Geschichte des Kinos |
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Das Kino - Eine bewegte
Geschichte Bald verbreitete sich der Film in Gasthäusern, Hotels und auf den Jahrmärkten. Die Besitzer von Schaubuden und Panoptiken erkannten die Erfolgsaussichten der neuen Vorführgeräte und kauften diese von den Brüdern Lumière oder von Edison. Bald fanden in den Vereinigten Staaten und in Europa erste Filmvorführungen vor geladenem Publikum statt. Gefilmt wurden zunächst nur Alltagsszenen, die meist auch nur wenige Sekunden lang waren; es handelte sich ausnahmslos um schwarz-weiße Stummfilme. Erst mit dem Nachlassen des Attraktionswertes begann man mit der Dokumentation aktueller Ereignisse oder nahm kurze komische Geschichten auf. So entstanden die Gattungen Spielfilm, Komödie und Dokumentation, welche das Interesse des Publikums am Film aufrechterhielt. In kleineren Städten wurden Filme vorwiegend durch Wanderkinos gezeigt, die für einige Tage ihre Filme in Gasthäusern vorführten; in größeren Städten wurden hingegen häufig Räume dauerhaft zu Vorführräumen für Filme umgestaltet. Nach und nach rückte die Filmvorführung auch bei den Schaubudenbesitzern immer mehr in den Vordergrund. Andere Kuriositäten wurden verdrängt und schließlich völlig aus dem Repertoire genommen - etwa zur Jahrhundertwende gaben die meisten das Geschäft mit ihnen völlig auf und konzentrierten sich fortan Der Stummfilm wurde am Ende der goldenen 20er nach und nach durch den Tonfilm ersetzt. Zunächst ließ man Schallplatten parallel zur Filmvorführung spielen, die dann Musik und Sprache zum Film bereitstellte. Da die Synchronisation aber sehr schwierig war, ersetzte man dieses so genannte Nadeltonverfahren bald durch das Lichttonverfahren, bei dem am linken Bildrand ein Streifen für die Tonspur reserviert war. Neuere Tonverfahren sind Dolby Stereo und schließlich Dolby Digital, die heute bei Kinofilmen Verwendung finden. Mit der Erfindung des Fernsehens schwand die Popularität des Kinofilms zusehends. Die Zuschauerzahlen gingen stark zurück und konnten auch durch neue technische Errungenschaften wie 3D-Technologie oder Breitwandvorführungen nur sehr kurzzeitig wieder erhöht werden. In vielen Städten mussten Kinos geschlossen werden, die übrigen teilten sich meist in kleine Einzelsäle auf, sodass in einem Kino verschiedene Filme gezeigt werden konnten. Heute zeigen sogenannte Multiplex-Kinos gerade erfolgreiche Blockbuster und haben ein eingeschränktes Repertoire; Programmkinos haben sich vorwiegend auf künstlerische Filme spezialisiert und bieten oft ein vielseitigeres Programm. |

