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Jugend und erste Erfolge auf der
Bühne
Klaus Kinski wurde am
18. Oktober 1926 in Lagunatas Kalifornien -
unter dem Bürgerlichen Namen Klaus Günter Karl Nakzyński
– geboren. Seine Eltern Bruno und Susanne übten die
Berufe des Apothekers und der Krankenschwester aus.
Zusammen mit drei Geschwistern zog die Familie
1930 nach
Berlin. Als der Krieg losbrach wurde Kinski
1944
eingezogen und wurde als Fallschirmjäger über Holland
abgeschossen und in Haft genommen. Nach dem Krieg
arbeitete Klaus - trotz seiner fehlenden Ausbildung als
Schauspieler - an der Seite von Prominenten Darstellern
an Berliner Bühnen. Er arbeite ab
1946
gelegentlich für das Schlossparktheater, wurde aber
alsbald entlassen, weil er in Rage eine Scheibe
zerschlug. Fortan besuchte Klaus die Schauspielschule
Marliese Ludwig. Hier studierte er unter anderem mit
Harald Juhnke
Szenen aus „Romeo und Julia“ ein.
Erste Schritte beim Film
Mit einer Darstellung in „Morituri“ erhielt Kinski seine
erste Chance im Filmgeschäft. Der von 1947 bis 1948
aufgenommene Film wurde von Artur Brauner und Eugen York
inszeniert. Der Film handelt von entflohenen
KZ-Insassen, die vor den Deutschen fliehen. Von 1952
trat Kinski wieder als Solokünstler auf und rezitierte
aus verschiedenen Schriften auf der Bühne in Wien,
Berlin und München. In der Mitte der Sechziger war
Kinski an einem Auto- und einem Bootsunfall beteiligt,
dessen Folgen ihn fortan finanziell schwer Belastete.
Zusammen mit seinem Bekannten Fritz Kortner dreht er den
Film Sarajewo. Einen knick erlitt Kinskis Karriere, als
der küssender Weise vor einem Freibad mit Mann erwischt
wurde. Klaus beging daraufhin einige Selbstmordversuche.
Der Höhepunkt und das Ende
Neuen Aufwind erlebte die Person Kinskis durch die
deutsche Umsetzung der Edgar-Wallace-Verfilmungen. Durch
seine überzeugenden Rollen als Bösewicht oder mit seiner
Nebenrolle in „Doktor Schiwago“ erfuhr er 1965 auch
internationale Anerkennung. Er spielte in insgesamt 16
Wallace-Filmen mit und erhielt 1979 das Goldene Filmband
als bester Schauspieler Deutschlands. Vor allen die
Rollen in „Fitzcarraldo“, „Für ein paar Dollar mehr“, „Nosferatu
– Phantom der Nacht“ und „Leichen pflastern seinen Weg“
machten Kinski zu einer Ikone des Films. Er erhielt
Aufträge aus Hollywood und drehte zusammen mit Walter
Matthau und Jack Lemmon den Film „Buddy, Buddy“. In
Filmen wie „The Beauty and the Beast“ und „Little
Drummer Girl“ spielte er als Hauptfigur an der Seite von
Größen wie Susan Sarandon, Diane Keaton und Anjelica
Huston. Auch die 80-er und 90-er Jahre wurde gerade
durch die exzentrischen Aussetzer von Klaus bekannt,
welche er immer wieder während seiner Interviews und
Dreharbeiten hatte. Ende der 90-er war er zuletzt in
„Kinski Paganini“ zu sehen, der aber erst ab 1990 in den
Kinos lief. Am 23. November 1991 starb Klaus Kinski im
Alter von 65 Jahren an einem Herzproblem. Bis heute wird
Kinski als einer der besten – aber auch einer der
kontroversesten - Schauspieler gehandelt.
Klaus Kinskis Privatleben
Klaus Kinski war dreimal verheiratet. 1952 mit Gislinde
Kühlbeck. 1960 mit Ruth Brigitte Tocki aus deren Ehe
Tochter Nastassja
Kinski hervorging. 1971 heiratete .er die
19-jährige vietnamesische Sprachstudentin Minho
Geneviève Loanic, aus dieser Ehe kam Sohn Nanhoï Nikolai
zur Welt. Liiert war Kinski zuletzt mit der
italienischen Schauspielerin Debora Caprioglio. |