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Der Weg zur Musik
Reinhard Michael Friedrich Mey wurde
am
21. Dezember 1942 in
Berlin-Wilmersdorf geboren. Sein Vater
war Anwalt, seine Mutter eine Lehrerin
mit Familiennamen Koch. Reinhard genoss
im Alter von 12
Jahren erstmals
Klavierunterricht, mit 14 begann er das
Gitarrespielen. Nebenbei lernte er
selbstständig das Trompeten. Er besuchte
ein französisches Gymnasium in
Berlin,
wo er den späteren Komponisten Ulrich
Roski kennenlernte und auch die spätere
Politikerin Gesine Schwan war in seiner
Klasse.
1963 beendete Mey erfolgreich
Sein Abitur. Die Schule war zweisprachig
verlaufen – sein Abschluss galt daher in
Deutschland und
Frankreich. Nach der
Schule absolvierte Reinhard eine
Ausbildung als Industriekaufmann und
begann anschließend
Betriebswirtschaftslehre zu studieren.
Sein Herz hing aber zu sehr an der
Musik, weshalb er das Studium abbrach
und er sich voll der Liederkunst
widmete.
Die ersten Erfolge
1961 gründete er mit Wolfgang Schulz
die Gruppe „Les Trois Affamés“. Es
dauerte nicht lange, da kam seine erste
eigene Komposition auf dem Markt. Die
Single „Ich wollte wie Orpheus singen“
erschien
1964, konnte sich aber nicht
richtig etablieren. In den 70er Jahren
spielte Mey noch bei einigen unbekannteren Bands mit und trat auf
diversen Festivals auf. Ein Schwerpunkt
seiner Musik war die Folklore auf einem
Konzert in Belgien wurde eine
französische Plattenfirma auf Reinhard
aufmerksam
und nahm ihn unter Vertrag.
Seine Musik wurde zwar hoch gelobt,
enthielt aber viel französischen Chanson
und schreckte damit die breite Masse der
Hörer ab. Dennoch veröffentlichte Mey
1967 sein erstes Album, das den gleichen
Namen wie seine erste Single trug : „Ich
wollte wie Orpheus singen“. Im gleichen
Jahr heiratete er seine erste Frau
Christine. Fortan brachte Mey in
regelmäßigen Abständen neue Alben in
verschiedenen Sprachen heraus, die sich
alle verhältnismäßig gut verkauften.
Mey heute
Die Ehe mit Christine hielt nur bis
1976 an. Bereits 1977 zog Mey nach Berlin-Frohnau und heiratete seine neue
Liebe Hella Mey, der generell die
Öffentlichkeit und die Medien mied, ließ
2002 gerichtlich untersagen, dass
Informationen zu seiner Person im
Internet verbreitet werden durften.
Zeitgleich schaltet er eine eigene Seite
online, auf der er seine Lieder, Noten
und anderes Informationsmaterial zur
Verfügung gestellt wurde. Reinhard
erhielt diverse Auszeichnungen für seine
direkte Art und den Kontrast, den er der
deutschen Schlagerszene verlieh. 2007
erschien sein Album „Bunter Hund“, das
durchweg gelobt wurde. Tragisch war das
Unglück, welches Meys Sohn 2009 ereilte.
Dieser erlitt eine schwere
Lungenentzündung und fiel in ein
Wachkoma. Doch trotz solcher Rückschläge
kann Reinhard Mey auf eine produktive
Karriere zurückblicken. Heute gibt es
über 25 Studioalben und weit mehr als
doppelt so viele Singles von ihm. Sein
jüngstes Album ist „Mairegen“ und
erschien 2010 in den Läden. |