Biografie Paul Hörbiger Lebenslauf Lebensdaten |
| Der am
29. April 1894 im zur k.u.k.-Monarchie
gehörenden Budapest geborene Paul Hörbiger war einer
der profiliertesten und beliebtesten Schauspieler
Österreichs, der in mehr als 250 Filmen sein Talent
als Schauspieler, Komiker und Sänger bewies und
daneben als Kammerschauspieler Erfolge feierte. Nach dem Umzug der Familie 1902 nach Wien und der Matura ging Paul Hörbiger freiwillig zur Gebirgsartillerie und wurde im ersten Weltkrieg mehrfach ausgezeichnet. Er verließ das Militär 1918 im Range eines Oberleutnants und begab sich direkt auf die Wiener Schauspielschule Otto. Sein schauspielerisches Debüt folgte bereits im nächsten Jahr am böhmischen Stadttheater zu Reichenberg, die nächsten Jahre spielte er am Deutschen Theater Prag, bevor er 1926 zum von Max Reinhardt geführten Deutschen Theater in Berlin wechselte. Die Arbeit mit diesem genialen Regisseur und Intendanten brachte Paul Hörbiger schnell den verdienten Durchbruch und schon bald eine Filmrolle nach der anderen: allein 1928 war Paul Hörbiger in nicht weniger als 13 Filmen zu sehen! In seinen Filmen verkörperte er - wie auch in seinen Bühnenrollen - meist einen herzensguten Menschen, der niemals böse sein konnte und bei aller Lustigkeit und Lebensfreude stets für seine Mitmenschen sorgte. Zusammen mit dem brummigen, aber ebenso herzensguten Hans Moser bildete er das wahrscheinlich erfolgreichste Schauspielerduo Österreichs. Während des dritten Reiches Burgschauspieler, wurde er zunächst von den Nazis benutzt, um für den Anschluss Österreichs zu werben, von diesen allerdings 1945 wegen angeblichen Hochverrates zum Tode verurteilt. Das Ende des dritten Reiches verhinderte jedoch zum Glück die Umsetzung des Urteils und erlaubte es Paul Hörbiger, in zahllosen weiteren Filmen zu spielen und auch seine Karriere als Burgschauspieler ab 1965 wieder aufzunehmen. Die typisch wienerische Atmosphäre wurde einem breiten Publikum vielleicht niemals so erfolgreich nahe gebracht wie in den Filmen Paul Hörbigers. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen neben vielen anderen besonders "Der Kongreß tanzt" (1931), "Die Czardasfürstin" (1934), "Der dritte Mann" (1949), "Schwarzwaldmädel" (1950), "Hallo Dienstmann" (1952), "Die Deutschmeister" (1955), "Die Christel von der Post" (1956) und "Wien, du Stadt meiner Träume" (1957). Paul Hörbiger erhielt für seine schauspielerischen Leistungen zahlreiche Auszeichnungen, so den Girardi-Ring, das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse und den Nestroy-Ring. Er starb nach einem langen und erfüllten Leben am 05. März 1981 in Wien und wurde am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Die Hörbiger-Familie schenkte Österreich noch eine ganze Reihe weiterer bekannter Schauspieler, wie Pauls Bruder Attila Hörbiger, seine Nichte Christiane Hörbiger und seine Enkelin Mavie Hörbiger. |
| Paul Hörbiger Seiten, Steckbrief, Kurzbio etc. |
| Paul Hörbiger Filme |
| 1928: Dyckerpotts Erben 1928: G'schichten aus dem Wienerwald 1928: Heut' spielt der Strauß 1928: Das letzte Souper 1928: Die Räuberbande 1928: Schmutziges Geld 1928: Sechs Mädchen suchen Nachtquartier 1928: Spione 1928: Die große Abenteuerin 1928: Der hesche Husar 1928: Die Dame mit der Maske 1928: Die tolle Komteß 1928: Die Wochenendbraut 1929: Asphalt 1929: Möblierte Zimmer 1929: Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht? 1929: Der Sträfling aus Stambul 1929: Drei um Edith 1929: Die Frau, die jeder liebt, bist du! 1929: Das grüne Monokel 1929: Ein kleiner Vorschuß auf die Seligkeit 1929: Frauen am Abgrund 1930: Das alte Lied 1930: Drei Tage Mittelarrest weitere Paul Hörbiger Filme |
