Die schwarz/weiß/bunte Geschichte der Fotografie |
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Wer den Begriff Fotografie bzw.
Photographie tatsächlich geprägt hat, ist wie so
vieles im Laufe der Geschichte strittig. Die
Begrifflichkeit selbst setzt sich aus den Worten
„Licht“ und „Schreiben“ zusammen. Sowohl dem
Astronomen Johann Heinrich von Mädler als auch dem
britischen Astronom John Herschel wird die
Erstbenutzung zugeschrieben. Das erste Foto soll im
Februar 1826
von Joseph Nicéphore Niépce stammen. Einig sind sich die
Geschichtsschreiber lediglich das Jahr betreffend:
1839.
Der deutsche Astronom Mädler lieferte für die
Mondforschung detaillierte Karten des Mondes,
berechnete das tropische Jahr und schlug eine neue
Schaltregel für den Kalender vor. Mädler hat sich
nie weitergehend für die Fotografie begeistert,
sondern blieb der Astronomie bis an sein Lebensende
treu. Der 1831
geadelte Herschel, ursprünglich Jurist, kam erst
später zur Astronomie. Er war es, der Dank
seiner Sternen-Forschungen, für die ihn sein
Vater begeistert hatte, das Julianische Datum in
die
![]() Ein weiterer Durchbruch gelang 1951 dem britischen Bildhauer und Fotopionier Frederick Scott-Archer, der das Collodion-Verfahren erfand. Dadurch verkürzten sich nicht nur die Belichtungszeiten auf lediglich zwei bis drei Sekunden, sondern die Herstellung von Fotos wurde auch wesentlich erschwinglicher. Vorherige Preise von einem englischen Pfund, was dem Wochenlohn eines Arbeiters entsprach, verringerten sich auf 5 Pence, so dass diese kleinen Kunstwerke bald für Jedermann erschwinglich waren. Nach wie vor war jedoch alles schwarz/weiß. Wer genau die Farbe in die Fotografie brachte, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Vielleicht war es Goethe, der sagte „Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Das Auge bedarf ihrer, wie es des Lichtes bedarf“. Das allerdings hätte nichts mit der Fotografie zu tun ... 1869 wurden zwei Farbfotos des französischen Physikers L. Ducos du Hauron veröffentlicht. Er ist also zumindest einer der Beteiligten an dieser Entwicklung. Seinen Durchbruch erlebte der Farbfilm um 1945. Heutzutage können Malerei und Fotografie aufgrund ihrer in den letzten Jahrhunderten stattgefundenen Weiterentwicklung wie Maltechnik oder Filtertechnik konkurrenzlos nebeneinander existieren. Für beide Kunstformen gibt es gleichermaßen Könner und Liebhaber. Davon abgesehen sollte auch nichts dagegen sprechen, ein schönes Gemälde mit einer Digitalkamera abzulichten. Anfang der 80er Jahre erfolgte die Fotospeicherung auf Diskette, Mitte der 90er Jahre folgten die digitalen Kompakt- und Spiegelreflexkameras und Anfang dieses Jahrtausends kamen die ersten Digitalkameras mit Speicherchips und -karten auf den Markt. Es bleibt also spannend, abzuwarten, wohin uns die Fotografie noch führt. Ein Interessantes Thema ist auch die Unterwasserfotografie die sich immer mehr an Beliebtheit erfreut, da die Ausstattung immer erschwinglicher wird und auch der Unterwasserblitz und die Unterwasserkameras immer besser werden. |
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