| Biografie Harry Belafonte Lebenslauf |
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Am
1. März 1927 wurde Harold
George Belafonte als Kind armer karibischer
Einwanderer in Harlem geboren. Er wuchs im
Schwarzenghetto von New York auf, bis seine Mutter
ihn 1935 für vier Jahre in ihre Heimat Jamaika
mitnahm. 1954 schließlich gelang ihm der Durchbruch. Er wirkte in der filmischen Adaption des Carmen-Stoffs "Carmen Jones" mit und machte den karibischen Calypso mit seinem gleichnamigen Album schlagartig berühmt. Gerade den "BaHarry Boat Song (Day-O)" dürften die meisten kennen. Dem folgte eine beinahe beispiellose Karriere mit ausverkauften Tourneen und Plattenverkäufen in zweistelliger Millionenhöhe. Mehrere Alben wurden mit einem Grammy prämiert. Einer missglückten Ehe folgte eine zweite, die bis heute Bestand hat. Aus beiden Beziehungen gingen je zwei Kinder hervor. Während der nächsten zwei Dekaden probierte Belafonte viel Neues aus. Zwar konnte er mit Swing und Gospel nicht mehr die gleiche Begeisterung hervorrufen wie ehedem mit Calypso, doch das Publikum blieb dem großen Entertainer treu. Parallel dazu engagierte er sich immer wieder für die Bürgerrechts- und Friedensbewegung, woran sich bis heute nichts geändert hat. So setzte er sich beispielsweise für Mikis Theodorakis ein, als dieser von den Militärmachthabern Griechenlands verfolgt wurde. Besonders lag und liegt ihm die Entwicklungshilfe für Afrika am Herzen. 1983 schlug er seinen Freunden Michael Jackson, Quincy Jones und Lionel Richie vor, einen Benefizsong für Afrika aufzunehmen. So entstand "We Are The World", ein Paradebeispiel für erfolgreiche politisch engagierte Popmusik. Ein Jahr danach produzierte er den Spielfilm "Beat Street", der den Alltag der noch jungen Rap- und Breakdance-Szene in New York beschrieb. - Die Wirkung des Films reichte bis in die DDR, wo man ihn wegen Belafontes sozialistischer Gesinnung gern zeigte. Der erste deutschsprachige Rap wurde in Dresden aufgeführt. Inzwischen hatte er auch selbst in vielen Filmen mitgespielt, unter anderem an der Seite von Sidney Poitier und Bill Cosby. Ein besonderes Schmankerl stellt Robert Altmans "Kansas City" von 1996 dar, eine Kriminalgeschichte aus den Dreißigern mit viel Jazzmusik, in der er einen Gangster spielte. Seit einigen Jahren macht Harry Belafonte vor allem durch ätzende Kritik an der aktuellen US-Regierung auf sich aufmerksam. Der bekennende Sozialist ist seit 1987 UNICEF-Botschafter des Guten Willens. |
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