Was war wann? Möbel >> 1910-1919 Einrichtungen
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Möbel der 10er Jahre

Möbel aus diesem Jahrzehnt fallen noch in die Stilrichtung des Jugendstils, der um 1900 populär war und mit dem ersten Weltkrieg sein Ende fand.
Für diesen Stil sind überreiche, verschlungene, fast willkürliche Formen und Ornamentik typisch, klare Linien und Symmetrie fehlen. Sehr oft sind es florale Ornamente, die mit ungegliederten, schwungvollen Flächen in Kontrast treten. Von Motiven wie Lilien, Seerosen, Orchideen, Schlingpflanzen, bis hin zu Frauenköpfen mit welligem Haar, war einiges an Formen vertreten. Schränke wurden schmal und eintürig, dafür aber hoch gebaut. Anrichten besaßen ein verglastes Oberteil, Türen und Schubladen im Unterteil. Die Tische gab es mit ovalen, rechteckigen oder achteckigen Tischplatten, die Tischbeine waren verschlungen. Außerdem sah man Bibliotheksschreibtische mit einer flachen, manchmal auch asymmetrischer Schreibplatte, dafür aber mit Schubladen links und rechts im kastenartigen Unterbau. Die Stühle des Jugendstils hatten meistens eine hohe, schmale Rückenlehne, mit leichtem Schwung, welche aus Stegen und Streben bestand. Einige Stühle besaßen Armlehnen, die ebenfalls geschwungen waren, andere nicht. Jugendstiltypische Sofas standen auf niedrigen Füßen, hatten aber eine, wie die Stühle, eher höhere Rückenlehne.
Die Beine und Füße der Möbelstücke waren gerade, kantig mit Streben verbunden und endete in einem verdicktem Ende. Bevorzugte Hölzer für extravagante Möbel aller Art waren Mahagoni, die aus Brasilien kam, sehr häufig Eiche, Nussbaum und Birne. Für Serienherstellungen, die auf Grund der produzierten Masse minderwertiger waren, wurde zu Nadelhölzern gegriffen. Diese waren für die Mittelschicht eher bezahlbar.  
Das Möbelstück wurde nicht im Naturton belassen, sondern in holzfremden Farben gebeizt oder mit einer so genannten Bierlasur bemalt. Das Lösungsmittel war in diesem Fall, wie der Name schon sagt, Bier, das mit Farbpigmenten eingefärbt wurde. Mit einem breiten Pinsel, dem an einigen Stellen Pinselhaare abtrennt wurden, bemalte man den Schrank dann nach belieben. Auf diese Art und Weise imitierte man ganze Schränke mit einer anderen, hochwertigeren Holzart. Der Unterschied zwischen Bierlasur oder Echtholz ist von Laien schwer zu erkennen.
Die Beschläge bestanden nicht selten aus Gusseisen oder Bronze, die meist eine rechteckige Form besaßen und wie das Mobiliar an sich, auch mit floralen Motiven verziert waren.
Bedeutende Möbeldesigner bzw.Entwerfer waren William Morris aus England, Henry van der Velde aus Belgien, Charles Rennie Mackintosch, Frank Lloyd Wright, Viktor Horta und Michael Thonet, der aus Deutschland stammte.
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