Was war wann? Länder >> Malaysia
 
Länderinfo Malaysia
Malaysia, auch bekannt unter dem weniger gebräuchlichen Namen "Malaysien", ist ein im Südosten Asiens gelegener Staat. Ein Teil des Chinesischen Meeres durchläuft die beiden Teile des Landes, die malaiische Halbinsel, welche das westliche Gebiet des Landes ausmacht, und die Insel Borneo im Osten. Der Staat in seiner heutigen Form setzt sich aus verschiedenen Gebieten zusammen, die in der Vergangenheit dem Britischen Weltreich angehörten.
Die malaiische Halbinsel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Profitabel für den Aufschwung des Landes war vor allem der aufkommende Handel zwischen Indien und China, da es sich im Zuge dieser Beziehungen zu einem Handelszentrum entwickeln und als solches etablieren konnte.
Um den florierenden Geschäften entgegenzuwirken, wurden im 10. Jahrhundert verschiedene Häfen begründet, was zu den ersten malaiischen Königreichen zu dieser Zeit führte. Im Laufe des Mittelalters erreichte die Religion des Islam die Halbinsel.
Im 15. Jahrhundert wurde der südostasiatische Staat vor allem aufgrund seiner guten Handelslage und der daraus resultierenden wohlhabenden Lage interessant für Portugal, im Zuge der Kolonialisierung kamen Briten und Niederländer nach Malaysia.
Die weitere Geschichte des Landes war maßgeblich geprägt von den Einwirkungen der Engländer, die im Jahr 1826 die britische Kronkolonie Straits Settlements gründeten und die Halbinsel mehr und mehr unter ihre Kontrolle brachten. Zur Kolonie Straits Settlements zählten Penang, Singapur und Malakka, Penang war vor allem eine Basis für den Handel und das Militär. Die zentrale Bedeutung Penangs wurde jedoch bald vom aufstrebenden Singapur abgelöst, das im Jahre 1819 gegründet worden war. Die Verwaltung oblag der Britischen Ostindien-Kompagnie, deren Sitz erst in Kalkutta war, bis er im Jahr 1867 nach London und somit nach Großbritannien verlegt wurde.
Handel und Politik unterstanden vollständig der Kontrolle der Kolonialmächte, was für Unruhen und Aufstände im Volk sowie eine zunehmend strenge Machtausübung von Seiten der Briten sorgte. Offiziell wurde diese Unterwanderung jedoch vor allem durch den Vertrag von Pangkor, der im Jahr 1874 zwischen der britischen Regierung und dem Raja von Perak geschlossen wurde und große Auswirkungen auf die Entwicklung des heutigen Malaysia hatte, denn mit diesem Kontrakt war die britische Vorherrschaft durch die Kolonialisierung offiziell und schriftlich niedergelegt. Zweiundzwanzig Jahre später, im Jahr 1896, erfolgte die Begründung der Föderierten Malaiischen Staaten, die sich zusammensetzten aus den Sultanaten Pahang, Selangor, Perak und Negeri Sembilan. Die Befehlsgewalt darüber hatte der Kommissar von Singapur inne, der gleichzeitig Gouverneur der Straits Settlements war und welcher von London aus kontrolliert wurde. Jene Staaten der Halbinsel, die nicht der direkten Herrschaft der Briten unterstanden, hatten dennoch britische Berater in ihren Sultanaten.
Die Unabhängigkeit erlangte der südostasiatische Staat erst im 20. Jahrhundert, im Jahr 1957, im Jahr 1963 kam es zur endgültigen Abnabelung und der Gründung der Föderation Malaysia.