| Biografie Georg Büchner Lebenslauf |
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Der deutsche Dramatiker Georg
Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei
Darmstadt geboren. Er studierte Medizin,
Naturwissenschaften, Geschichte und Philosophie in
Straßburg und Gießen. Dort schloß er sich der
radikalen Freiheitsbewegung an und gründete
1834 die
"Gesellschaft für Menschenrechte", um die
reaktionären Verhältnisse im damaligen Großherzogtum
Hessen zu verändern. Büchner gilt als Dramatiker zwischen Romantik und Realismus. Durch seine Charakterzeichnung, bei der er Personen und ihre Handlungen psychologisch durchleuchtet, die starke Hervorhebung des Sozialen und seine neuartigen dramaturgischen und stilistischen Mittel ist er einer der bedeutendsten Bahnbrecher des neuen Dramas. Als Vorwegnahme des epischen Stils kann seine Aneinanderreihung von Bildern und Szenen ohne kausalen Zusammenhang gelten, er löst den klassischen Dialog zu expressionistisch wirkenden Monologfetzen auf. In seinem Drama "Dantons Tod" zeigt er an der französischen Revolution den "unbedingten Fatalismus der Geschichte". Von ähnlich großer Bedeutung ist das 1836 entstandene unvollendete Drama "Woyzeck". Außerdem hinterließ Büchner das zeitsatirische Lustspiel "Leonce und Lena"(1836) und ein Novellenfragment über den Sturm- und Drang-Dichter Lenz. Seit dem Jahr 1951 wird der Georg Büchner-Preis als offizieller Literaturpreis, unabhängig von regionalen Wurzeln, verliehen. Er ist der wichtigste Literaturpreis in Deutschland. |
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