| Biografie Freiherr von Eichendorff Lebenslauf | ||
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Joseph Karl Benedikt Freiherr von
Eichendorff wurde am
10. März 1788 auf dem
oberschlesischen Schloss Lubowitz als Sohn eines
preußischen Offiziers von schlesischem katholischem
Adel geboren. Bereits als Kind verfasste er kleine
Berichte über seine Eindrücke bei Reisen nach Prag
und Karlsbad. Es folgte eine auch in der eher kärglichen Bezahlung recht normale preußische Beamtenkarriere. Nach einigen Jahren als katholischer Schulrat in Danzig wurde er 1824 nach Königsberg versetzt, wo er zwei Jahre später neben einer Reihe von Gedichten sein Hauptwerk "Aus dem Leben eines Taugenichts" veröffentlichte, das als krönender Abschluss der romantischen deutschen Literatur gilt. Nachdem er mehrfach vergeblich um seine Versetzung gebeten hatte, konnte er 1831 im Zuge einer Umstrukturierung der Verwaltung zum Kultusministerium in Berlin wechseln. Zehn Jahre später wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Sein schriftstellerisches Wirken und die eingehende Beschäftigung mit barocker spanischer Literatur, wobei er sich auf Calderon konzentrierte, halfen ihm in all diesen Jahren, den trockenen, äußerst prosaischen Behördenalltag zu kompensieren. 1843 erkrankte er schwer. Die freie Zeit nutzte er, um eine Abhandlung über die Wiederherstellung der Marienburg, bei welcher er selbst zeitweise mitgewirkt hatte, zu beginnen. Im Jahr darauf kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit einem neuen Vorgesetzten, die auch mit Eichendorffs katholischem Bekenntnis zusammenhingen, wegen derer er - offiziell aus gesundheitlichen Gründen - vorzeitig in den Ruhestand ging. Von nun an arbeitete er als Publizist. Neben einer umfangreichen "Geschichte der neueren romantischen Poesie in Deutschland" fertigte er eine Calderon-Übersetzung. Weitere literaturhistorische Abhandlungen, die auch religiöse Aspekte einbezogen, folgten. Nach dem Tod seiner Frau zog er 1855 zu seiner Tochter nach Neisse. Dort erlag er am 26. November 1857 den Folgen einer Erkältung. |
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