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Marianne Rosenberg
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Biografie Marianne Rosenberg Lebenslauf Lebensdaten
Die am 10. März 1955 in Berlin geborene Marianne Rosenberg hatte im Laufe der Zeit mit zwei "Identitätsproblemen" zu kämpfen, deren Bewältigung ihr allerdings gut gelungen ist. Als Tochter des Sinto Otto Rosenberg, den seine Erlebnisse in Auschwitz schwer traumatisiert hatten, war sie während ihrer Schulzeit wiederholt mit diskriminierenden Äußerungen über Zigeuner konfrontiert. Ihr Vater riet ihr sogar, sich als Ungarin auszugeben - mit dem grotesk anmutenden Resultat, dass im Jahre 1971 bei einem internationalen Gesangswettbewerb der Juror Paul Simon ihr in Unkenntnis ihrer Abstammung mit der Begründung, als Jude könne er nicht für Deutschland votieren, eine positive Wertung verweigerte.
Schon als sie fünf Jahre alt war, führte ihr Vater gern Freunden das kleine Gesangswunder vor. Als Dreizehnjährige belegte sie bei einem Talentwettbewerb den ersten Platz, der ihr einen Plattenvertrag
einbrachte. Die Plattenfirma verordnete ihr ein intensives Training, das sie auf das Dasein eines Schlagerstars vorbereiten sollte. Die siebziger Jahre wurden mit Schlager-Hits wie "Fremder Mann", "Lieder der Nacht" oder "Er gehört zu mir" ihre erfolgreichste Phase, die ihr Image, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hat, dauerhaft prägte. 1975 war Marianne für 3 Jahre mit dem "Disco-Star" Ilja Richter liiert, das aber scheinbar daran scheiterte dass er lieber bei seiner 1975 nahm sie zum ersten mal an der Qualifikation zum Grand Prix teil. Nachdem sie mehrmals vergeblich an der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teilgenommen hatte, wechselte sie 1982 das Metier und wandte sich der Neuen Deutschen Welle zu. Ungefähr zu dieser Zeit übernahm ihr Vater die Leitung des Berliner Landesverbands deutscher Sinti und Roma, was auch Marianne Rosenberg einen offenen Umgang mit der Geschichte ihrer Familie sehr erleichterte.
In der Folgezeit solidarisierte sie sich offen mit der linken Szene, wobei sie konsequenterweise auch den Kontakt zur Hausbesetzerszene nicht scheute, und gab ihrem Auftreten ein anarchisches Flair. Während dieser Jahre lernte sie einen früheren Herausgeber einer linksradikalen Zeitschrift kennen, mit dem sie den Bund fürs Leben schloss. Ihre wiederholte Zusammenarbeit mit Rio Reiser verursachte
Irritation sowohl bei ihren als auch bei seinen Fans. Zu groß war der vermeintliche Widerspruch zwischen ihren früheren, von der Plattenfirma "diktierten" Hits und dem nun zu Tage getretenen politischen Engagement.
Unerwarteten Erfolg brachte 1989 ihr Beitrag zum Soundtrack der TV-Serie "Rivalen der Rennbahn". Weitere Alben kombinierten auf durchaus sinnvolle Weise Stilmerkmale von Schlager- und moderner Popmusik. Zwischendurch ging Marianne Rosenberg mit einem Chansonprogramm auf Tournee.
Im September 2006 erschien ihre Autobiographie "Kokolores". 2008 wagte sich Marianne mit dem Album "I'M a Woman" an den Jazz heran, was ihr durchaus gelang, auch wenn einige Fans entrüstet waren. Selbige wurden aber 2011 mit dem Album "Regenrhythmus" wieder ruhig gestellt.
Marianne Rosenberg Seiten, Steckbrief etc.
www.rosenberg.de -  Die offizielle Marianne Rosenberg Homepage
Autogramm Marianne Rosenberg Autogrammadresse
Marianne Rosenberg - Public Image GmbH - Bülowstr. 49 - 10783 Berlin
Marianne Rosenberg Diskografie
1971 - Fremder Mann
1972 - Lieder
1974 - Träume
1976 - Ich bin wie du
1976 - Lieder der Nacht
1977 - Featuring A V.I.P.
1977 - War es wirklich gestern?
1978 - Flüsterndes Gras
1979 - Und die Liebe, sie kam
1980 - Traumexpress
1982 - Ich brauche dich…
1984 - Spiegelbilder
1989 - Uns verbrennt die Nacht
1991 - Und du kannst nichts dagegen tun
1993 - Set the Night on Fire
1993 - Feuerrosen
1994 - 5 Tage und 5 Nächte
1998 - Luna
2000 - Himmlisch
2004 - Ich werd' da sein
2004 - Für immer wie heute
2008 - I'm a Woman
2011 - Regenrhythmus