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Karlheinz Böhm, geboren am
26. März 1928 in Darmstadt, in den
50er,
60er
und 70er
Jahren des letzten Jahrhunderts, einer der
bekanntesten deutschen Schauspieler, später
engagierter Kämpfer für Stabilität und Wohlstand in
Äthiopien.
Bekannt wurde Böhm besonders durch die beliebten
Kino-Filme über die österreichische Kaiserin Sissi
in den 50er
Jahren, in denen er ihren Mann Franz Joseph
verkörperte. Seine Beliebtheit, die er auch durch
einige Filme mit dem Regisseur Rainer Werner
Fassbinder erlangte, nutzte er später, um sich der
humanitären Hilfe in Äthiopien zu widmen.
1976 kam Böhm zum ersten Mal nach Afrika. Er litt
unter einer Krankheit und seine Ärzte rieten ihm an,
sich in Kenia auszukurieren. Dort wurde er erstmals
mit der Armut der Kenianer konfrontiert und
beschloss schnell, dass er etwas daran ändern
wollte. Zurück in Deutschland wurde er 1981 zu
"Wetten, dass...?" eingeladen. Er wettete, dass
nicht einmal jeder dritte Zuschauer der Sendung eine
Mark an Bedürftige im Sahelgebiet spenden würde.
Falls doch, versprach er, selbst nach Afrika zu
gehen, um humanitäre Hilfe zu leisten. Leider gewann
Böhm die Wette.
Allerdings hinderte ihn das nicht daran, noch im
selben Jahr nach Äthiopien aufzubrechen. Dort
gründete er am
13. November 1981 die Hilfsorganisation
"Menschen für Menschen", die noch heute erfolgreich
agiert.
Böhm ist bis heute der Kopf und Repräsentant der
Organisation, und man kann sagen, dass ohne ihn wohl
kaum die immense Menge an Spendengeldern zusammen
gekommen wäre. Die etwa 250 Millionen Euro, wurden
für den Bau von Brunnen, Krankenhäusern oder Schulen
verwendet. Der äthiopische Staat zeigte Böhm seine
Dankbarkeit, indem er ihm die
Ehrenstaatsbürgerschaft des Landes verlieh.
Aber auch nach jahrzehntelanger Hilfe für Äthiopien
sieht Böhm seine Arbeit noch nicht als beendet an.
Er hat sich Menschen für Menschen zur Lebensaufgabe
gemacht, und möchte nicht gehen, bevor seine Hilfe
nicht mehr gebraucht wird, und das Land auf eigenen
Füßen stehen kann. |