Biografie Jean-Paul Sartre Lebenslauf |
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Am
21. Juni 1905 wird Jean-Paul
Charles Aymard Sartre in Paris, als Sohn eines
Marineoffiziers geboren. Dieser stirbt sehr früh. Sartre
wächst mit seiner deutsch-elsässischen Mutter bei seinem
Großvater auf und erhält von diesem, der übrigens ein Onkel
Albert
Schweitzers war, Privatunterricht u. a. auch in deutscher
Sprache. Im Jahr 1934 beginnt er mit Hilfe eines Stipendiums am Institut Francais. Sartre beschäftigt sich vor allem mit Nietzsches, Husserls und Heideggers philosophischen Arbeiten. Noch im selben Jahr kehrt er nach Paris zurück und nimmt seine Arbeit als Philosophielehrer in Le Havre wieder auf. Die Veröffentlichung seines Romans „Der Ekel“ 1938, welcher sich mit der Einsamkeit und Freiheit des Individuums auseinander setzt, öffnet ihm einige Türen. Da er 1939 zum Kriegsdienst in einer Sanitätsgruppe eingezogen wird, kann er jedoch keine dieser Türen betreten. Im Januar 1941 wird Sartre von der Deutschen Wehrmacht gefangen genommen. Mit Hilfe eines Gefangenen-Attestes, durch die Teilerblindung seines rechten Auges, kam er im März 1941 wieder frei. Von 1941 – 1944 lehrt er wieder Philosophie in Paris. Im Jahr 1942 beginnt Sartre außerdem politisch aktiv, in dem französischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung vorzugehen. Die Uraufführung des Bühnenstückes „Die Fliegen“ findet 1942 im besetzen Paris statt. Durch die antike Aufmachung des Stückes wird der Widerstand gegen die deutsche Besatzung, welche darin zum Ausdruck kommt, verschleiert. 1943 wird Jean-Paul Sartre Mitglied im „ Comité National des Ecrivains “, welcher mit dem Widerstand zusammen arbeitet. Im selben Jahr veröffentlicht er sein erstes philosophisches Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“, welches von der totalen Freiheit ohne Gnade, ohne Reue und ohne Gott und somit der totalen Verantwortung des freien Menschen auf der Erde handelt. Seit dieser Zeit gilt Sartre als atheistischer Existentialist. Im Jahr 1944 gründet Sartre gemeinsam mit Merleau-Ponty die Zeitschrift „ Les Temps Modernes“. 1945 beschließt er sein Lehramt aufzugeben und nur noch als Schriftsteller tätig zu sein. Er erkennt, „Situations I“, „Baudelaire“ und „Das Spiel ist aus“ erscheinen 1947. Daraufhin werden Sartres Werke 1948 vom Vatikan auf den „ Index der verbotenen Bücher“ gesetzt. Sartre ist 1948 Mitbegründer der „Revolutionären demokratischen Sammlung“, welche für die Arbeiterklasse und so gegen die Bourgoisie, Ausbeutung und Ausgrenzung eintritt. 1949 tritt er wieder aus und wird 1952 Mitglied in der Kommunistischen Partei Frankreichs. In den Jahren 1954 und 1955 reist Sartre in die UdSSR und nach China. Im darauffolgenden Jahr distanziert er sich von der Kommunistischen Partei. Auch veröffentlicht er Manifestation gegen die Interventionen der Sowjetunion in Ungarn und den Algerienkrieg. Im Jahr 1960 reist Sartre nach Kuba und veröffentlicht den ersten Band der „Kritik der dialektischen Vernunft“. 1964 erscheint die Autobiographie über die Kindheit und Jugend von Sartre und „Was ist Literatur?“. Auch wird ihm im Jahre 1964 der Nobelpreis für Literatur verliehen, er lehnt diesen jedoch ab. In den Jahren 1970-1972 folgen noch die ersten Bände über Gustave Flaubert „Der Idiot der Familie“. Im Jahr darauf gründet er die Zeitschrift „Liberation“. 1974 besucht Sartre RAF.Mitglied Andreas Baader zu Vermittlungszwecken im Gefängnis. Nach einem bewegten Leben stirbt Jean Paul Sartre stirbt am 15. April 1980 im Alter von 75 Jahren in Paris. |
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