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Das New Yorker
Woodstock-Festival war der Höhepunkt
im „Sommer der Liebe“
1969! Halbnackte Hippies,
behangen mit Blumenkränzen, feierten
ihr Woodstock-Festival. Es wurde
damit zum Symbol für Gewaltfreiheit
und freie Liebe! „Make love, not
war“ – das war das Motto damals,
gegen den
Vietnamkrieg und die
Konsumkultur. Die Veranstaltung
startete am
15.08.1969 und
entwickelte sich zur
Mega-Wahnsinns-Partie – sie endete
am frühen Morgen des 18. August. Von
überall kamen junge und junggebliebene Menschen, um sich dem
musikalischen Spektakel und der
Liebe „hinzugeben“. Insgesamt
präsentierten sich 32 Bands und
Solisten an drei Tagen vor rund
400.000 „Blumenkindern“. Das Gelände
erwies sich dann auch noch als viel
zu klein, da die Besucherzahlen
zuvor unterschätzt wurden.
Ursprünglich stand hinter der Idee
„Woodstock“ der Wunsch, mit den
Einnahmen das Aufnahmestudio des
(damals) jungen Musikproduzenten
Michael Lang zu finanzieren. Dieses
befand sich in Woodstock – und gegen
Ende der
1960er lebten hier viele
Sänger und Stars wie „The Band“ –
Tim Hardin und viele andere mehr.
Lang tat sich mit dem Songschreiber
und Ex-Sänger Artie Kornfield
zusammen und machte sich auf die
Suche nach Sponsoren für dieses
Musikspektakel. Sie waren
erfolgreich und fanden gleich zwei
solvente Unternehmen, die
„Woodstock“ sponsern wollten.
Natürlich dachten auch die an einen
möglichst großen Umsatz und
dementsprechend an einen höheren
Gewinn! Gemeinsam gründeten sie die
Firma „Woodstock Ventures“. Anfangs
sollte das Mega-Konzert woanders
stattfinden – da die Location aber
„wegfiel“ entschieden sich die
Veranstalter kurzerhand für das 243
Hektar große Gelände in Woodstock.
Dies gehört einem Farmers und lag
ca. 150 Kilometer von New York
entfernt. Für die drei Tage erhielt
der Besitzer rund 50.000 US-Dollar
als Miete. Dann konnte es endlich
losgehen – um möglichst viele Leute
und Fans erreichen zu können, warben
„Woodstock Ventures“ in den
angesagten Zeitungen. Für das
„Festival For Peace And Music“ –
insgesamt dachten die Unternehmer,
dass sich ca. 60.000 Besucher auf
dem Gelände einfinden werden.
Es
sollte aber ganz anders kommen: es
machten sich mehr als eine halbe
Millionen Menschen auf, um an diesem
Musik-Highlight teilnehmen zu
können. Schon die Anreise war eine
Katastrophe – alle Straßen rund um
„Woodstock“ waren verstopft – viele
Fans und Besucher wurden am Ende
sogar von der Polizei „gezwungen“,
wieder nach Hause zu fahren. Es gab
kein Durchkommen – die Straßen waren
absolut dicht! Trotzdem: gut 400.000
haben es doch noch geschafft.
Anfangs lösten diese auch ganz brav
ihre Eintrittskarten für 18
US-Dollar. Da aber keiner mit
solchen Massen an Menschen gerechnet
hatte, gab es schnell extreme
Probleme. Die Leute rannten den
Veranstalter nicht „die Bude“ –
sondern die Absperrungen ein. Mit
der Folge: das Festival war für die,
die keine Karte im Vorverkauf
erworben hatten, völlig kostenlos.
Mit dem Ergebnis: das ganze
entwickelte sich für die
Veranstalter zum absoluten
Mega-Misserfolg. Allein wegen der
Menschenmassen mussten z.B. die
medizinischen Betreuer sofort
aufgestockt werden. Aufgrund der
tagelangen Staus konnte alles was
benötigt wurde – wie z.B. die
Verpflegung für Mitarbeiter und
Stars - nur via Hubschrauber
passieren. Einziger Lichtblick:
„Woodstock“ wurde als
Dokumentarfilm
verkauft und war kommerziell super
erfolgreich. Innerhalb von nur 18
Wochen sorgte der Film für Einnahmen
von über fünf Millionen US-Dollar.
Zu dem gab es als „Besten
Dokumentarfilm“ sogar noch einen
Oscar dazu! Zusätzlich erschien auch
noch ein genauso erfolgreiches (Dreifach)Album
mit den Hits und Stars von
„Woodstock“. Das Staraufgebot konnte
sich aber auch wirklich sehen
lassen: u.a. waren
Carlos Santana,
The Who,
Janis Joplin,
Joe Cocker,
Jimi
Hendrix,
Ten Years After und
Jefferson Airplane zu bejubeln. Ein weiterer Star
des Festivals war Ravi Shankar.
Übrigens: damals hatten die
Einwohner des Örtchens äußerste
Bedenken bzw. Proteste angemeldet.
Sie hatten die (im Nachhinein
berechtigte) Befürchtung, es könnte
zu einer „Invasion der Langhaarigen“
kommen. Heute dagegen besuchen viele
Nostalgie-Fans das Städtchen und
dementsprechend profitieren die
Unternehmen wie Hotels, Gaststätten
oder auch Souvenirläden davon. Mehr
noch – viele der Einwohner sind
mittlerweile stolz darauf, dass
dieses legendäre Festival bei ihnen
stattgefunden hat. |