheu über den "preußischen Menschenverbrauch im Staatsmechanismus" zum Ausdruck. Storm geriet in berufliche und finanzielle Schwierigkeiten und sein Freundeskreis im Rütli, zu welchem unter anderem Franz Kugler und Theodor Fontane zählten, trug mit dazu bei, dass Storm sich als republikanisch Gesinnter zunehmend isoliert fühlte im Kreis der preußisch Konservativen. Im Jahr 1856 wurde Storm im thüringischen Heiligenstadt zum Kreisrichter ernannt, und 1864 erfolgte seine Benennung von der Husumer Bevölkerung zum Landvogt, nachdem Dänemark im Deutsch-Dänischen Krieg eine herbe Niederlage erlitt. Nach der Annexion Schleswig-Holsteins wurde Theodor Storm im Jahr 1867 zum Amtsgerichtsrat im Rahmen der preußischen Verwaltungsreform ernannt. Der damals fünfzehn Jahre alte Ferdinand Thönnies kam etwa 1870 in Storms Haus, um eine Tätigkeit als Korrekturleser auszuüben. Im Laufe der Jahre entstand zwischen Storm und Thönnies eine innige Freundschaft. Nachdem Storm 1874 seinen Vater und 1878 seine Mutter verlor, trat er 1880 in den Ruhestand und verlegte seinen Wohnsitz nach Hademarschen. Storms letzte Novelle "Der Schimmelreiter" erschien im April 1888. Theodor Storm verstarb am 4. Juli 1888 an Magenkrebs und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Husumer Friedhof St. Jürgen. Im Jahr 1898, zehn Jahre nach seinem Tod, an seinem Geburtstag, wurde in Husum die ihm zu Ehren von Adolf Brütt geschaffene Denkmalsbüste enthüllt. |
||
|
|