| Die Mode der Jahrhundertwende | ||
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Im Zeichen der Pariser Weltausstellung stand die elegante Mode des Jahres 1900. Dieses Jahr sollte die Mode revolutionieren, denn von nun an sollte Frauenkleidung zwar weiterhin reizvoll und schick sein, jedoch sollte nun noch eine gehörige Dosis an Extravaganz und ein Quäntchen Bizarres die Mode auf Doch nun zurück zur Modewelt der Damen. Was heute Stöcke sind für Nordicwalking, das waren damals Spazierstöcke für Damen. Diese Spazierstöcke waren alles andere als einfache Stöcke, bestanden doch die kostbaren Griffe entweder aus Emaille oder aus Gold mit eingelegten Steinen oder auch aus mit antiken Smaragden und Perlen verziertem Silber. Sehr angesagt waren auch aus Was heute Fußkettchen und wohl jedem bekannt sind, das waren zur Zeit um 1900 glatte, breite und mit eingelegten Steinen verzierte Goldbänder, mit welcher Frau ihren Fußknöchel verschönerte. Eine goldene und mit Juwelen besetzte, sich spiralenförmig um das Bein ringelnde Schlange, welche dann mit dem Kopf auf dem Fuß zum Aufliegen kam, war damals das Eleganteste auf dem Modemarkt. Was die Herrenmode im 20. Jahrhundert betraf, so wurden diese zur Zeit des Jugendstils immer extravaganter. Auf blaugrünem Atlasgrund aufgelegte Spitzen stellten das absolute „muss Mann haben“ dar. Gilets, welche mit Edelsteinen ausgenäht waren, wurden besonders im Theater oder bei Diners getragen. Konnte man sich die echten Steine nicht leisten, dann taten es auch teure unechte, welche die Damastweste ebenfalls zu einem Für die Damenwelt standen nunmehr viel ausgefallenere Sonnenschirme zur Verfügung. Am modischsten galten aus zwei Vierecken übereinander gespannte Schirme, wobei der untere aus einfarbigem Taft bestand und der obere aus chinesischer Seite. Auch Modelle in japanischer Form, geschmückt und verziert mit Blüten und Goldvögeln, fanden großen Anklang. Bei der neuen Handschuhmode war es üblich, zwei verschiedenfarbige Handschuhe zu tragen. Entstanden ist dieses durch einen Zufall, ein Missgeschick, als eine russische Fürstin in Eile war, und versehentlich anstatt eines Paares zwei verschiedener Modelle je einen mitnahm. So kam es, dass sie im rosa Tüllkostüm die Petersburger Hofgesellschaft erfreute, denn die geladenen Gäste hielten es für beabsichtigt, und von nun an war es absolut in, zwei verschiedenfarbige Handschuhe zu tragen. Die so genannte Reformkleidung bildete bei der Mode für Frauen eine wichtige Diskussionsgrundlage. Der „Allgemeine Verein für Verbesserung der Frauenkleidung“ stellte die Frage in den Mittelpunkt, wie die Kleidung, ohne damit auf die Gesundheit der Trägerin schädlich zu wirken, auszusehen habe. Inhalt der Die Frauen zwängten sich bis dahin in enge Korsetts, womit sie die überaus begehrte „Stundenglas-Figur“ erreichen wollten, auch wenn damit einige Ohnmachtsanfälle vorprogrammiert waren, letztlich hatte hierdurch die Riechsalzindustrie auch einen besseren Absatz zu verzeichnen. Anständige Frauen trugen schwarze Wollstrümpfe, da weiße als unseriös galten. Als Statussymbol galten Pelze, wobei besonders Chinchilla beliebt war. Zudem war zu dieser Zeit die vornehme Blässe absolut angesagt. Es wurde gar mit flüssigem Bleichmittel nachgeholfen, Sommersprossen oder Hautrötungen rückte man mit arsenhaltigem Pulver zu Leibe, um diese Stellen zu überkleistern. Man zeichnete die Adern am Dekolleté mit Wasserfarben nach, um damit die Haut trotz der ihr verpassten Puderschicht zarter und transparent erschienen zu lassen. |
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| Kindermode 1900-1909 | ||
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| Hutmode 1900 – 1909 Jahrzehnt der Extravaganz | ||
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Das Jahrzehnt stand ganz im Zeichen der Extravaganz, gepaart mit einem kleinen bisschen bizarren Ausläufern. Die Hüte dieser Zeit waren zumeist aus Stroh. Vor allem italienische Strohmodelle in einem gelblichen Farbton dominierte die Modewelt. An einer Seite waren die Hüte aufgeschlagen und mit pastellblauen Rosetten und ähnlichem geschmückt. Auch die Herrenwelt erlebte eine Wandlung bezüglich der Hutmoden. Die Zylinder waren aus hellgelbem Bast gefertigt. Die meisten davon hatten ein breites, schwarzes Stoffband. Auch gänzlich weiße Zylinder wurden immer mehr zur Mode. |
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