| Biografie Picasso Lebenslauf | ||
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Er war zweifellos einer der zehn
berühmtesten und einflussreichsten Künstler des
vergangenen Jahrhunderts. Sein Name steht für
unabhängiges Denken, stilistischen Mut,
künstlerische Meisterschaft, stetige Innovation und
wegweisende Symbole der Friedensbewegung, aber auch
für Geschicklichkeit in ökonomischen Dingen. Doch
hätte ein Gesetz Maler dazu verpflichtet, ihre Werke
mit vollem Namen zu signieren, hätte er
möglicherweise einen anderen Beruf ergriffen. Er hatte es geschafft. Jetzt galt es, seinen Namen im Gespräch zu halten. Die Sturm-und-Drang-Phase der modernen Kunst neigte sich dem Ende zu, so dass man nun das gewonnene Terrain tiefergehend erkunden konnte. Die zwanziger und dreißiger Jahre, während derer er seine persönliche Bildsprache weiter ausformte, werden auch als klassizistische Phase bezeichnet. Zudem wandte er sich verstärkt der Bildhauerei zu, an der er sich bereits als Junge versucht hatte. Allerdings scheiterte in jener Zeit seine erste Ehe. Die Motivwahl der Bilder galt vor allem dem Einfachen, Alltäglichen. Neben dem Stierkampf, der ihn sehr faszinierte, zeigte er immer wieder Ortsansichten, Landschaften oder Menschen aus dem Volke. Bei aller Verfremdung verlieh er seinen Figuren doch immer eine gewisse natürliche Würde. Sein erstes bedeutsames politisches Bekenntnis legte er 1937 ab, nachdem die deutsche, mit dem faschistischen General Franco verbündete Legion Condor in einem bis dahin beispiellosen Akt psychologischer Kriegsführung die baskische Stadt Guernica bombardiert hatte. Das gleichnamige Gemälde wurde zum Inbegriff der Schrecken des Krieges, während sein Schöpfer zur Ikone der Linken avancierte und die extreme Rechte ihn in ihr Feindbild einreihte. Diesem Paukenschlag folgten Jahre der Resignation angesichts der Ausbreitung faschistischer Macht in Europa. Erst nach dem Krieg blühte er wieder auf. Trotz seiner offen bekundeten Sympathie für den Kommunismus hielt er immer eine gesunde Distanz zu dessen Parteiapparat. Und so mussten sich sowohl die in Korea Krieg führende US-Regierung als auch Stalins Regime in Moskau beißende Kritik in gemalter Form bieten lassen. Deren wütende Proteste konnte Picasso geruhsam an sich abperlen lassen, schließlich hatte er 1949 mit seiner längst legendären, der Pariser Weltfriedenskonferenz gewidmeten Friedenstaube aller Welt gezeigt, dass er politische Falken nicht gerade innig liebte. Als ihm immer mehr Touristen zu Leibe rückten, erlaubte es ihm sein inzwischen erworbener Wohlstand, sich 1958 auf ein Schloss in der Provence zurückzuziehen, das er auch behielt, als er zwei Jahre später nach der Eheschließung mit Jacqueline Roque nach Mougins zog. Hier starb er am 8. April 1973. Der „Junge mit Pfeife“ von Pablo Picasso wird 2004 bei Sotheby's für die Rekordsumme von 104,168 Millionen Dollar versteigert |
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